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5 Jahre Universitätsallianz Metropole Ruhr: Gemeinsam besser

12.03.2012 - (idw) Universitätsallianz Metropole Ruhr

Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, 12.03.2012

Am 12. März wird die Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) fünf Jahre alt! Ein Grund zum Feiern, denn mit ihrer Unterschrift unter den Kooperationsvertrag im Jahr 2007 läuteten die Rektoren der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen eine neue Zeitrechnung in der Wissenschaftslandschaft ein. Mit der Bündelung ihrer Kräfte schaffen die drei Ruhrgebietsuniversitäten gute Bedingungen für Forschung und Lehre auf höchstem Niveau. Wettbewerb und Kooperation
Rivalitäten haben im Ruhrgebiet eine lange Tradition, nicht nur im Fußball. Lange Zeit galt, der schönste Sieg des einen ist die Niederlage des anderen. Dass es auch anders geht, beweist die UAMR-Philosophie: Wettbewerb und Kooperation stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zuei-nander. Formal bleiben die Universitäten weiterhin eigenständig. Jedoch stoßen sie wann immer es sinnvoll ist gemeinsame Vorhaben an, die Forschern wie Studierenden bisher ungeahnte Möglich-keiten eröffnen. Die Zusammenführung unserer Kompetenzen schafft beste Voraussetzungen für Forschung und Lehre auf höchstem Niveau, freuen sich die drei Leitungsspitzen, Rektor Elmar Weiler von der Ruhr-Universität Bochum, Rektorin Ursula Gather von der TU Dortmund und Rektor Ulrich Radtke von der Universität Duisburg-Essen. Eine Universitätsallianz mit einer so großen Durch-schlagskraft ist in ganz Europa nicht zu finden.

Von Anfang an haben die Verantwortlichen darauf geachtet, sich nicht in Strukturdebatten zu verzet-teln, wodurch die Entwicklung der UAMR mit Sicherheit verzögert, ja vielleicht sogar unmöglich ge-macht worden wäre. Stattdessen hat man sich darauf verständigt, nur einen groben Rahmen vorzu-geben und darauf vertraut, dass die Zusammenarbeit von unten wächst. Freiwilligkeit und Eigeniniti-ative statt Vorschriften der Hochschulleitungen lautet die Strategie, die von den Rektoraten durch das intensive Gespräch miteinander und das gemeinsame Werben für die Idee der Universitätsallianz flankiert wird. Diese Vorgehensweise hat sich in den vergangenen Jahren bestens bewährt.

Forschungsstarker Standort
Die mehr als 1.100 Professoren und Professorinnen und fast 7.000 wissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Partneruniversitäten nutzen die neuen Synergien bereits intensiv. So kooperieren die drei Universitäten bei der Hälfte der insgesamt 14 Sonderforschungsbereiche miteinander. Auch in den gemeinsamen Forschergruppen, Fakultäten und Spitzenclustern offenbart sich das große Poten-zial der UAMR. Die Engineering Unit Ruhr, die Civil Engineering Unit Ruhr oder der EffizienzCluster LogistikRuhr zum Beispiel sind bundesweit führend. Unterstützt wird die UAMR von der Stiftung Mer-cator, die gemeinsam mit den drei Ruhrgebietsuniversitäten das Mercator Research Center Ruhr, kurz MERCUR, gegründet hat. Dieses fördert insbesondere kooperative Projekte und standortübergreifen-de UAMR-Professuren, um die Allianz im Wettbewerb um die besten Köpfe und Ideen weiter zu stär-ken. Bislang wurden knapp 60 Projekte in einem Volumen von fast sieben Mio. Euro gefördert.

Studium: Alles ist möglich
In der Lehre setzt die UAMR ebenfalls neue Maßstäbe. Unter dem Label RuhrCampus³ hat die Allianz einen gemeinsamen Bildungsraum Ruhr geschaffen, in dem vereinfachte Zulassungs- und Anerken-nungsregeln gelten. Studierende einer UAMR-Universität können die Lehrveranstaltungen der Part-neruniversitäten als Zweithörer besuchen, ohne die sonst dafür üblichen Gebühren zahlen zu müssen. Dadurch eröffnet sich eine Vielfalt an Studienfächern und Spezialisierungsmöglichkeiten, die in Deutschland ihresgleichen sucht.

Der RuhrCampusOnline erweitert die Studienmöglichkeiten zusätzlich. Über das Internet können die mehr als 100.000 UAMR-Studierenden jederzeit und an jedem Ort an mehr als 70 Vorlesungen und Seminaren der mehr als 500 Studiengänge der Partneruniversitäten teilnehmen. Erworbene Leis-tungspunkte werden von den drei Universitäten gegenseitig anerkannt. Auch der fortgeschrittene wis-senschaftliche Nachwuchs wird an der UAMR optimal gefördert. Das ScienceCareerNet Ruhr zum Beispiel unterstützt Promovierende und Postdocs mit maßgeschneiderten Mentoring- und Coaching-Programmen.

ConRuhr
International kooperieren die UAMR-Universitäten mit Hochschulen und Forschungsinstituten rund um den Globus und sind in zahlreichen Netzwerken aktiv. Um den Austausch zu intensivieren, hat die Universitätsallianz Verbindungsbüros in strategisch wichtigen Regionen der Welt eingerichtet. Unter dem Label ConRuhr (Consortium of the Ruhr-Area Universities) betreibt die UAMR Büros in New York, Moskau und Rio de Janeiro/São Paulo. Diese unterstützen gemeinsame Studien- und Lehrprojekte organisatorisch und tragen nachhaltig dazu bei, Forschungskontakte mit internationalen Partnern auszubauen. Dabei kann ConRuhr mit der geballten Kraft und großen Vielfalt der UAMR werben und Kooperationsprojekte wie beispielsweise mit amerikanischen Elite-Universitäten abschließen, die so für jede der Universitäten allein nicht immer realisierbar wären.

Impulse für die gesamte Region
Derzeit führen die drei Ruhrgebietsuniversitäten auch einen gemeinsamen Studierendenausweis ein, mit dem die UAMR-Studierenden ab dem Sommersemester Bücher der jeweils anderen Universitäten ohne weitere Formalitäten ausleihen können. Das Ziel: die Identifikation der Studierenden mit dem Hochschulstandort Ruhr weiter zu erhöhen. Für die Rektorin und die Rektoren der UAMR ist das ein ganz wesentlicher Aspekt: Mit Teamgeist lässt sich eine Menge erreichen. Daher ist es uns so wichtig, dass sowohl die Studierenden als auch die Nachwuchswissenschaftler unserer drei Partneruniver-sitäten möglichst früh ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln. Davon profitiert nicht nur der Wis-senschafts- und Bildungsstandort, sondern die gesamte Region.


Weitere Informationen:
Dr. Hans Stallmann, UAMR-Koordinator, Tel. 0234/32-27892, hans.stallmann@uamr.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.uamr.de
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