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José Carreras Leukämie-Stiftung vergibt neue Forschungsstipendien an junge Wissenschaftler

14.03.2012 - (idw) Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V.

Mit drei weiteren Stipendien fördert die José Carreras Leukämie-Stiftung zum 15. Mal junge wissenschaftliche Talente. Dieses Jahr gehen die Stipendien nach Würzburg, Mannheim und Hannover. Die Stipendien ermöglichen in Deutschland forschenden Nachwuchswissenschaftlern, innovative und vielversprechende Ansätze bei der Behandlung von Leukämien und verwandten Blutkrankheiten zu verfolgen. München, 14. März 2012 Die José Carreras Leukämie-Stiftung hat vier neue Forschungsstipendien ausgelobt. Mit den José Carreras Forschungsstipendien werden junge, in Deutschland forschende Wissenschaftler gefördert, die innovative und vielversprechende Ansätze bei der Therapie und Bekämpfung von Leukämien und verwandten Blutkrankheiten verfolgen. Die Stipendien gehen an das Universitätsklinikum Würzburg, die Universitätsmedizin Mannheim und an die Medizinische Hochschule Hannover. Die geförderten jungen Forscher zeichnen sich durch überdurchschnittliche wissenschaftliche Leistungen aus und wurden vom Wissenschaftlichen Beirat der José Carreras Leukämie-Stiftung aus dem Kreis der Bewerber ausgewählt. Die Forschungsstipendien beginnen zum 1. März bzw. 1. April 2012 und umfassen einen Förderzeitraum von zwei Jahren.

Die José Carreras Leukämie-Stiftung vergibt jährlich eine definierte Anzahl von Forschungsstipendien an junge Mediziner, Biologen, Chemiker und Psycho(onko)logen, die im Bereich der Behandlung und Bekämpfung der Leukämie und verwandter Blutkrankheiten ein Forschungsvorhaben an einer deutschen wissenschaftlichen Institution durchführen wollen. Seit 1997 hat die José Carreras Leukämie-Stiftung 88 Forschungsstipendien vergeben.

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Details zu den Forschungsstipendien

Stipendiat: Maksim Klimiankou
Institut: Medizinische Hochschule Hannover, Abteilung für Molekulare Hämatopoese
Thema des Forschungsvorhabens/der Dissertation: Analyse der Rolle des NAD+-abhängigen Proteins Deazetylase SIRT2 in der Pathogenese der Akuten Myeloischen Leukämie
Kurzbeschreibung: Das Projekt will die Entwicklung neuer Therapieansätze zur Verhinderung der Leukämieentwicklung bei angeborener Neutropenie ermöglichen. Neutropenie ist ein präleukämisches Syndrom. Das Risiko von Patienten, die an dieser schweren Erbkrankheit leiden, eine Leukämie zu entwickeln, liegt bei 20 %. In dem Forschungsprojekt werden SIRT2-abhängige Mechanismen analysiert, die zur bösartigen Transformation von Zellen führen.

Stipendiat: Carina A. Bäuerlein
Institut: Universitätsklinikum Würzburg, Medizinische Klinik und Poliklinik II, Experimentelle Stammzelltransplantation
Thema des Forschungsvorhabens/der Dissertation: Trennung der akuten Graft-versus-host Disease vom Graft-versus-tumor Effekt aufgrund unterschiedlicher Homing-Eigenschaften alloreaktiver und leukämiespezifischer Spender-T-Zellen
Kurzbeschreibung: Trotz großer Behandlungserfolge ist die allogene Knochenmarktransplantation immer noch eine risikoreiche Therapieform. Zu den schwerwiegendsten Komplikationen gehört die akute Graft-versus-Host Disease, eine lebensbedrohliche Immunreaktion, bei der Spenderlymphozyten Gewebe des Empfängers zerstören. Dagegen ist der Graft-versus-Leukaemia Effekt erwünscht. Hier greifen Spenderzellen die Leukämiezellen des Empfängers an. Mit dem Forschungsvorhaben soll ein prädikativer Test entwickeln werden, der die Vorhersage beider Immunreaktionen erlaubt. Schlüssel zu diesem neuen Forschungsansatz ist das unterschiedliche Wanderungsverhalten von Immunzellen.

Stipendiat: Maximilian Mossner
Institut: Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
Thema des Forschungsvorhabens/der Dissertation: Identifizierung und Charakterisierung von molekularen Targets in Assoziation mit dem Alterungsprozess von hämatopoetischen Stamm- und erythropoetischen Progenitorzellen in Patienten mit myelodysplastischen Syndromen im Vergleich mit gesunden alten und jungen Probanden
Kurzbeschreibung: Myelodysplastische Syndrome sind bösartige Erkrankungen der Blutbildung. Sie treten vorrangig bei älteren Menschen auf. Die Zusammenhänge zwischen altersbedingter Zelldegeneration und der Entstehung von myelodysplastischen Syndromen stehen im Zentrum des Forschungsvorhabens, das letztendlich zur Entwicklung neuer Therapieansätze führen soll.

Der vierte Stipendiat kann das Stipendium nicht antreten.

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Hintergrundinformationen

1987 erfuhr José Carreras von seiner Diagnose "Leukämie". Aus Dankbarkeit über die eigene Heilung gründete er 1995 die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. Die Stiftung hat bislang knapp 900 Projekte finanziert, die den Bau von Forschungs- und Behandlungseinrichtungen, die Erforschung von Heilungsmöglichkeiten sowie die Arbeit von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen zum Ziel haben. Die José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. wurde 2011 als Träger des DZI Spenden-Siegels erneut bestätigt.

Weitere Informationen zur José Carreras Leukämie-Stiftung finden Sie unter http://www.carreras-stiftung.de. Wenn Sie Fragen zu dieser Presseinformation haben, Logo- oder Fotomaterial benötigen, wenden Sie sich bitte an:

Pressekontakt:
Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Alix Veh
Elisabethstraße 23
80796 München
Tel: 089 / 27 29 04 -0

E-Mail: alix.veh@carreras-stiftung.de
Internet: http://www.carreras-stiftung.de

Spendenkonto:
Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.
Konto: 319 96 66 01
BLZ: 700 800 00
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Weitere Informationen: http://www.carreras-stiftung.de
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