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Gästehaus der Universität Heidelberg im Neuenheimer Feld wird erweitert

09.10.2003 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Erster Spatenstich heute mit Rektor, Wissenschaftsminister, Leitendem Baudirektor und Bürgermeister der Stadt Heidelberg - Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff: "Erster Bauabschnitt des Gästehauses mit seinen 83 Wohneinheiten hat sich als zu klein erwiesen"

Das Gästehaus der Universität Heidelberg im Neuenheimer Feld wird erweitert. Den traditionellen "Ersten Spatenstich" auf der Baustelle führten heute Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff, Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg, Leitender Baudirektor Rolf Stroux aus dem Universitätsbauamt Heidelberg und Dr. Eckart Würzner, Bürgermeister der Stadt Heidelberg, aus. "Momente wie dieser zählen zu den Höhepunkten im Leben der Ruprecht-Karls-Universität. Geben sie ihr doch Gelegenheit, Strategie und Profil der Universität herauszustreichen, ihren Förderern zu danken, ihre Leistungskraft zu demonstrieren", sagte Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff in seinem Grußwort. "Und vielleicht reicht die Zeit ja auch noch für eine Bitte."

"Strategische Leitsterne der Ruperto Carola, der klassischen Volluniversität, sind Interdisziplinarität und Internationalität, sie prägen ihr Profil im Ganzen und in den Einzeldisziplinen von der Archäologie bis zur Zahnmedizin maßgeblich mit. Wie erfolgreich die Ruperto Carola darin ist, internationale Beziehungen in Forschung, Lehre und Universitätsleitung zu knüpfen, auszufüllen und kraftvoll am Leben zu halten, zeigt (leider und überaus erfreulich zugleich) die Tatsache, dass sich der erste Bauabschnitt des Gästehauses mit seinen 83 Wohneinheiten als zu klein erwiesen hat. Das hätte sich mein verehrter Amtsvorgänger Peter Ulmer gewiss nicht träumen lassen, als er 1997 zum Ende seiner Amtszeit den ersten Bauabschnitt des Gästehauses einweihte."

Hommelhoff: "Das Heidelberger Gästehaus im Neuenheimer Feld ist ungemein beliebt und trägt wesentlich zur Attraktivität Heidelbergs für ausländische Gastwissenschaftler bei. Ein weiterer dicker Pluspunkt ist die Betreuung der Gastfamilien durch Frau Dr. Thiekötter und die Damen vom Pfif-Kreis. Betreuung und Begegnung sollen auch künftig möglichst aus den Einrichtungen des ersten Bauabschnitts heraus zugleich für den zweiten Bauabschnitt geleistet werden. Das Begegnungszentrum wird uns seine Leistungsfähigkeit anschließend unmittelbar vor Augen führen können."

Zusätzliche Mittel des Landes seien, so Hommelhoff, für den zweiten Bauabschnitt nicht erforderlich. "Der Finanzminister stellt uns jedoch, was höchst dankbar zu vermerken ist, den anteiligen Verkaufserlös des Schlierbacher Gästehauses zur Verfügung." Im übrigen werde der zweite Bauabschnitt aus Mitteln finanziert, die das Stiftungsvermögen der Universität bereitstellt, sowie aus Verkäufen an ihre Förderer und an universitäre Nutzer. "Zu den Förderern zählen in erster Linie Ehrensenatoren und Ehrenbürger; sie begrüße ich in unserer Runde herzlich und darf stellvertretend für diesen Kreis Herrn Ehrensenator Lautenschläger herzlich danken. Auch an dieser Stelle hat er sich erneut ungemein großzügig engagiert."

Vergleichbar engagiert habe sich auch das Universitätsklinikum Heidelberg; mit ihm stehe die Universität gerade in Bauangelegenheiten in engem Schulterschluss. - "Übrigens: es können noch Appartements erworben werden. Das könnte vielleicht für den ein oder anderen unter Ihnen interessant sein, vielleicht für unseren guten Nachbarn DKFZ", so Hommelhoff.

Der schöne Moment des Spatenstiches für den zweiten Bauabschnitt des Gästehauses dürfe freilich nicht über eine andere Lücke hinwegtäuschen, die sich erneut schmerzlich aufgetan hat: die Unterbringung der ausländischen Studierenden. "Zwar sind bis zur Mitte des vergangenen Jahrzehnts insbesondere mit den sieben Europahäusern große Anstrengungen unternommen worden. Aber damals hatten wir eine Ausländerquote von unter 15%; heute beträgt sie deutlich über 20%, sie ist also um fast 50% angestiegen. Im Interesse der internationalen Attraktivität muss hier sehr bald etwas in Heidelberg geschehen; dazu müssen wir in der Finanzierung neue Wege gehen. Der Frau Oberbürgermeisterin habe ich schon die Frage vorlegen können, ob sich nicht auch die städtischen Wohnungsbaugenossenschaften den Bau von Studentenwohnheimen zum Ziel setzen könnten. Ich weiß: die Mobilisierung genossenschaftlichen Grundvermögens ist schwierig. Aber bewegen müssen wir uns in diesen klammen Zeiten alle. Deshalb meine Bitte an die gesamte Stadtspitze, mit der Universität hierüber die Gespräche recht bald aufzunehmen." Hommelhoff: "Nun aber schleunigst zurück zum glücklichen Moment des Neuanfangs."

Das Konzept

Im direkten Anschluss an den ersten Bauabschnitt entsteht ein ergänzender Baukörper, der Raum für 62 weitere 1-, 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen sowie drei Gewerbeeinheiten bietet. In Fortführung der bisherigen städtebaulichen Konzeption soll durch Ansiedlung weiterer Gewerbeeinheiten die Infrastruktur des Neuenheimer Feldes zusätzlich verbessert werden. Gleichzeitig soll die Erstellung eines Parkdecks mit Parkmöglichkeiten auf zwei Ebenen die Stellplatzsituation des Gästehauses entspannen.

Ein Teil der Wohnungen für Gastwissenschaftler wird vom Universitätsklinikum erworben, wo ebenfalls dringender Unterbringungsbedarf besteht. Die Heidelberger Architekten Hübner und Erhard realisieren das Projekt. Bauherr und Eigentümer der Erweiterung des Gästehauses nebst Parkdeck ist die UStF - Unterländer Studienfonds GmbH, eine hundertprozentige Tochter der universitätsnahen und -fördernden öffentlich-rechtlichen Stiftung des Unterländer Studienfonds. Fachtechnische Unterstützung und Beratung leistet das Universitätsbauamt Heidelberg. Das Baugrundstück wird wie beim ersten Bauabschnitt erneut vom Land Baden-Württemberg im Wege der Erbpacht zur Verfügung gestellt.

Die Finanzierung der Gästehauserweiterung gründet auf mehreren Pfeilern. Die Universität wird ihr zweites Gästehaus in Schlierbach an der Unteren Rombach aufgeben, da das Haus nur mit hohem Sanierungsaufwand für heutige Ansprüche hergerichtet werden kann. Die Lage ist zwar idyllisch, aber für Forscher, die vorzugsweise im Neuenheimer Feld arbeiten, unpraktisch. Das Land wird das Gebäude veräußern und den hälftigen Verkaufserlös der Universität für den Neubau zur Verfügung stellen. Weitere Mittel kommen von der VolkswagenStiftung sowie von universitätsnahen Stiftungen und dem Körperschaftsvermögen.

Rückfragen bitte an:

Jochen Ridinger
Geschäftsführer UStF GmbH
Tel. 06221 542160, Fax 543666
ridinger@zuv.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
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