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Witten sucht den Supersolisten

16.05.2012 - (idw) Universität Witten/Herdecke

Helge Antoni und Amadeus Templeton unterrichten hochbegabte Solisten im Fach Kommunikationskompetenz für Musiker und bereiten sie auf den Tonali Grand Prix vor Der 2009 von den beiden Cellisten Amadeus Templeton und Boris Matchin gegründete Tonali Grand Prix hat sich mittlerweile als der nationale Wettbewerb für den hochbegabten Musikernachwuchs etabliert. Im Jahr 2012 werden die zwölf Finalisten an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) von zwei ausgemachten Experten auf die Motto-Prüfung innerhalb des Wettbewerbs vorbereitet.

Der von Musikern für Musiker organisierte Wettbewerb versteht sich als Sprungbrett für junge Instrumentalisten, die eine solistische Karriere anstreben. Er bietet abwechselnd Geigern, Cellisten und Pianisten einen anspruchsvollen und zumeist ersten Auftritt vor einer internationalen Fachjury und einem großem Konzertpublikum.

Der Tonali Grand Prix besteht aus einem Instrumental-, einem Kompositions- und einem Publikumswettbewerb. Der gemeinnützige und privat finanzierte Grand Prix wendet sich damit gezielt an Solisten von morgen, motiviert junge Komponisten, für junge Interpreten zu schreiben und baut durch zahlreiche Interaktionen mögliche Schwellenängste bei Jugendlichen ab, die für eine moderne Form klassischer Musik begeistert werden.

Im Seminar Kommunikationskompetenz für Musiker erhalten die Nachwuchsmusiker dank der Kooperation zwischen dem Tonali Grand Prix und der Fakultät für Kulturreflexion der UW/H die Gelegenheit, ihre künstlerischen Fähigkeiten insbesondere hinsichtlich Bühnenpräsenz, Kommunikation und Konzertmoderation zu verbessern. Unterstützt werden sie hierbei von zwei erfahrenen und erfolgreichen Insidern der Musikszene: dem Pianisten und Konzert-Coach Helge Antoni (Paris, Witten) und dem Cellisten und Kulturmanager Amadeus Templeton (Hamburg). Die Nachwuchsmusiker werden sowohl individuell als auch in der Gruppe betreut und im konkreten Umgang mit einem Publikum geschult. Ziel der Zusatzausbildung ist es, die eigene Künstlerpersönlichkeit durch die Aneignung von kommunikativen Fähigkeiten stärker zum Ausdruck zu bringen.

Die Motto-Prüfung, die für die Finalisten Bestandteil der dreigliedrigen Vorrunde ist, steht unter dem Aspekt der aktiven Musikvermittlung. Die Fähigkeit, heutzutage als Musiker mit solistischen Ambitionen aktive Musikvermittlung betreiben zu können, ist angesichts eines nachlassenden Interesses von Jugendlichen an klassischer Musik von hervorgehobener Bedeutung, erläutert Amadeus Templeton. Der Musiker kann nicht mehr voraussetzen, dass sein Publikum einen musikalischen Bildungshorizont hat. Er muss sich vielmehr selber darum kümmern, seine Musik zu vermitteln. Die direkte Interaktion mit dem Publikum ist ein Schlüssel, neues Interesse für eine alte, aber immer noch sehr lebendige Musiktradition zu wecken.

Ein Schwerpunkt des Seminars wird, wie bereits 2010 und 2011, wieder das praxisbezogene Lernen sein. Dabei werden die Teilnehmer, die zwischen 16 und 21 Jahren alt sind, sich nicht nur unter professioneller Anleitung gegenseitig reflektieren und mit wertvollen Tipps versorgen, sondern es werden auch wieder Konzerte in sozialen Einrichtungen und Krankenhäusern organisiert. Ein großes Abschlusskonzert krönt dann das dreitägige Seminar.

Unterstützt wird der Wettbewerb von weltberühmten Künstlern wie Lisa Batiashvili, Heinrich Schiff, Lars Vogt, Paavo Järvi und Mischa Maisky. Die Kooperation zwischen Tonali Grand Prix und UW/H wird ermöglicht durch das Preisgeld der Stiftung Mercator, welches die Uni für ihre innovativen Lehrmethoden und neuen Fortbildungskonzepte verliehen bekommen hat.

Fotos von den Dozenten finden Sie auf der Seite: https://www.uni-wh.de/universitaet/presse/presse-details/artikel/witten-sucht-de...

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.450 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

Weitere Informationen: http://www.tonali.de http://www.kommunikationskompetenz.net http://www.helgeantoni.com http://www.amadeus-templeton.com
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