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Ohne Informatik geht es nicht

09.03.2012 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Informatikdidaktiker der Universität Jena veranstalten am 23./24. März Kolloquium Wie viele Pixel sollte ein Foto haben, das ich ausdrucken möchte? Was passiert mit meinen persönlichen Daten, die ich in sozialen Netzwerken preisgebe? Fragen, die im täglichen Leben eine Rolle spielen. Ohne Informatik geht heutzutage nichts mehr, sagt Prof. Dr. Michael Fothe von der Universität Jena. Informatik für alle lautet deshalb die Forderung des Informatik-Didaktikers. Das Ziel muss lauten, die Informatik als Pflichtfach zu etablieren, sagt Fothe.

Den gegenwärtigen Stand und die Entwicklungen im Fach Informatik wollen Fothe und seine Kolleginnen und Kollegen am 23. und 24. März diskutieren. Sie laden zum Didaktik-Kolloquium Informatik für alle! nach Jena ein. Veranstalter sind die Friedrich-Schiller-Universität Jena, das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) sowie das Jenaer Carl-Zeiss-Gymnasium.

Michael Fothes Kollegin Claudia Strödter verweist auf die Vorreiterrolle Thüringens. Denn der neue Lehrplan für die Sekundarstufe I enthalte sowohl Medienkunde als obligatorischen Kurs als auch das Wahlpflichtfach Informatik. Medienkunde sei sozusagen der Einstieg, weil in diesem Kurs auch informatische Inhalte gelehrt werden, sagt Strödter. Dabei werde die Pionierleistung des Freistaats in der bundesweiten Diskussion durchaus auch hinterfragt: Die Frage lautet, wie Lehrerinnen und Lehrer so zu qualifizieren sind, dass sie es überhaupt unterrichten können, sagt Strödter. Für Thüringer Lehrerinnen und Lehrer werden deshalb auch an der Universität Jena gezielt Fort- und Weiterbildungen angeboten.

Das Didaktik-Kolloquium besteht aus zwei Teilen. Am ersten Tag gibt es in den Rosensälen (Fürstengraben 27) Vorträge über Bessere Programmierlehre durch Motivation, die Grundsätze eines kompetenzorientierten Unterrichts und weitere Themen. In den Blickpunkt rücken dabei die Geschichte des Schulfachs Informatik in Thüringen ebenso wie das Bundesprojekt Speed Up, bei dem mobile Informatik-Anwendungen dazu dienen, bei unvorhersehbaren Schadensereignissen Menschenleben zu retten. Am zweiten Tage des Kolloquiums werden im Carl-Zeiss-Gymnasium (Erich-Kuithan-Straße 7) vertiefende Workshops angeboten.

Das Angebot des Kolloquiums richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer, Studierende sowie interessierte Gäste. Der Eintritt ist frei.

Kontakt:
Prof. Dr. Michael Fothe
Abteilung für Didaktik der Mathematik und Informatik der Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 946496
E-Mail: michael.fothe[at]uni-jena.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.uni-jena.de
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