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Universitäten Halle-Wittenberg und Jena richten Zentrum für Polenstudien ein

16.03.2012 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Eine Auswahlkommission unter Leitung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit hat entschieden, den Zuschlag für die Einrichtung eines Zentrums für Polenstudien an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und die Friedrich-Schiller-Universität Jena zu vergeben. Neben der Stiftung fördern der Deutsche Akademische Austauschdienst und die Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung das Vorhaben. An der MLU ist die Freude groß. Sie wird in Verbindung mit dem Zentrum für interdisziplinäre Regionalstudien einen entsprechenden Lehrstuhl einrichten. Zahlreiche Institute der Martin-Luther-Universität pflegen seit vielen Jahren gute Beziehungen zu polnischen Partnern. Mit fünf Hochschulen haben wir Kooperationsverträge geschlossen. Ich freue mich, dass diese Aktivitäten durch die Entscheidung der Stiftung für die deutsch-polnische Zusammenarbeit belohnt und unterstützt werden, sagt Prof. Dr. Udo Sträter, Rektor der MLU. Hervorzuheben ist natürlich auch, dass die Kooperation der Universitäten Halle-Wittenberg und Jena damit erneut Früchte trägt.

Die Friedrich-Schiller-Universität mit ihren traditionsreichen Beziehungen in den Osten wird um einen wichtigen Baustein reicher durch das neue Zentrum für Polenstudien, das unsere Stärken vom Kaukasus über den Balkan bis nach Osteuropa ausbaut. Gerade für die Slawistik und das exzellente Imre-Kertész-Kolleg mit seinen engen Beziehungen nach Polen wird eine noch breitere Basis geschaffen, die Forschung, Lehre und das Kooperationsklima weiter befruchten wird, sagt Prof. Dr. Klaus Dicke, Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Die Förderung für das Polenstudien-Zentrum sieht vor, die Einrichtung eines Lehrstuhls und Forschungsvorhaben im interdisziplinären Verbund für drei bis maximal fünf Jahre zu bezuschussen. Von den Universitäten wird die Verstetigung des Zentrums nach Ablauf der Förderung erwartet.

Das neue Polenstudien-Zentrum wird am Zentrum für interdisziplinäre Regionalstudien in Halle angesiedelt sein. Die nach dem Historiker und Slawisten Alexander Brückner benannte Stiftungsprofessur wird im Fach Osteuropäische Geschichte eingerichtet. Es handelt sich um eine vorgezogene Wiederbesetzung meiner Professur, sagt der MLU-Historiker Prof. Dr. Michael G. Müller, der in vier Jahren emeritiert wird. Das passt perfekt, denn über die Jahre ist bei uns ein starker Polen-Schwerpunkt entstanden. Aktuell gibt Müller ein Handbuch der Geschichte Polens heraus. Er ist deutscher Vorsitzender der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission der Historiker und Geographen, mit seinen Kollegen ist er Teil einer Projektgruppe, die ein deutsch-polnisches Schulbuch konzipiert.

Die Stiftereinrichtungen begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Universitäten Halle-Wittenberg und Jena ein anspruchsvolles, interdisziplinär angelegtes Konzept modern verstandener area studies vorlegten. An der Endauswahl hatten zehn Universitäten teilgenommen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Michael G. Müller
Professur für Osteuropäische Geschichte
Telefon: 0345 55 - 24280
E-Mail: michael.mueller@geschichte.uni-halle.de

Karoline Gil
Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
Telefon: 030 240 47 85 11
E-Mail: karoline.gil@sdpz.org jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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