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Universitätsmedizin d. Johannes Gutenberg-Univ. Mainz wirbt Alexander von Humboldt-Professur ein

19.04.2012 - (idw) Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Höchstdotierter internationaler Preis für Forschung in Deutschland geht an Blutgerinnungsforscher Prof. Dr. Wolfram Ruf (USA)

Der Universitätsmedizin Mainz ist es gelungen, eine mit fünf Millionen Euro dotierte Alexander von Humboldt-Professur einzuwerben. Der Antrag, den in den USA forschenden Blutgerinnungsforscher (Hämostaseologen) Prof. Dr. Wolfram Ruf an das Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) zu berufen, erhielt den Zuschlag. Dies haben die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) heute bekannt gegeben. Mit der vom BMBF finanzierten Alexander von Humboldt-Professur zeichnet die AvH international ausgewiesene Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aller Fachgebiete aus dem Ausland aus, die in Deutschland auf einen Lehrstuhl berufbar sind. Sie sollen zukunftsweisende Forschung an deutschen Hochschulen betreiben.

Ich freue mich sehr, dass durch die Alexander von Humboldt-Professur ein international renommierter Wissenschaftler wie Prof. Ruf nach Mainz berufen werden kann, der mit seiner Forschungsarbeit sicher wichtige Impulse für den Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz und dessen internationale Wettbewerbsfähigkeit setzen wird, sagt Wissenschaftsministerin Doris Ahnen und fügt hinzu: Das macht auch mich ein bisschen stolz. Denn die Auszeichnung belegt auch, dass das Land mit der gezielten Förderung der Herz-Kreislauf-Forschung im Rahmen der Forschungsinitiative und durch die Finanzierung des CTH richtige Akzente gesetzt hat.

Die Bewilligung einer der renommierten und hoch dotierten Alexander von Humboldt-Professuren ist ein herausragender Erfolg für unsere Universität, erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch. Mit Professor Ruf gewinnen wir für unser Centrum für Thrombose und Hämostase einen exzellenten und international ausgewiesenen Forscher, dessen wissenschaftliche Expertise unseren Forschungsschwerpunkt Vaskuläre Prävention und dessen beeindruckende Entwicklung der letzten Jahre weiter stärkt. So ist der Erfolg in dem ausgesprochen harten Wettbewerb um diesen internationalen Forschungspreis Deutschlands auch eine Bestätigung des attraktiven wissenschaftlichen Umfelds und der Perspektive, die wir diesem hoch qualifizierten Wissenschaftler an unserer Universität bieten können.

Wolfram Ruf zählt definitiv zu den innovativsten Forscherpersönlichkeiten auf dem Gebiet der krankhaft veränderten und normalen Blutgerinnung. Hochkarätige Spitzenforscher wie Prof. Ruf stärken die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandorts Mainz nachhaltig, ist der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, überzeugt. Mit dieser Berufung geht auch der dynamische Ausbau des Forschungsschwerpunkts Vaskuläre Prävention der Universitätsmedizin einher, ergänzt Univ.-Prof. Dr. Guido Adler, Medizinischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin. Darüber hinaus bestehen enge inhaltliche Verbindungen mit dem Forschungszentrum Immunologie.

Von der Alexander von Humboldt-Professur wird die biochemische und zellbiologisch orientierte Grundlagenforschung am CTH nach Überzeugung des wissenschaftlichen CTH-Direktors, Univ.- Prof. Dr. Ulrich Walter, in hohem Maße profitieren. Das CTH erhofft sich wichtige neue Erkenntnisse gerade in den Fragestellungen, die den Gebieten der Blutgerinnung (Hämostase), Immunologie (Entzündung) und Krebsforschung gemeinsam sind. Ein interdisziplinärer Ansatz, der perfekt zu den Strukturen und Forschungsprojekten des CTH passt. An den Schnittstellen dieser großen Erkrankungsthemen besteht großes Forschungs- und Entwicklungspotential, so Prof. Walter.

Bahnbrechende Forschungserkenntnisse gewann Prof. Ruf auf dem Feld der Wirkmechanismen der Blutgerinnung: Er fand heraus wie das Protein Thromboplastin (engl. Tissue factor) und der nachgeschaltete Blutgerinnungsfaktor VII wirken. Daraus ließ sich ein Therapieansatz entwickeln. Darüber hinaus konnte Prof. Ruf zeigen, dass diese Gerinnungsfaktoren und das ganze Hämostasesystem weiterreichende Auswirkungen auf Krebserkrankungen haben und ein verstärktes Tumorwachstum begünstigen können. Ruf wies zudem nach, dass sich diese durch den Tissue factor ausgelösten Zellvorgänge beeinflussen lassen ohne negative Folgen für die Blutgerinnung.

Prof. Ruf, geb. 1958, arbeitet derzeit am The Scripps Research Institute in La Jolla, Kalifornien, USA. Er ist dort seit 1988 Mitarbeiter der Abteilung für Immunologie und mikrobielle Wissenschaft seit 2005 im Status eines Full Professors.

Bis zum 14. Mai 2012 muss sich der Wahlamerikaner nun entscheiden, ob er die Professur annimmt und nach Mainz ans CTH wechselt.

Über das CTH
Das Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) wird als Modellzentrum zur verbesserten Integration von Ausbildung, Forschung und Patientenversorgung unter einem translationalen Fokus vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des nationalen Programms Integrierte Forschungs- und Behandlungszentren (IFB) sowie vom Land Rheinland-Pfalz gefördert. Im CTH-Konzept wird die Schnittstelle zwischen Patientenbehandlung und Forschung neu definiert und so die Voraussetzung für Innovationen in der Gesundheitsversorgung geschaffen. Die Umsetzung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung und umgekehrt ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Umgekehrt sollen klinische Beobachtungen als Anregung und Rückkoppelung direkt in die Grundlagenforschung einfließen. Weitere Information im Internet http://www.cth-mainz.de

Pressekontakt
Dr. Renée Dillinger-Reiter, Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7424, Fax 06131 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter http://www.unimedizin-mainz.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });


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