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Wenn das Krankenzimmer zur Oase wird

09.10.2003 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Abteilung für Kinderchirurgie zeigt im Rahmen des SWR UniForums und bis Ende des Jahres die Ausstellung "Moderne Nomaden"


Junge Patientinnen und Patienten der kinderchirurgischen Abteilung wollen mit fantasievollen Bekleidungen den Besucher fremden Kulturen näher bringen. / Foto: Privat. Eine Ausstellung mit dem Titel "Moderne Nomaden" wird am 10. Oktober in der Abteilung für Kinderchirurgie des Universitätsklinikums, Im Neuenheimer Feld 110, von 11 bis 18 Uhr zu sehen sein. Sie gehört zum Programm des dreitägigen SWR UniForums unter dem Leitthema "Globalisierung" und ist darüber hinaus bis Ende des Jahres zu sehen.

Betritt man das Spielzimmer der kinderchirurgischen Abteilung am Heidelberger Universitätsklinikum, hat man nicht mehr das Gefühl in einem Krankenhaus zu sein: Das Zimmer ist liebevoll geschmückt, der Desinfektionsgeruch einem angenehmen Duft frischer Blumen gewichen und überall spielen und lachen Kinder: Eine kleine Oase des Frohsinns. An diesem Ort sollen die kleinen Patienten Kraft tanken. "Kranke Kinder und ihre Eltern sind oft völlig ausgelaugt", so Frau Irena Jarasius, Pädagogin und Leiterin der Einrichtung. Chronisch kranke Kinder sind moderne Nomaden: Selten bleiben sie lange an einem Ort. Sie ziehen mit ihrer Familie von einem Arzt zum anderen, kommen immer wieder ins Krankenhaus in der Hoffnung auf Linderung ihrer Beschwerden

Ausstellung von gebastelten Kulturgegenständen

So entwickelte Frau Jarasius die Idee, eine Ausstellung über Nomaden zu organisieren. Zu den Ausstellungsstücken gehören Objekte, die von den Kindern gebastelt wurden. Ein lebendiges Programm, an dem die Kinder selbst teilnehmen, soll die Gäste, die im Rahmen des UniForums kommen, begeistern: Am Eingang werden sie in einem marokkanischen Zelt begrüßt, in dem verschieden gefüllte Crépes angeboten werden. Das Angebot trägt den Titel "Internationale Verwicklungen mit vegetarischen Füllungen". Alle Flure sind liebevoll dekoriert mit aus Gips hergestellten Kamelen und Büffeln, Bildern, Gedichten und Photocollagen.

"Die Nomaden hatten ein eigenes Verständnis von der Natur und Heilung, das ich den Kindern nahe bringen möchte," sagt Frau Jarasius. Zum Programm gehören neben dem Musizieren mit unterschiedlichen Instrumenten oder dem Bemahlen der Hände mit Henna auch orientalische Tänze und indianische Zöpfchenkunst. Musikalischer Höhepunkt der Veranstaltung ist der Auftritt der Gruppe "Djampa" mit ihrer "Weltenmusik".

Die Ausstellung kann nach dem 10. Oktober noch bis Ende des Jahres ganztätig besucht werden; besonders Kinder sind eingeladen. Geplant ist die Veröffentlichung eines Nomaden-Kochbuchs, an dem die Kinder derzeit arbeiten. Der Erlös aus dem Verkauf des Buches und der Ausstellung fließt in ein Projekt zu Gunsten des chronisch kranken Kindes.

Ansprechpartnerin:
Irena Jarasius: 06221 / 56-5237 (Spielzimmer der Abteilung für Kinderchirurgie)

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
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