Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 21. Oktober 2019 

Deutsche Studie: Neuer Biomarker ermöglicht Prognose bei Herzschwäche

14.04.2012 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

Vom 11. 14. April 2012 findet in Mannheim die 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) statt Mannheim, Samstag, 14. April 2012 Der neuer Biomarker KIM-1 (Kidney injury molecule-1) soll bei Herzschwäche-Patienten eine Prognose der Sterblichkeit ermöglichen. KIM-1 korreliert mit dem Schweregrad der Herzschwäche (Herzinsuffizienz, HI), hat einen prognostischen Wert bezogen sowohl auf die Gesamtmortalität als auch auf einen kombinierten Endpunkt aus Gesamtmortalität und Wiedereinweisungs-Wahrscheinlichkeit in ein Krankenhaus (Rehospitalisationsrate). Das berichtet Dr. Carsten Jungbauer (Regensburg) auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim.

Patienten mit chronischer HI weisen oft auch eine Dysfunktion der Nieren auf. Dieses kombinierte Auftreten einer kardialen und renalen Funktionsbeeinträchtigung wird auch als kardiorenales Syndrom (CRS) bezeichnet. Trotz der starken Interaktion zwischen Herz und Niere ist jedoch die Pathophysiologie des CRS noch weitgehend unverstanden, so Dr. Jungbauer. Ziel der Studie war, den prognostischen Wert des neuen renalen Biomarkers KIM-1 im Rahmen einer Folgeuntersuchung nach drei Jahren zu belegen. KIM-1 wurde im Urin von 225 Individuen bestimmt, davon 150 Patienten und 75 Herz- und Nierengesunden.

Im Gegensatz zu Kreatinin, das mehr eine Aussage über die glomeruläre Filtration als die tubuläre Sekretion zulässt, spiegelt eine erhöhte KIM-1-Konzentration im Urin eher eine tubuläre Schädigung wieder. Weder Kreatinin noch die Albumin-zu-Kreatinin-Ratio zeigten im vorliegenden Kollektiv eine Korrelation zum Schweregrad der Herzinsuffizienz im Gegensatz zu KIM-1, so Dr. Jungbauer. Die vorliegenden Daten können in die Richtung gedeutet werden, dass bei der chronischen Herzinsuffizienz eine tubuläre einer glomerulären Schädigung vorausgeht. Im Verlauf sollte in größeren Studien der diagnostische als auch prognostische Wert von KIM-1 als Marker des kardiorenalen Syndroms untersucht werden. (Anm.: Mit Hilfe der tubulären Sekretion wird hauptsächlich die schnelle Ausscheidung von körperfremden Stoffen gewährleistet, aber auch gewisser körpereigener Abbauprodukte. Die glomeruläre Filtrationsrate spiegelt die Funktionsfähigkeit der Nieren wider und hat große diagnostische Bedeutung.)

Quelle: Kidney injury molecule-1 (KIM-1): ein neuer renaler Biomarker mit prognostischem Wert bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz ein 3-Jahres-Follow-up: C. Jungbauer, C. Birner, B. Jung, S. Buchner, M. Lubnow, B. Banas, C. Boeger, G. Riegger, A. Luchner

Kontakt:
Pressestelle der DGK
Achenbachstraße 43
40237 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 600692 - 51
Fax: 0211 / 600692 - 10
Prof. Dr. Eckart Fleck (Pressesprecher, Berlin)
E-Mail: fleck@dhzb.de
Christiane Limberg (Pressereferentin, Düsseldorf)
E-Mail: limberg@dgk.org

Während des Kongresses:
Kongress-Pressebüro: 0621 / 4106 5002
B & K Medien- und Kommunikationsberatung: 0049-(0)621-41065005; Büro Berlin 0049-(0)30-700159676

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit knapp 8000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

Weitere Informationen: http://www.dgk.org
uniprotokolle > Nachrichten > Deutsche Studie: Neuer Biomarker ermöglicht Prognose bei Herzschwäche
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/235497/">Deutsche Studie: Neuer Biomarker ermöglicht Prognose bei Herzschwäche </a>