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Damit sie gar nicht erst anfangen

11.10.2003 - (idw) Klaus Tschira Stiftung gGmbH

Klaus Tschira Stiftung unterstützt Thoraxklinik Heidelberg bei Nichtraucher-Kampagne für Schüler - Multimediale Information direkt aus der Klinik - Veranstaltungen in Villa Bosch ab 15.10.03


Dr. med. Heinrich D. Becker, Thoraxklinik Heidelberg, läßt Schülerinnen und Schüler die Spiegelung einer Raucherlunge miterleben.
Volle Konzentration bei den Schülerinnen und Schülern während der Live-Übertragung einer Lungenspiegelung Dass Zigarettenrauchen der Gesundheit schadet, weiß angeblich jeder. Dennoch raucht in Deutschland fast jeder zweite 16jährige - viele bleiben ihr Leben lang tabakabhängig. Vielleicht könnten Schülerinnen und Schüler vor dieser Sucht bewahrt werden, wenn sie rechtzeitig die Teerlunge eines Rauchers live gesehen oder persönlich mit Lungenkrebskranken über deren Schicksal gesprochen hätten. Diese Überlegung hat Prof. Dr. Peter Drings, der Ärztliche Direktor der Thoraxklinik Heidelberg, in die Tat umgesetzt. Seit drei Jahren lädt die größte Lungenfachklinik Deutschlands einmal pro Woche Schulklassen ein, vor Ort mit Ärzten und Betroffenen zu sprechen und die Endoskopie (Spiegelung) einer Raucherlunge per Übertragung aus dem Behandlungsraum mitzuerleben. Mehr als 10 000 Schülerinnen und Schüler haben bisher an dem Programm teilgenommen. Erste Ergebnisse einer wissenschaftlichen Begleituntersuchung belegen, dass die Schülerinnen und Schüler aus den Veranstaltungen nachhaltige Eindrücke mit nach Hause nehmen. Die Warteliste der Anmeldungen reicht weit bis ins nächste Jahr. Auf ihr stehen auch Erwachsene wie Pädagogen, Lehramtsstudenten und Ausbilder.

Damit noch mehr Menschen die Möglichkeit erhalten, sich "hautnah" zu informieren, hat die Klaus Tschira Stiftung die Thoraxklinik Heidelberg jetzt mit modernsten technischen Möglichkeiten ausgestattet. Die Klinik erhielt ein komplexes System zur Sprach-, Video- und integrierten Datenübertragung. Die Hightech-Anlage ermöglicht es, die Endoskopien und andere Ereignisse aus der Klinik an andere Orte mit geeigneter technischer Ausstattung zu übertragen, z.B. in einen Konferenzraum in einer anderen Stadt. Ebenso können die Veranstaltungen über das Internet live weltweit übertragen werden. Ferner werden demnächst Bildübertragungen aus dem Operationssaal möglich sein, die den Zuschauern noch deutlicher die Folgen des Rauchens zeigen können. Mit dieser technischen Ausstattung wird die Thoraxklinik ihr Förderprogramm zum Nichtrauchen zu einem Veranstaltungskonzept weiterentwickeln, das von anderen Kliniken übernommen werden kann. Hierdurch könnte die Reichweite des Programms entscheidend vergrößert werden.

Erster externer Übertragungsort des Programms zur Förderung des Nichtrauchens bei Schülern ist das Studio der Villa Bosch in Heidelberg. Am 15.10.2003, 9.45 Uhr sind hier Lehrer zu Gast, die als Suchtbeauftragte an Schulen im Landkreis Karlsruhe tätig sind. Sie werden die Live-Übertragung einer Schülerveranstaltung aus der Thoraxklinik verfolgen. Zu diesem Termin sind Journalisten ebenfalls herzlich eingeladen. Weitere Veranstaltungen im Studio der Villa Bosch sind geplant. Gruppen, die daran teilnehmen möchten, können sich bei der Klaus Tschira Stiftung anmelden.

Die Veranstaltungen finden jeweils an einem Mittwochvormittag statt und haben folgenden Ablauf:
09.45 - 10.00 Uhr Begrüßung durch einen Experten der Thoraxklinik
10.00 - 10.45 Uhr Vortrag: Risiken des Tabakrauchens
Pause
11.15 - 11.45 Uhr Live - Endoskopie einer Raucherlunge
11.45 - 12.00 Uhr Diskussion mit betroffenen Patienten
12.00 - 12.30 Uhr Vortrag: Der Lungenkrebs
12.30 - 13.00 Uhr Diskussion mit Experten der Thoraxklinik

Haben Sie Interesse, mit einer Gruppe (mind. 15 Personen) an einer Veranstaltung in der Villa Bosch teilzunehmen? Bitte wenden Sie sich an Claudia Spahn, Tel: 06221-533 213, Fax: 06221-533 297, claudia.spahn@kts.villa-bosch.de.

Das Projekt Raucherprävention für Schüler der Thoraxklinik Heidelberg wird seit Beginn von der AOK Rhein Neckar gefördert. Beratend unterstützt die Stabsstelle Krebsprävention (gleichzeitig WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle) des Deutschen Krebsforschungszentrums die Aktivitäten der Thoraxklinik Heidelberg. Die Finanzierung der wissenschaftlichen Evaluation hat die Firma Lilly Deutschland GmbH übernommen. Mit der Untersuchung ist das Institut für Marketingforschung "in to mind" beauftragt. Es empfahl zur Langzeitsicherung der Ergebnisse, die Veranstaltungen entsprechend der Schulbildung der Teilnehmer unterschiedlich zu gestalten. Ebenso sollte der Klinikbesuch intensiv vor- und nachbereitet werden. Diese wichtigen Aufgaben werden jetzt in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und mit der Abteilung für Medizinische Psychologie der Universitätsklinik Heidelberg bearbeitet.

Weitere Informationen finden Sie:
im Internet unter http://www.thoraxklinik-heidelberg.de, Stichwort Raucherprävention für Schüler
Zwei druckfähige Fotos finden Sie zum Download auf der Website http://www.kts.villa-bosch.de/deutsch/presse/index.html

Weitere Fragen zur Zusammenarbeit Thoraxklinik Heidelberg/Klaus Tschira Stiftung beantworten Ihnen gern:
Prof. Dr. Peter Drings, Ärztlicher Direktor, Thoraxklinik Heidelberg, Tel: 06221-396 444; Email: peter.drings@thoraxklinik-heidelberg.de
Michael Ehmann, Abteilung Raucherprävention, Thoraxklinik Heidelberg; Tel: 06221-396 279, Email: michael.ehmann@thoraxklinik-heidelberg.de

Gerald Holnburger, IT system design Holnburger GmbH, Tel: 0174-31 61 663, Email: holnburger@it-systemdesign.de
Renate Ries, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Klaus Tschira Stiftung, Tel: 06221-533 214, Email: renate.ries@kts.villa-bosch.de

Die gemeinnützige Klaus Tschira Stiftung fördert vor allem Forschungsvorhaben der angewandten Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik, Schülerprojekte in diesen Bereichen, die Lehre an staatlichen und privaten Hochschulen sowie einzelne Projekte der Denkmalpflege und der Künste. Sitz der Stiftung ist die Villa Bosch, der ehemalige Wohnsitz des Chemie-Nobelpreisträgers Carl Bosch (1874 - 1940).
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