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Impulse für ländliche Räume in Niedersachsen

21.03.2012 - (idw) Leibniz Universität Hannover

EU-Projekt befasst sich mit der Beurteilung des Engagements in Dörfern Der demografische Wandel hinterlässt seine Spuren auch auf dem Land. Immer mehr Dörfer müssen sich neuen Herausforderungen stellen, um das Leben für die Bewohnerinnen und Bewohner lebenswert zu erhalten. Mit dem Forschungsprojekt Engagement für Umnutzungen als Impulsgeber in ländlichen Räumen greift die Leibniz Universität Hannover dieses Thema auf. Die Europäische Union (EU) fördert das Vorhaben für zwei Jahre über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 100.000 Euro. Dabei kooperieren das Institut für Umweltplanung und das Geodätische Institut mit Gemeinden in Niedersachsen. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Rainer Danielzyk und Prof. Dr.-Ing. Winrich Voß.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Bedeutung von bürgerschaftlichem und unternehmerischem Engagement für die Behebung und Umnutzung von Leerständen und eine nachhaltige Dorfentwicklung. Ziel ist es, Beweggründe und Gestaltungsmöglichkeiten dieses Engagements zu untersuchen und herauszufinden, wie die Bedingungen und die Motivation verbessert werden können.

Da es in den ländlichen Räumen große Unterschiede zwischen den Dörfern, ihren Problemen und ihren Perspektiven gibt, beteiligen sich mehrere Kommunen und eine Region an dem Projekt: Ovelgönne, Eisdorf, Leiferde, Bunde und Weener sowie die Region Hasetal. Während viele Dörfer mit Leerständen und Defiziten in der Infrastruktur zu kämpfen haben, können andere Dörfer weiterhin auf stabile Strukturen bauen.

Besonders in Niedersachsen kommt den ländlichen Räumen eine große Bedeutung als Wohn- und Wirtschaftsraum zu. Daher stellt sich die Frage, welche Faktoren ausschlaggebend sind, um die Funktions- und Tragfähigkeit infrastruktureller Einrichtungen und die Lebensqualität der ländlichen Räume zu bewahren.
Im Zusammenhang mit der Entwicklung der Dörfer fallen immer häufiger Worte wie Kooperation, Vernetzung, Selbstorganisation und Nachhaltigkeit. Häufig wird auch von der Eigenverantwortung und dem Engagement der Bevölkerung gesprochen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befassen sich deshalb auch mit der These, dass das Engagement in strukturschwachen Orten eine größere Rolle spielt als in denen mit stabilen Rahmenbedingungen.

In einem Workshop wurde bereits mit rund 60 Beteiligten über die Themen gesprochen. Beteiligt waren Bürger und Bürgerinnen, Bürgermeister, Ortsvorsteher, Beschäftigte von Stadt- und Kreisverwaltungen, Planer, Regionalmanager, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Dipl.-Ing. Carolin Baumann vom Geodätischen Institut der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 3389 oder per E-Mail unter blaumann@gih.uni-hannover.de gern zur Verfügung. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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