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Communicator-Preis 2012 an Jürgen Tautz

19.03.2012 - (idw) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Bienenforscher wird für die herausragende Vermittlung seiner Themen in die Medien und Öffentlichkeit ausgezeichnet Der Bienenforscher Jürgen Tautz erhält den diesjährigen Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Mit ihm wird der Verhaltensbiologe und Leiter der Bienenforschungsgruppe am Biozentrum der Universität Würzburg für die langjährige, vielfältige und originelle Vermittlung seiner Forschungsarbeiten und der Bienenforschung in die Medien und die Öffentlichkeit ausgezeichnet.

Der Communicator-Preis Wissenschaftspreis des Stifterverbandes ist mit 50 000 Euro dotiert und gilt als die wichtigste Auszeichnung für die Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen in Medien und Öffentlichkeit in Deutschland. Mit dem Preis würdigen die DFG und der Stifterverband seit 2000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Forschungsarbeiten einem breiten Publikum nahebringen und sich darüber hinaus um den immer notwendigeren Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit verdient machen.

Gekürt werden die Preisträger von einer Jury aus Wissenschaftsjournalisten, Kommunikations- und PR-Fachleuten, die unter dem Vorsitz eines DFG-Vizepräsidenten steht. Auch 2012 hatte die Jury die Wahl zwischen einer Reihe kommunikativ und wissenschaftlich hervorragender Kandidatinnen und Kandidaten. Insgesamt 20 Forscherinnen und Forscher aus allen Wissenschaftsgebieten hatten sich für den Communicator-Preis beworben oder waren vorgeschlagen worden. Von ihnen kamen fünf Kandidatinnen und Kandidaten in die engste Wahl, in der sich am Ende Jürgen Tautz durchsetzte.

Mit dem 62 Jahre alten Bienenforscher erhält ein Wissenschaftler den Communicator-Preis, der nach Einschätzung der Jury auf vorbildliche Weise seine eigenen Arbeiten und sein Forschungsgebiet nach außen vermittelt. Jürgen Tautz forschte nach seiner Promotion in der Zoologie an der Universität Konstanz zunächst als Postdoktorand an der Universität Canberra in Australien sowie in Stanford, USA. Ab 1983 war er als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Konstanz tätigt, wo er sich auch habilitierte und ab 1988 den Lehrstuhl für Verhaltensbiologie innehatte. Seit 1990 forscht und lehrt Jürgen Tautz am Biozentrum der Universität Würzburg.

Der neue Communicator-Preisträger erreicht seit Jahren über außerordentlich zahlreiche Vorträge, Artikel in Zeitungen und Zeitschriften und Buchpublikationen sowie über ein eigenes Bienen-Hörbuch und Führungen durch die von ihm geleitete Bienenstation unterschiedlichste Zielgruppen. Sein Sachbuch Phänomen Honigbiene wurde in 17 Sprachen übersetzt. Als besonders originell hob die Jury die 2009 von Tautz entwickelte internetbasierte Lehr- und Lernplattform HOney Bee Online Studies (HOBOS) hervor. Mit Livestreams aus dem Bienenstock oder interaktiven Lehrmaterialien für alle Schulformen vermittelt HOBOS inzwischen weltweit fachübergreifende Forschungserkenntnisse zum Bienenvolk und regt zudem zum Nachforschen an.

Mit dieser vielfältigen und originellen Kommunikationsleistung vermag Jürgen Tautz nach Ansicht der Jury auch, Begeisterung für sein Fach zu wecken aber auch für die Forschung und die wissenschaftliche Arbeit insgesamt. Schließlich gelinge es Tautz, von einem konkreten Forschungsobjekt ausgehend übergeordnete Fragestellungen zu Themen der Biodiversität und Nachhaltigkeit zu entwickeln.

Jürgen Tautz ist der inzwischen 13. Preisträger des Communicator-Preises. Unter den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern waren unter anderem der Mathematiker Günter M. Ziegler, die Sozialforscherin Jutta Allmendinger und die Arbeitsgruppe Glaziologie am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut.

Verliehen wird der Communicator-Preis durch den Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Professor Matthias Kleiner, und den Präsidenten des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Dr. Arend Oetker, am 3. Juli 2012 im Rahmen der DFG-Jahresversammlung in Dortmund. Das Preisgeld stammt vom Stifterverband, in dem sich mehr als 3000 Unternehmen und Privatpersonen für die Förderung der Wissenschaft und deren Austausch mit der Öffentlichkeit engagieren. Darüber hinaus erhält Jürgen Tautz ein Hologramm, das den Communicator-Preis symbolisiert. Das von dem Kölner Künstler Michael Bleyenberg gestaltete Werk soll die Bedeutung der Transparenz in der Wissenschaft sichtbar machen und zeigen, dass es sich lohnt, die Dinge ins rechte Licht zu rücken. Wie das Hologramm entfaltet auch die Wissenschaft nur dann ihre ganze Strahlkraft.

Weitere Informationen

Ausführliche Informationen zum Communicator-Preis und den bisherigen Preisträgern finden sich unter:

www.dfg.de/gefoerderte_projekte/wissenschaftliche_preise/communicator-preis/index.html

Ansprechpartner in der DFG:
Marco Finetti, Leiter des Bereichs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. +49 228 885-2230,
Marco.Finetti@dfg.de

Ansprechpartner beim Stifterverband:
Michael Sonnabend, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Tel. +49 201 8401-181, michael.sonnabend@stifterverband.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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