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Kinderschutz im Kindergarten: Bund fördert hallesches Forschungsprojekt "KidS"

10.02.2012 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Seit Jahresbeginn ist der Kinderschutz als neue, zentrale Aufgabe von Kindertagesstätten im neuen Bundeskinderschutzgesetz festgeschrieben. Wie Erzieherinnen mit dieser neuen Aufgabe als Fachkräfte für Kinderschutz umgehen, untersuchen Bildungssoziologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in dem Forschungsprojekt "KidS Kinderschutz und Kindergarten". Mit über 300.000 Euro wird "KidS" jetzt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Das Team um Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg erforscht, wie Erzieherinnen ihre vielfältigen Rollen als Fachkräfte für Kinderschutz und als Ansprechpartner der
Erziehungspartnerschaft ausüben, auf welche Widersprüche und Konflikte sie stoßen, wie sie diese bewältigen und lösen. "KidS" wird im Rahmen der "Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte" vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren finanziert.

Durch das neue Kinderschutzgesetz werden Erzieherinnen noch stärker in die Aufgabe eingebunden, Kinder vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen. Die Weiterbildung von Erzieherinnen zu Fachkräften für Kinderschutz ist von
Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. In vier Bundesländern (Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen-Anhalt) werden deshalb im "KidS"-Projekt mit Erzieherinnen, Leitungen, Trägervertretern und
Elternvertretern Interviews geführt, um das Spannungsfeld Kinderschutz und Kindergarten zu beleuchten.

Das Projekt widmet sich einem bislang noch unerforschten Bereich: So regelt das Kinderschutzgesetz zum Beispiel die Übermittlung von Informationen bei Gefährdungen des Kindeswohls neu. Dies könnte die Kooperation zwischen
Eltern und Erzieherinnen verändern. Insbesondere das Transfermanagement der Erzieherinnen steht deshalb im Fokus des Forscher-Interesses: Wie setzen sie ihre beruflichen Anforderungen an die Erziehung der ihnen anvertrauten
Kinder mit den neu hinzugekommenen beruflichen Anforderungen an Kinderschutz in Kindertageseinrichtungen um?

"Neben unserer Forschung wollen wir mit KidS auch einen breiten Diskurs über das Thema Kinderschutz und Kindergarten anregen", sagt Projektmitarbeiterin Dr. Miriam K. Damrow. Die Erfahrungen und Erwartungen von internationalen und nationalen Fachkräften für Kinderschutz werden durch Workshops ebenfalls in den Projektverlauf einfließen.

Ansprechpartnerinnen:
Prof. Dr. Ursula Rabe-Kleberg
Institut für Pädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Telefon: 0345 5523830
E-Mail: ursula.rabe-kleberg@paedagogik.uni-halle.de

Dr. Miriam K. Damrow
Institut für Pädagogik
Telefon: 0345 55 238 20
E-Mail: miriam.damrow@paedagogik.uni-halle.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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