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CFK-Rad mit integriertem Elektromotor im Wettbewerb 365 Orte im Land der Ideen 2012 prämiert

23.03.2012 - (idw) Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

Auch das Rad lässt sich noch einmal neu erfinden. Das zeigt das im Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt entwickelte Kohlenstofffaserverbund CFK)-Rad mit integriertem Elektromotor. Am 23. März wurde das Institut als Preisträger im Wettbewerb 365 Orte im Land der Ideen ausgezeichnet. Eine Jury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern wählte das Rad in der Kategorie Umwelt als einen der Gewinner aus. Das prämierte Rad leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands, so die Standortinitiative Deutschland Land der Ideen und ihr Kooperationspartner Deutsche Bank. Die Auszeichnung zeigt, dass das Fraunhofer LBF ein Institut der Ideen ist. Die Jury erkennt damit an, wie wir Herausforderungen meistern und nachhaltige Lösungen anbieten, freute sich Professor Dr. Holger Hanselka, Institutsleiter des Fraunhofer LBF anlässlich der Preisübergabe. Insbesondere im Zusammenhang mit der Elektromobilität werde Leichtbau zu einer Schlüsseltechnologie in der Automobilentwicklung.

Nach Grußworten des Staatssekretärs im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst Ingmar Jung und des Darmstädter Oberbürgermeisters Jochen Partsch nahmen Dipl.-Ing. Nicole Schweizer und Dipl.-Ing. Andreas Giessl, stellvertretend auch für Dipl.-Ing. Oliver Schwarzhaupt, den Preis von Thomas Eberle von der Deutschen Bank entgegen.

In ihrem anschließenden Fachvortrag erläuterte Schweizer die Entwicklung des Faserverbund-Leichtbaurads mit integriertem Elektromotor.

Um eine Alternative zum Fahrzeugantrieb durch konventionelle Verbrennungsmotoren aufzuzeigen, wurde am Fraunhofer LBF im Rahmen der Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität das Rad aus Faser-Kunststoff-Verbund (FKV) mit integriertem Elektromotor entwickelt und gebaut.
Das Rad leistet einen besonderen Beitrag zur Reduktion des Fahrzeuggewichts und zum Umweltschutz: Eine vergleichbare Fahrleistung wird bei geringerer Antriebsleistung und somit geringeren Schadstoffemissionen erzielt. Nicht zuletzt das hohe Batteriegewicht bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen macht den Leichtbaugedanken unumgänglich. Die Gewichtsreduktion ist zudem wichtig, um möglichst alltagstaugliche Reichweiten im Straßenverkehr zu erzielen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Betriebsfestigkeit. Durch den Einsatz von FKV werden, richtig konstruiert, bei leichterem Gewicht höhere Steifigkeiten, höhere Strukturdämpfungen und eine höhere Schadenstoleranz im Vergleich zu Metall erzielt. Neben der hohen Designfreiheit bildet die Funktionsintegration einen weiteren Vorteil der Leichtbauweise mit FKV.

An die Preisverleihung schloss sich die Finissage der Ausstellung Antrieb Zukunft im Fraunhofer LBF an. Vier Monate lang lud sie zu einer Reise durch Geschichte, Gegenwart und Zukunft der elektrischen Mobilität ein, zeigte auch das prämierte CFK-Rad und lockte über 600 Besucher an das Fraunhofer LBF in Kranichstein.

Über den Wettbewerb 365 Orte im Land der Ideen
Der Wettbewerb 365 Orte im Land der Ideen wird seit 2006 gemeinsam von der Standortinitiative Deutschland Land der Ideen und der Deutschen Bank realisiert. Die Initiative und die Deutsche Bank prämieren jährlich 365 herausragende Projekte und Ideen, die einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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