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Quo vadis, Demokratie?

26.03.2012 - (idw) Universität Mannheim

Wahlprojekt des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung (MZES) der Universität Mannheim ist Teil einer DFG-Ausstellung im Bundestag / Studie zum Wahlverhalten der Deutschen In der Ausstellung Von der Idee zur Erkenntnis präsentiert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) derzeit im Deutschen Bundestag beispielhafte Forschungsprojekte, die im Rahmen der DFG-Einzelförderung unterstützt werden. Als einziges sozialwissenschaftliches Projekt ist die Wahlstudie German Longitudinal Election Study (GLES) mit dabei. Wesentliche Teile der bislang umfassendsten deutschen Wahlstudie werden am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) der Universität Mannheim durchgeführt.

Unter Leitung von Prof. Dr. Hans Rattinger und Prof. Dr. Rüdiger Schmitt-Beck führt das Mannheimer Team Umfragen, Medienanalysen sowie verschiedene Panelstudien also regelmäßige Befragungen derselben Personen durch. Neben der Bundestagswahl 2009 sollen auch die in den Jahren 2013 und 2017 zu erwartenden Bundestagswahlen sowie in regelmäßigen Abständen die Stimmung der Wähler in der Zeit dazwischen genau untersucht werden. In der Wahlforschung gilt dieses Vorgehen als unverzichtbar, um das immer schwerer berechenbare Wahlverhalten der Deutschen wissenschaftlich zu erklären.

Die langfristige Einzelförderung durch die DFG macht es uns möglich, unsere Demokratie kontinuierlich zu analysieren, erläutert Professor Schmitt-Beck, Direktor des MZES. Ein zunehmender Anteil von Wechselwählern, Veränderungen der politischen Kommunikation und neue Bewegungen wie die Piratenpartei machen Wahlen spannender, aber eben auch immer komplexer. Um diese Entwicklungen zu verstehen, benötigen wir mehr und bessere Daten als früher. Die erhobenen Informationen sind anonym und dienen nicht nur den GLES-Forschern: Sie stehen als öffentliches Gut der Allgemeinheit zur Verfügung.

Nicht zuletzt dieser Ansatz sowie das innovative Design der GLES-Studie finden nun in der DFG-Ausstellung im Bundestag Anerkennung. Mit dieser Ausstellung will die DFG einen Beitrag dazu leisten, die Kreativität und das Potenzial der Einzelförderung sichtbarer zu machen, betonte DFG-Präsident Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner in seinem Grußwort zur Eröffnung. Unter dem Titel Quo vadis, Demokratie? soll erlebbar werden, wie die komplexe GLES-Studie entstand, welche Wege die Wissenschaftler auf der Suche nach Erkenntnis beschreiten und welche Perspektiven sich durch ihre Arbeit für Wissenschaft und Gesellschaft eröffnen.

Neben den Mannheimer Komponenten werden weitere wesentliche Teile der GLES-Studie von Prof. Dr. Sigrid Roßteutscher (Universität Frankfurt) und PD Dr. Bernhard Weßels (Wissenschaftszentrum Berlin) geleitet. Die GLES wird außerdem in enger Zusammenarbeit mit GESIS, dem Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, und der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung durchgeführt.

Die Ausstellung der DFG ist noch bis 30. März im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags und anschließend in den Bundesländern zu sehen. Erste Station ist im April das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Ausführliche Informationen zur Ausstellung unter:
http://www.dfg.de/idee_erkenntnis

Weitere Informationen zur GLES:
http://www.mzes.uni-mannheim.de/pro_d.php?n=298
http://www.mzes.uni-mannheim.de/pro_d.php?n=338
http://www.gles.eu

Kontakt:
Prof. Dr. Rüdiger Schmitt-Beck
Direktor des MZES
Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES)
Universität Mannheim
Telefon: +49-621-181-2868
direktor@mzes.uni-mannheim.de
http://www.mzes.uni-mannheim.de

Nikolaus Hollermeier
Direktorat / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES)
Universität Mannheim
Telefon: +49-621-181-2839
nikolaus.hollermeier@mzes.uni-mannheim.de
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