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UDE auf der Hannover Messe - Energiegeladene Konzepte

18.04.2012 - (idw) Universität Duisburg-Essen

Nachhaltig handeln und umweltgerecht produzieren: Auf der Hannover Messe (23.-27 April) heißt das in einem Wort greentelligence. Auch die Universität Duisburg-Essen (UDE) zeigt bei der weltgrößten Industrieschau Konzepte, die grün und intelligent sind. Es geht vor allem um Energie.

Meereswellen und Windkraft verbindet Jan Peckolt zu einer vielversprechenden Idee: Nemos heißt das Wellenkraftwerk, das der Wissenschaftliche Mitarbeiter am schiffstechnische Entwicklungszentrum DST zur Marktreife führen möchte. Die preisgekrönte Entwicklung funktioniert so: In Offshore-Windparks werden 30 Meter lange Schwimmkörper installiert und zum Boden verspannt. Sie richten sich zum Seegang aus und wandeln bis zu 70 Prozent der Wellenenergie in mechanische Energie um, mit der wiederum ein Generator Strom erzeugt.

Das Center for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE) zeigt in Hannover, wie die Industrie von der Nanotechnologie profitieren kann. Vier Exponate demonstrieren das anschaulich: Highlight und Blickfang ist der Ferrofluid-Brunnen. Ferrofluide werden zum Beispiel in Lautsprechern, in Computerfestplatten oder in der Medizin verwendet. Sie bestehen aus magnetischen Nanopartikeln, die stark auf externe Magnetfelder reagieren. Genau das lässt sich mithilfe des Brunnens nachvollziehen: Bei hohen Feldstärken formen sich die Ferrofluide zu igelartigen Strukturen (siehe Foto).

Ausgestellt sind außerdem HighTech-Batterien, Kompositmaterialien sowie Materialien für Solarzellen mit Silizium-Nanopartikeln, und das in verschiedenen Verarbeitungsstadien. Zudem zeigen die Wissenschaftler, wo all diese Dinge entwickelt werden: im Duisburger NanoEnergieTechnikZentrum (NETZ). Mehr als 100 Wissenschaftler und Industriepartner forschen hier zur regenerativen Energieversorgung. So erhöhen Nanomaterialien in Lithium-Ionen-Batterien zum Beispiel die Speicherdichte um 15 Prozent und senken die Kosten um sieben Prozent.

Mit grüner Technologie beschäftigt sich ebenso das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik ZBT. Das An-Institut der Uni reist mit mehreren Exponaten nach Niedersachsen: Die Forscher zeigen Reformersysteme zur Wasserstofferzeugung, Brennstoffzellen-Stacks und Systemkomponenten. Sie werden in der dezentralen Stromversorgung und bei der Kraft-Wärme-Kopplung gebraucht. Außerdem gibt es eine Premiere: Erstmals stellt das ZBT eine innovative Fertigungslinie zur Herstellung von Mikrobrennstoffzellen vor. Sie ist für Klein- und mittelständische Unternehmen oder Spin Offs interessant und erfüllt die hohen Industriestandards beim Qualitätsmanagement. So lässt sich im Fertigungsprozess jede Komponente individuell gestalten und jeder Schritt rückverfolgen.

Standorte während der Hannovermesse:
Nemos: Stand Innovationsland NRW, Halle 2, Stand C38,
CENIDE: Gemeinschaftsstand Cluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW, Halle 2, Stand A26,
ZBT: Gemeinschaftsstand Cluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW, Halle 2, Stand A26, sowie Gemeinschaftsstand des NRW Umweltministeriums in Halle 27, Stand E60

Hinweis für die Redaktionen:


Ein Foto vom Ferrofluid-Brunnen (Foto: CENIDE) stellen wir Ihnen unter folgendem Link zur Verfügung:
http://www.uni-due.de/imperia/md/images/samples/2010/bilderpressemitteilungen/fe...
Der Brunnen zeigt, wie sich winzige magnetische Ferrofluid-Partikel beeinflussen lassen. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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