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Großes Interesse an berufsbegleitenden Studiengängen der Fachhochschule Kaiserslautern

27.04.2012 - (idw) Fachhochschule Kaiserslautern

Seit dem Sommersemester 2012 bietet die Fachhochschule Kaiserslautern in Kooperation mit der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) erstmals drei berufsbegleitende Bacherlorstudiengänge an, die zum Studienabschluss Bachelor of Engineering (B.Eng.) führen. Zum ersten Semester haben sich 65 Studierende eingeschrieben.

Die im Fachbereich Angewandte Ingenieurwissenschaften AIng angesiedelten Studiengänge Automatisierungstechnik, Industrial Engineering und Prozessingenieurwesen bieten Interessierten mit einer abgeschlossenen qualifizierten Berufsausbildung die Möglichkeit, Beruf und Studium miteinander zu verbinden, da die Lehrveranstaltungen im zweiwöchigen Turnus freitags nachmittags und samstags stattfinden. Studierende haben nicht nur keine finanziellen Nachteile, sondern das Studium ermöglicht ihnen Theorie und Praxis auf ideale Weise miteinander zu verbinden: Projekte, die im beruflichen Umfeld durchgeführt werden, können für das Studium anerkannt werden. Durch die Nutzung von neuen Lern- und Lehrplattformen können Studierende von zu Hause aus, neben der Arbeitszeit die vermittelten Studieninhalte vertiefen und verfestigen.
Der Bedarf für ein solches Angebot scheint groß, denn auf Anhieb haben 65 Studierende für die neuen drei Studiengänge eingeschrieben, was die Erwartungen des Fachbereichs Angewandte Ingenieurwissenschaften übertroffen hat. Dabei entfallen 23 Einschreibungen auf den Studiengang Automatisierungstechnik, 15 auf Industrial Engineering und 27 Interessierte haben ein Studium im Studiengang Prozessingenieurwesen aufgenommen.

Die Altersverteilung der Studierenden liegt zwischen 20 und 49 Jahren. Die Jüngsten haben gerade erst Ihre Ausbildung abgeschlossen. Ältere Studierende können dagegen auf viele Berufsjahre mit der entsprechenden Berufserfahrung zurückgreifen. Auch die Art der Hochschulzugangsberechtigung ist heterogen. Einige Studierende bringen eine allgemeine Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife mit. Andere haben bereits einen Meister- bzw. Techniker-Abschluss in der Tasche. Besonders hoch ist jedoch der Anteil an Studierenden, die über den sogenannten dritten Bildungsweg den Weg zum berufsbegleitenden Studium gefunden haben. Durch Nachweis einer abgeschlossenen, qualifizierten Berufsausbildung und einer mindestens zweijährigen Berufspraxis im einschlägigen erlernten Beruf haben auch engagierte und motivierte Facharbeiter die Möglichkeit eines Studiums.
Um allen Studienanfängern eine möglichst einheitliche Ausgangsbasis zu verschaffen und Unterschiede zu nivellieren, bot die Fachhochschule Kaiserslautern in Vorbereitung auf die berufsbegleitenden Bachelor-Studiengänge einen berufsbegleitenden Mathe-Vorkurs an. Während fünf Präsenzterminen an Samstagen konnten sich die Studierenden auf die Anforderungen, die im Bereich der Mathematik gestellt werden, vorbereiten. Während gesonderter Online-Sprechstunden am Abend hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, von zu Hause aus Fragen zu stellen. Dieses Angebot zur Vorbereitung auf das Studium wurde von nahezu allen Studierenden genutzt. Ein zu Beginn geschriebener Eingangstest zeigte die bestehenden Wissenslücken und schwächen auf, an denen während der folgenden sechs Wochen individuell angeknüpft werden konnte. Der Erfolg dieses Kurses spiegelte sich im durchweg guten Ergebnis eines Abschlusstests wider.

Die Fachhochschule Kaiserslautern kooperiert bei den berufsbegleitenden Studiengängen mit der Zentralstelle für Fernstudiengänge an Fachhochschulen ZFH, Koblenz, die für die organisatorische Abwicklung, wie Versand der Lehrmaterialien, Abwicklung der Lehraufträge, Bildungsfreistellung oder Marketing zuständig ist.

Kurzinfo zu den berufsbegleitenden Bachelor-Studiengängen

Der Studiengang Automatisierungstechnik beschäftigt sich mit der Automatisierung industrieller Prozesse und Anlagen als Gesamtsystem. Nach einer grundständigen Ausbildung in Elektrotechnik spezialisieren sich die Studierenden in den Bereichen Regelungstechnik, Antriebstechnik, Kommunikationstechnik und anderen. Sie werden für die Weiterentwicklung bewährter Methoden, Verfahren und Technologien bei der Entwicklung und Projektierung elektro- und informationstechnischer Produkte und Systeme ausgebildet.

Der Studiengang Industrial Engineering richtet sich an Ingenieure betriebswirtschaftlicher Ausprägung. Klassische Fächer wie Technisches Management stehen ebenso auf dem Vorlesungsplan wie die Unternehmensberatung. Den Kern des Studiengangs bilden aber die Ingenieurswissenschaften, wie etwa die Verfahrenstechnik, die Werkstoffkunde, die Thermodynamik oder die Fertigungstechnik.

Das Prozessingenieurwesen betrachtet die gesamte Prozesskette vom Konzept über die Inbetriebnahme bis zum Betrieb von Maschinen und Anlagen. Dabei wird in der Ausbildung der Studierenden der Schwerpunkt auf die technische, wirtschaftliche und organisatorische Vorbereitung, Durchführung und Optimierung bei Herstellungsprozessen gelegt. Durch die Vermittlung betriebswirtschaftlicher Aspekte wird der Studiengang abgerundet.


Ansprechpartnerin: Heike Schüler ++ Tel. (0631) 3724-2182 ++ Mail: heike.schueler@fh-kl.de jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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