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6 Labore, ein Dach: Das FZI House of Living Labs vernetzt Forschung und Entwicklung in Informatik

17.04.2012 - (idw) FZI Forschungszentrum Informatik

Mit dem FZI House of Living Labs (HoLL) definiert das FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe Technologie- und Wissenstransfer in Informatik neu / Bundesweit bislang einmaliges Technologietransferhaus mit sechs themenorientierten Laboren verbindet wissenschaftliche Kompetenzen verschiedener Fachrichtungen mit Forschungs- und Erfahrungswissen aus der Praxis / Für die Erprobung neuer Informatik-Anwendungen stehen neueste IKT-Technologien aus der Einsatzumgebung bereit vernetzt und verbaut in Fahrzeugen, Gebäuden und technischen Geräten / Synergien sollen Forschungs- und Entwicklungsvorsprung bringen; die Einrichtung wird vor allem auch der mittelständischen Wirtschaft zugute kommen Karlsruhe, 17. April 2012 Im neuen FZI House of Living Labs (HoLL), das in zehn Tagen (Freitag, 27. April) in Karlsruhe eröffnet wird, kann man sehen und anfassen, wie aus Erkenntnissen der Informatik Technik für die Zukunft wird. Auf über 2000 Quadratmetern hat das FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe sechs themenorientierte Labore zur Erforschung und Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen zu einem bundesweit bislang einmaligen Technologietransferhaus zusammengeführt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des FZI können hier gemeinsam mit ihren Forschungspartnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft neue Informatik-Anwendungen entwickeln, erproben und bis zur Marktreife führen. Das FZI House of Living Labs unterstützt sie bei ihrer Anwendungsforschung durch modernste technische Ausstattung mit mobilen und stationären Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sowie Fahrzeugen, Geräten und Gebäudetechnik. Diese integrierte Forschungsumgebung ermöglicht es, die neuen Lösungsansätze, in dem Umfeld zu erproben, in dem sie später eingesetzt werden sollen.
Das FZI House of Living Labs verbindet die sechs FZI Living Labs Service Robotics, Industrial Automation, Ambient Assisted Living (AAL), Automotive, Energy Management und mobileIT/SatNav. Neben der spezifischen Anwendungsforschung in den genannten Themenfeldern arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam an den übergreifenden Forschungsschwerpunkten smartMobility, smartEnergy, smartAutomation und smartHome.
Durch die Zusammenführung der Labore unter einem Dach will das FZI Synergien zwischen den wissenschaftlichen Forschungsrichtungen der Informatik aktivieren. Die Vernetzung soll die Problemlösung beschleunigen und an den Schnittstellen Innovationen hervorbringen, die erst durch die disziplin- und branchenübergreifende Forschung und Entwicklung sichtbar werden.
Vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) soll mit dem FZI House of Living Labs die Möglichkeit geboten werden, ihre Ideen und Produkte mit der Wissenschaft zu diskutieren, Lösungen unterstützt durch neuestes universitäres Fachwissen und aktuellste Technologien zu entwickeln und schon vor der Markteinführung im späteren Einsatzumfeld zu erproben. Das FZI schafft für seine Partner so die Möglichkeit, Forschungs- und Entwicklungsvorsprung zu gewinnen.


Das FZI House of Living Labs wird gefördert durch die Europäische Union Europäischer Fond für regionale Entwicklung und durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg. Die Eröffnung findet im Rahmen der Feierlichkeiten zum Landesjubiläum Baden-Württemberg 2012 statt.

