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Linguistin vergleicht die Rolle der Frau in Frankreich und Deutschland

12.03.2012 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

Zwei Tage vor dem Internationalen Frauentag widmete sich die 49. Vorlesung der GenerationenHochschule am 6. März 2012 dem Thema Frauenquoten in der Wirtschaft und Frauen in der Gesellschaft. Sind die Frauen in Frankreich emanzipierter als in Deutschland?. Die Vorlesung lockte einmal mehr zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in das AudiMax auf dem Wernigeröder Campus der Hochschule Harz. Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann freute sich besonders, als Dozentin die gebürtige Französin Sarah Piper begrüßen zu dürfen. Die Vorsitzende des International Womens Club ist Koordinatorin für Französisch am Sprachenzentrum der Hochschule Harz.

Im ersten Teil ihrer Vorlesung beleuchtete die französische Staatsbürgerin zunächst die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Mit einem unterhaltsamen Werbespot gewann sie die Aufmerksamkeit des Publikums sofort und sensibilisierte für die Unterscheide in der Wahrnehmung der Frau seitens der Gesellschaft, ihrer eigenen Geschlechtsgenossinnen und im familiären Rahmen. Anschließend widmete sie sich der Stellung von Frauen in Beruf und Familie. 80 Prozent der Mütter in Frankreich sind berufstätig, verriet sie. Der französische Staat unterstützt den beruflichen Wiedereinstieg und die Gründung einer Familie mit Instrumenten wie Mutterschaftsgeld, Familienbeihilfe, Familienmindesteinkommen, Wohnungsbeihilfe und dem System der Ganztagsschule, so Piper, selbst zweifache Mutter.

Die besten Hochschulabsolventen sowohl in Deutschland als auch in Frankreich sind Frauen, betonte die Expertin. Dennoch kämen diese sehr qualifizierten Arbeitskräfte nur selten zu Führungspositionen. Ob sich Gehaltsunterschiede und Karrierewege ausschließlich auf Diskriminierung begründen, stellte die Linguistin in Frage: Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass sich Mädchen bei der Wahl ihres Berufes an Geschlechterstereotypen orientieren. 75 Prozent der Frauen in Frankreich entscheiden sich für einen geisteswissenschaftlichen Studiengang, resümierte die Dozentin. Bei der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass Frauen für jedes Unternehmen ein Gewinn sind, weil sie Teams innovativer gestalten, die Attraktivität der Firmen steigern und die Renditen durchweg erhöhen. Einigkeit herrschte abschließend bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern darüber, dass die Gleichstellung der Frau sowohl in Deutschland als auch in Frankreich noch immer verbesserungsbedürftig ist.

Die nächste Vorlesung der GenerationenHochschule wird eine Sonderveranstaltung der Reihe GenerationenHochschule aktuell sein, sie findet am 20. März 2012, von 17 bis 19 Uhr, im AudiMax, Gebäude Papierfabrik (Haus 9), auf dem Wernigeröder Campus statt. Die Chefärzte Dr. med. Manfred Haferkorn, Dr. med. René Pfeiffer und Dr. med. Thomas Schwaiger referieren zum Thema Rückenschmerz: Multimodale Schmerztherapie ein modernes Therapiekonzept in der HELIOS Klinik Hettstedt. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei, es ist lediglich die Registrierung online unter http://www.generationenhochschule.de notwendig, hier können ebenso zusätzliche Informationen und Bildmaterial abgerufen werden. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });
Weitere Informationen: http://www.generationenhochschule.de
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