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Zurück von der Transsib

10.10.2003 - (idw) Fachhochschule Erfurt

Von einer 10-tägigen Sibirienreise ist eine Delegation des Fachbereichs Verkehrs- und Transportwesen der FH Erfurt zurückgekehrt. Die 14 Studierenden und ihre Professoren Dr.-Ing. Thomas Berndt (Exkursionsleitung) und Dr.-Ing. Elmar Pfannerstill waren Mitte September in Moskau, Omsk und Novosibirsk. Die Erfurter folgten einer Einladung der Staatlichen Eisenbahn-Universität Omsk, zu der Professor Berndt über langjährige Kontakte verfügt. Beide Hochschulen hatten im Februar 2002 in Erfurt ein Kooperationsabkommen geschlossen.
Die Reise begann zur kulturellen Einstimmung mit einem mehrtägigen Zwischenstopp in Moskau. Neben der Besichtigung bekannter Sehenswürdigkeiten wie dem Kreml wurde von den angehenden Verkehrsingenieuren insbesondere die berühmte Moskau-er Metro ausgiebig "erfahren": die Züge verkehren in Spitzenzeiten im 90sec - Takt und befördern täglich 9 Millionen Passagiere.
Ein dreistündiger Nachtflug brachte die Erfurter nach Omsk. Die dortige Eisenbahn-Universität ist eines der "Kompetenzzentren" der Westsibirischen Eisenbahn, was in zahlreichen Laboren verdeutlicht wurde: das Spektrum reicht von modernen Computer-Kabinetten über robuste elektromechanische Steuerungen bis zu Prüfeinrichtungen des "Rad-Schiene-Systems". Während die Professoren mit der Hochschulleitung über den Ausbau der weiteren Zusammenarbeit sprachen, mussten die Studierenden den russischen Kommilitonen im Deutsch-Seminar Rede und Antwort stehen. Die Konversation verlief so erfolgreich, dass sogleich ein gemeinsamer abendlicher Discobesuch vereinbart wurde...
Nicht mit einem klassischen, in der DDR gebauten Schlafwagenzug, sondern im modernen Elektrotriebwagen ging es auf der Transsibirischen Eisenbahn weiter nach Novosibirsk. Bei einem Video-Unterhaltungsprogramm an Bord benötigten die Reisenden für die 630 km rund sieben Stunden. In Novosibirsk gab es ein konzentriertes Fachprogramm: Besichtigung der Metro und ihrer Leitzentrale, einer Ausstellung neuer und alter Lokomotiven sowie des Ausbesserungswerkes für Reisezugwagen. Letzteres beeindruckte mit Marmorverkleidung an den Wänden der Werkshallen, Ersatzteile werden wegen fehlendem Nachschub aus dem ehemaligen RGW-Wirtschaftsraum von Hand nachgebaut.
Die erlebnisreiche Exkursion fand mit dem Rückflug von Novosibirsk über Moskau ihren Abschluss. Die Erfurter Reisegruppe bedankte sich bei ihren Omsker Gastgebern, insbesondere bei Frau Serkova und Herrn Vassenko, deren Einsatz sie bei dem Bemühen, die immer noch starre russische Administration zu überwinden, schätzen lernte.

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