Eröffnung am 27. April mit Informatik-Forschung, die begeistert
Eingebettet in ein Festprogramm mit zahlreichen Fachvorträgen von FZI-Forschungspartnern aus Wirtschaft und Politik zeigt das FZI House of Living Labs bei der Eröffnung am 27. April Informatik-Anwendungsforschung, die begeistert: Auf dem Flur begegnet man einem Segway. Das Gefährt ist allerdings ohne Fahrer unterwegs. Es holt ihn gerade ab. In der gemütlichen Seniorenwohnung nebenan steckt in Möbeln, Fernseher, Fußboden und Türrahmen Sensorik und Kommunikationstechnik, die Menschen bei der Lebensführung im Alltag unterstützt. Eine Tür weiter ist ein Pflegedienstzimmer eingerichtet. Dort werden mobile und stationäre Informationslösungen für das Sozial- und Gesundheitswesen erprobt. Im Hof vor dem FZI Living Lab Automotive, einem der sechs unter dem Dach des HoLL zusammengeführten F&E-Labore, parkt ein silberner Audi Q5 ohne Fahrer selbstständig ein. An der Photovoltaikanlage des HoLL wird gerade ein Elektrofahrzeug aufgeladen, weil im Moment kaum andere Verbraucher Strom aus der Energiequelle beziehen. Ein intelligentes Energiemanagementsystem steuert den Vorgang und zeigt ihn auf einem interaktiven Bildschirm an. HoLLiE, die intelligente autonome Roboterdame aus dem FZI Living Lab Service Robotics, begrüßt die Gäste persönlich und bietet Hol- und Bringdienste an. Ihre Nachfolger werden in nicht mehr allzu ferner Zukunft Menschen im Haushalt bei der Ausführung vieler alltäglicher Arbeiten helfen. HoLLiEs Roboterkollege aus dem FZI Living Lab Industrial Automation kann mit neuen Techniken Industrieunternehmen beim Verpacken von Produkten helfen. Hier wird auch am Beispiel von Mehrtanksystemen und einer Abfüllanlage gezeigt, wie in hochvernetzten Anlagen der Prozessautomatisierung ein komplexes Netzwerk von Sensoren, Aktoren und Steuerungen in einer intelligenten und sicheren Produktionssteuerung zusammenarbeitet. Mobile-IT-Lösungen und eine Augmented-Reality-Anwendung kann man im FZI Living Lab mobileIT/SatNav entdecken. Zahlreiche weitere Einblicke in die aktuelle Forschung zeigt das FZI in allen sechs FZI Living Labs, die an der Eröffnung für die geladenen Gäste geöffnet sind. FZI-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter erklären Ihnen ihre Forschung und Entwicklung.

Einladung für die Presse: Das FZI House of Living Labs wird am 27. April mit einer ganztägigen Veranstaltung mit Fachvorträgen und Vorführungen ab 10.00 Uhr und einer Pressekonferenz um 13.30 Uhr eröffnet. Den genauen Programmablauf finden Sie hier:
http://www.house-of-living-labs.de
Wir laden Sie herzlich zur Pressekonferenz ein, bei der Ministerialdirektor Daniel Rousta, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg, anwesend sein wird. Sie können aber auch gerne am gesamten Festprogramm teilnehmen. Bitte melden Sie sich per E-Mail, telefonisch oder über das Internet an. Das elektronische Anmeldeformular finden Sie hier: http://www.fzi.de/index.php/de/component/jforms/13/10114


Weitere Informationen
FZI Forschungszentrum Informatik
Haid-und-Neu-Str. 10-14, 76131 Karlsruhe
Ansprechpartnerin: Johanna Barsch, FZI Corporate Communications and Media
Telefon:+49 721 9654-904
E-Mail: barsch@fzi.de
Internet: http://www.fzi.de


Über das FZI Forschungszentrum Informatik
Das FZI ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg und der ehemaligen Universität Karlsruhe (TH), jetzt Karlsruher Institut für Technologie (KIT), in der Rechtsform einer gemeinnützigen Stiftung bürgerlichen Rechts. Es hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie aus Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojekten und in direktem Auftrag entwickelt das FZI für seine Partner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben sowie Software- und Systemlösungen und setzt diese in innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich zur Zeit am FZI 19 Professoren des KIT, darunter eine Professorin und ein Professor, der in Tübingen lehrt. Sie erforschen in verschiedenen Disziplinen Informatik und ihre Anwendungen. Das FZI ist Innovationspartner des KIT, das aus dem Zusammenschluss der Universität Karlsruhe (TH) mit dem Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) entstanden ist.

Im FZI House of Living Labs ermöglicht das FZI Wissenschaftlern und Partnern aus der Wirtschaft und Gesellschaft, sich über Anwendungsbereiche hinweg auszutausch
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