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Sicherheit von Nano-Produkten für Mensch und Umwelt

16.05.2012 - (idw) Hohenstein Institute

TechnoTox - ein Projekt zur Risikoabschätzung von Nano-Materialien BÖNNIGHEIM (ha/mdi) Mit Nano-Teilchen (gr. nanos = Zwerg) entstehen heutzutage faszinierende Produkte mit ganz neuen Funktionalitäten. Dazu gehören z. B. Textilien, von denen Schmutz einfach abperlt oder die antibakteriell wirken. Doch wie bei jeder neuen Technologie muss auch diese sicher in der Anwendung sein. Hersteller und Anwender solcher High-Tech-Produkte sind daher gleichermaßen daran interessiert, dass die Nano-Partikel für Mensch und Umwelt unschädlich sind und das über den gesamten Lebenszyklus.
Um eine exemplarische Risikoabschätzung textiler Nano-Produkte durchführen zu können, wurde im Dezember 2010 das Forschungsprojekt TechnoTox gestartet. Das vom Land Baden-Württemberg auf Initiative der AFBW e.V. (Allianz Faserbasierte Werkstoffe Baden-Württemberg) geförderte Projekt beschäftigt sich ausführlich mit Fragen der Nanotoxikologie von Textilien.

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) veröffentlichte 2011 zum Einsatz von Nano-Materialien folgende Feststellung: Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dahin gehend, dass Nano-Materialien wie sie heute hergestellt und verwendet werden zu Schädigungen von Umwelt und Gesundheit führen.

Da jedoch zukünftig ein steigender Verbrauch von nanofunktionalisierten Textilien erwartet wird, und möglicherweise neue Nano-Materialien zum Einsatz kommen, die in den bisherigen Risikountersuchungen noch nicht berücksichtigt wurden, besteht weiterhin ein Bedarf an aussagekräftigen Prüfmethoden bezüglich der Wirkung der Nano-Materialen und deren toxikologischen Eigenschaften.

Im Rahmen des Projektes TechnoTox wird untersucht, ob nano-funktionalisierte Textilien sicher für Mensch und Umwelt sind. Es werden Daten zum Verhalten, Verbleib und zur biologischen Wirkung nano-funktionalisierter faserbasierter Werkstoffe in Abhängigkeit von
Umgebungsbedingungen erarbeitet und eine exemplarische Risikoabschätzung
durchgeführt. Im Verlauf des Vorhabens werden zudem Methoden entwickelt, die den Nachweis und die Charakterisierung von Nano-Partikeln sowie die Beurteilung ihres human- und ökotoxikologischen Gefährdungspotenzials in relevanten Umweltmedien ermöglichen.
Das Projekt wird in enger Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie durchgeführt. Projektpartner sind hier das Institut für Textil und Verfahrenstechnik Denkendorf (ITV), das Hohenstein Institut für Textilinnovation sowie mehrere Industrieunternehmen.
Alle Teilnehmer wollen durch die Projektteilnahme ihre eigenen Entwicklungen zu nanotechnologisch modifizierten Textilien vorantreiben und durch eine begleitende und ergänzende Prüfmethodik risikotechnisch absichern.

Die Einbindung von Wirtschaftsunternehmen verfolgt dabei einen interdisziplinären Ansatz. Dieser wird am Beispiel der textilen Kette baden-württembergischer Unternehmen durchgeführt.
Das in diesem Vorhaben verfolgte Konzept zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der innovativen Unternehmen auszubauen, welche Nano-Produkte herstellen und Nano-Materialien beziehungsweise nanotechnologisch funktionalisierte Materialien
verarbeiten, sowie die verantwortungsbewusste Nutzung der Nanotechnologie zu unterstützen.

Für das Projektziel wird ein komplementärer Lösungsansatz gewählt, in dem physikalische Materialuntersuchungen zur Exposition.direkt an wirkungsbezogene biologische Untersuchungen gekoppelt werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden zusammengeführt und auf die Übereinstimmung von Effekten (z.B. der Wirkkonzentration) hin bewertet.
Die Ermittlung von Partikeleigenschaften und -wirkungen an realen Produkten ermöglicht eine umfassende Gefährdungs- und Risikoabschätzung für nanotechnologisch funktionalisierte Faserbasierte Werkstoffe in Verbrauchsprodukten. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

Weitere Informationen: http://www.hohenstein.de/de/inline/pressrelease_16832.xhtml?excludeId=16832
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