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Neu: International Studies in Engineering

04.06.2002 - (idw) Gerhard-Mercator-Universität Duisburg

Gut voran kommt die Gerhard-Mercator-Universität Duisburg bei der Internationalisierung ihres Studienangebots. Vorreiter ist wieder die Fakultät für Ingenieurwissenschaften: Mit den International Studies in Engineering, kurz ISE, gibt es demnächst ein neues auslandsorientiertes Studienprogramm. Dekan Prof. Solbach: ?Die ISE-Studierenden werden ein gut bestelltes Feld vorfinden. Sie profitieren von unseren international anerkannten Erfahrungen bei der Einführung auslandsorientierter Studiengänge.?


Mehr als 150 Studierende aus 50 Nationen sind in den auslandsorientierten Studiengängen an der Uni Duisburg zur Zeit eingeschrieben. Hohe Auszeichnungen bekam beispielsweise der erste auslandsorientierte Studiengang Informations- und Kommunikationstechnik, der seit Jahren eine wachsende Zahl internationaler Studierender nach Duisburg zieht. Er verbindet ein attraktives, in weiten Teilen englischsprachiges Studienangebot mit qualifizierter Betreuung. So war es auch nicht überraschend, dass das ?Organisationsbüro für Internationale Angelegenheiten der Fakultät für Ingenieurwissenschaften? kürzlich den gemeinsamen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des Auswärtigen Amtes für besondere Verdienste um die Betreuung ausländischer Studierender erhielt.


Neue Hochschulpartnerschaften

Außerdem wurden zahlreiche neue Hochschulpartnerschaften auf Fakultätsebene geknüpft, die teilweise bereits zu gemeinsamen Studienangeboten führten. So wurden etwa die Beziehungen zur Universitas Indonesia und zur University Kebangsaan Malaysia schon soweit vertieft, dass die Konzeption gemeinsamer Studienangebote entstand. Vorgesehen ist, dass die Studierenden ihr Studium an ihrer Heimat-Hochschule beginnen und für das letzte Studienjahr an eine der drei Partneruniversitäten wechseln. Dort finden sie die gleichen Veranstaltungen in einem angepassten Curriculum, so dass sie ohne Zeitverlust ihr Studium abschließen können.

Als Besonderheit wird den Studierenden ein gemeinsames Diplom verliehen. Dieses Projekt wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst mit 500.000 Euro zunächst bis Ende 2003 gefördert. Zusätzlich erhält die Fakultät Mittel zur Einrichtung eines Gastlehrstuhls in Computer Engineering. Schließlich entstehen mit Mitteln der Mercator-Stiftung zwei Büros der Fakultät an den Partnerhochschulen in Indonesien und Malaysia. Damit ist einerseits eine dauerhafte Präsenz der Gerhard-Mercator-Universität an den Partnerhochschulen gesichert und andererseits ein wichtiger Schritt zur praktischen Umsetzung dieses anspruchsvollen Projektes getan.

Dies alles kommt auch dem neuen auslandsorientierten Studienprogramm ISE (International Studies in Engineering) zugute, das in der vierjährigen Einführungsphase vom Deutschen Akademischen Austauschdienst mit insgesamt 500.000 Euro unterstützt wird. ISE sieht zunächst die Einführung je eines auslandsorientierten Bachelor- und Master-Studiengangs für jede der vier Abteilungen der Fakultät für Ingenieurwissenschaften (Elektro- und Informationstechnik; Maschinenbau; Informatik-, Informations- und Medientechnik; Materialwissenschaften) vor.

Zusätzlich sind mehrere Möglichkeiten zur Kombination der konsekutiven Abschlüsse sowie zum Übergang zwischen den einzelnen Studiengängen vorgesehen. Interdisziplinäre Angebote ergänzen dieses Spektrum, so dass den Studierenden ein attraktives, breit gefächertes Studienangebot offen steht, aus dem sie eine für ihre Bedürfnisse optimale Kombination für ein berufs- oder wissenschaftsorientiertes Studium zusammen stellen können.


