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Teneriffa: Forscherkonsortium unter Leibniz-Führung nimmt Europas größtes Solarteleskop in Betrieb

21.05.2012 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Heute Nachmittag wird Europas größtes Sonnenteleskop GREGOR im spanischen Observatorio del Teide auf Teneriffa eingeweiht. An der Feier nehmen auch Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie der Spanischen Regierung und der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Karl Ulrich Mayer, teil. Das maßgeblich durch deutsche Wissenschaftler und Ingenieure in zehn Jahren Entwicklungsarbeit konstruierte Teleskop bietet der internationalen Forschungsgemeinschaft fortan die Möglichkeit, die Sonne mit der neuesten zur Verfügung stehenden Instrumentierung in ungekannter Detailtiefe zu untersuchen. Hinter dem Teleskopprojekt steht ein deutsches Konsortium unter der Leitung des Kiepenheuer-Instituts für Sonnenphysik in Freiburg, einem Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Partner sind das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) und das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg/Lindau. Beteiligt sind ferner das Instituto de Astrofísica de Canarias, das Institut für Astrophysik Göttingen und das Astronomische Institut der tschechischen Akademie der Wissenschaften.
Das Sonnenteleskop GREGOR ermöglicht mit seinem Hauptspiegel von 1,5 Metern Durchmesser Beobachtungen der solaren Photosphäre und Chromosphäre im sichtbaren und im infraroten Licht. Die große Lichtsammelfläche des Teleskops ermöglicht Aufnahmen der Sonne mit bislang unerreichter Qualität und Auflösung. Atmosphärische Störungen der Beobachtungen werden durch ein neues System adaptiver Optik kompensiert.
Zusätzlich zu Sonnenbeobachtungen am Tage kann das GREGOR-Teleskop durch seine technische Ausstattung auch zur Nachtbeobachtung eingesetzt werden insbesondere für die Suche nach Zwillingen der Sonne durch die Langzeitbeobachtung heller Sterne und das Studium ihrer Veränderlichkeit und periodisch-zyklischer Phänomene.
GREGOR wird der internationalen Forschungs-Community für Beobachtungskampagnen zugänglich sein und hat das Potential, die Sonnenphysik weltweit einen großen Schritt voran zu bringen.

Bilder:
Bilder von der Einweihung am 21.5. werden zum Termin hier online gestellt: http://www.kis.uni-freiburg.de/index.php?id=788&L=0

Teleskopstruktur, Spiegel, Gebäude, Observatorium und Umgebung, Teneriffa: http://www.kis.uni-freiburg.de/index.php?id=168

Pressekontakt Teneriffa / Video-Material:
Kerstin Mork Tel.: 0170 22 38 338, E-mail: presse@aip.de

Weitere Informationen:
GREGOR-Teleskop: http://gregor.kis.uni-freiburg.de/
Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik Freiburg: http://www.kis.uni-freiburg.de
Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP): http://www.aip.de
Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung Katlenburg-Lindau (MPS): http://www.mps.mpg.de/de/aktuelles/
Observatorio del Teide (engl.): http://www.iac.es/eno.php?op1=3&lang=en

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

Christian Walther
Tel.: 030 / 20 60 49 42
Mobil: 0173 / 513 56 69
walther@leibniz-gemeinschaft.de

Christoph Herbort-von Loeper
Tel.: 030 / 20 60 49 48
Mobil: 0174 / 310 81 74
herbort@leibniz-gemeinschaft.de

Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 86 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, und Sozialwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung, wissenschaftlicher Infrastrukturen und forschungsbasierter Dienstleistungen. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegt intensive Kooperationen mit den Hochschulen, u.a. über gemeinsame Wissenschaftscampi, und mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Ihre Einrichtungen unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und externalisierten Begutachtungsverfahren. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Daher fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.800 Personen, davon sind ca. 7.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, einschließlich der 3.300 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,4 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 330 Mio. Euro pro Jahr. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

Weitere Informationen: http://www.leibniz-gemeinschaft.de
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