Optimale Kombinationsmöglichkeiten für Studierende

Dekan Prof. Solbach: ?Das Besondere an ISE ist, dass es hiermit gelingt, die Vielfalt in den Ingenieurwissenschaften mit einem modernen und international anerkannten Studiengangskonzept zu verbinden.? Unter dem gemeinsamen ISE-Dach werden ab dem kommenden Wintersemester Bachelor- und Master-Studiengänge zu den disziplinären Kernkompetenzen der genannten Abteilungen angeboten:
- Computer Engineering
- Electrical & Electronic Engineering
- Mechanical Engineering sowie
- Material Science

Zusätzlich stehen im Master-Bereich folgende Studienprofile offen:
- Computer Science & Communication Engineering
- Computer Engineering
- Computer & Control Systems
- Communications & Electronics
- Production and Logistics
- Mechatronics
- Water Resource and Environmental Engineering

In den nächsten Jahren wird dieses Spektrum um weitere interdisziplinäre Angebote erweitert und aktuelle Studienprofile ergänzt werden. Die Planung, Einführung und Verwaltung dieses umfassenden auslandsorientierten Studienangebots erfordert große Anstrengungen, die teilweise nur durch den Einsatz modernster Technik zu bewältigen sind. Auch hier ist Duisburg Vorreiter. Als besonderer Service für die Studierenden wird mit Mitteln des Bundes (662.000 Euro bis Ende 2005) ein ?Intelligentes Internet-Studienberatungssystem? entwickelt.

Die Fakultät verlässt sich aber nicht nur auf derartige Projekte aus Mitteln Dritter, sie stellt auch substanzielle eigene Mittel zur Verfügung, um das für sie bedeutsame Ziel der Internationalisierung ihres Studienangebots dauerhaft zu stützen. Dekan Prof. Solbach hierzu: ?Unsere Fakultät sieht in der systematischen Öffnung ihres Studienangebots für Studierende aus dem Ausland eine besondere Chance, ihre Stärken in Forschung und Lehre weiter auszubauen und damit ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft zu stärken.

Die ingenieurwissenschaftliche Fakultät hat daher das ?Büro für Internationale Angelegenheiten? unter Leitung von Prof. Axel Hunger eingerichtet, der die ebenfalls neu geschaffene Position des ?Dean for International Relations? bekleidet. Prof. Hunger, der Initiator dieser Entwicklung, wird mit seiner Mannschaft die erforderlichen Strukturen in der Lehre, der Betreuung der Studierenden und der weiteren Vernetzung mit Partnerhochschulen im Ausland vorantreiben und damit den eingeleiteten Prozess der Internationalisierung zu einer treibenden Kraft für die Fakultät für Ingenieurwissenschaften entwickeln.?


Moderne, technikgestützte Formen der Lehre

Für den erforderlichen Einsatz moderner Formen der Lehre, etwa die Zusammenarbeit von Teams von Studierenden in verschiedenen Ländern, stehen ein spezielles Videokonferenz-Studio und mehrere Multimedia-Seminarräume zur Verfügung. Sie bieten die Möglichkeit, Vorlesungen, Übungen und Seminare auch von entfernten Orten nach Duisburg zu übertragen. Somit können etwa Gastprofessoren auch nach dem Ende ihrer Lehrtätigkeit an der Uni Duisburg ihr Vorlesungsangebot weiterhin aufrecht erhalten. Auf diese Art wurde im vergangenen Wintersemester bereits eine Vorlesung der Universität Twente nach Duisburg übertragen. Im laufenden Semester wird die Vorlesung eines Professors, der mittlerweile in der Schweiz tätig ist, regelmäßig übertragen. Das Videokonferenz-Studio bietet modernste Technik mit mehreren Kameras und Projektionsflächen sowie die Möglichkeit zur Steuerung der entfernten Kamera und hohe Bandbreiten.

Die neu eingerichteten Multimedia-Seminarräume bieten den Studierenden in den auslandsorientierten Studiengängen zahlreiche Möglichkeiten den Umgang mit neuen Medien zu erlernen und erleben. Die Räume sind mit mehreren Arbeitsinseln ausgestattet und erlauben Gruppenarbeit bei direktem Sichtkontakt durch abgesenkte Monitore. Die Verschaltung der Rechner als pädagogisches Netzwerk erlaubt darüber hinaus die Darstellung der Ergebnisse eines beliebigen Arbeitsplatzes auf dem Monitor eines anderen Arbeitsplatzes. Die einzelnen Rechner sind mit leistungsstarken Prozessoren und Grafikkarten sowie modernster Multimedia-Software ausgestattet. Das Rechnernetz verfügt über Bandbreiten, die höchsten Ansprüchen genügen. Darüber hinaus sind in den Räumen lichtstarke Projektoren fest installiert. Eine elektronische Flipchart bietet völlig neue Möglichkeiten, Arbeitsergebnisse elektronisch zu speichern und verfügbar zu halten.

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