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Drei Tage in Heidelberg: "Orte des intensiven Gesprächs und kurzweiligen Erlebens"

11.10.2003 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff und SWR-Landessenderdirektor Dr. Willi Steul eröffneten das "SWR UniForum" an der Universität Heidelberg

Unter dem Leitthema "Globalisierung" bieten Universität Heidelberg und Südwestrundfunk drei Tage lang, vom 10. bis 12. Oktober 2003, in ihrem gemeinsamen "SWR UniForum" eine Vielzahl von Vorträgen, Workshops, Konzerten, Filmen und Live-Sendungen in Radio und TV und suchen hierdurch den intensiven Kontakt zu einer breiten Bevölkerung. Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff und SWR-Landessenderdirektor Dr. Willi Steul eröffneten das Forum heute in der Aula der Alten Universität.

Der Erfolg des Wissenschaftsmarktes im letzten Jahr, bei dem die Universität Heidelberg sich und ihre Leistungen auf dem Uniplatz verständlich darstellte, habe gezeigt, dass "eine lebendig aufbereitete Wissenschaft auf reges Interesse stößt", sagte Rektor Prof. Dr. Peter Hommelhoff zur Eröffnung. Das SWR UniForum biete in diesem Jahr die willkommene Möglichkeit, den Dialog, den vielschichtigen Austausch im Geben und Nehmen mit der Gesellschaft unter dem Leitthema "Globalisierung" fortzuführen.

Aktuelle Fragen zu Aspekten der Umwelt und Ökonomie, des Kulturverständnisses oder auch des Wettbewerbs in der Forschung "wollen wir mit einer breiten Öffentlichkeit diskutieren", so Hommelhoff. In den Sonderveranstaltungen "Kinderuniversität" und "Schülertag" sollen darüber hinaus auch spezielle Zielgruppen angesprochen werden. "Damit möchte die Universität Heidelberg verdeutlichen, dass sie weit mehr ist als ein Ort bloßer Wissensvermittlung. Wir erschließen für das SWR UniForum Orte des intensiven Gesprächs, Orte des kurzweiligen Erlebens und Orte für ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm." Die Universität danke dem Südwestrundfunk, die Initiative zu dieser Begegnung an sie herangetragen zu haben.

Vielfältig seien die Vorträge, Diskussionen und das Live-Radio zu Fragen aus Wissenschaft, Lehre und Forschung, aber auch die Programm-Highlights aus Literatur, Musik und Kultur - "wie ein Blick in das Programmheft zeigt, das die Rhein-Neckar-Zeitung, und dafür danken wir, an alle Abonnenten in der Stadt und Umgebung verteilt hat". Nur das Niveau und die Breite einer klassischen Volluniversität wie der Ruperto Carola, die ihren Schwerpunkt auf die Forschung setzt, "erlauben es, eine solche Veranstaltung durchzuführen".

Hommelhoff begrüßte den Redner des ersten Leitvortrags "The Clash of Civilizations - 'Der Westen' und die 'Islamische Welt'", Prof. Dr. Wolfgang Merkel. Die Anführungszeichen im Titel ließen erahnen, dass Merkel die Blockbildung bei dem "Zusammenprall der Kulturen", von dem der Politikwissenschaftler Samuel Huntington spricht, nicht ungeprüft stehen lassen und - vor dem Hintergrund terroristischer Akte und Kriege der jüngsten Zeit - die These Huntingtons kritisch durchleuchten werde.

Hommelhoff wünschte dem SWR UniForum großen Erfolg. "Nun kann man fragen: Was ist für uns Erfolg, und weshalb präsentieren wir unser geistiges Spektrum in dieser aufwändigen Form? Die Antwort ist einfach: Die Universität Heidelberg will nicht nur passiv - zum Beispiel bei einem 'Tag der offenen Türen' - ihre Hörsäle, Labors und Sammlungen öffnen, sondern aktiv und offensiv zeigen, woran sie zurzeit arbeitet, forscht, und worüber wir diskutieren. Wir sind bereit und gewillt, unsere Vermittlerfunktion in breiter Form wahrzunehmen, und wenden uns an die Öffentlichkeit in ihrem gesamten Spektrum und mit ihren vielfältigen einzelnen Zielgruppen durch eine Begegnung, die beide Seiten in einem Prozess des Gebens und Nehmens bereichert. Schon beim letztjährigen Wissenschaftsmarkt hat sich gezeigt: Wissbegierige Fragen von Besuchern, auch von Kindern, warum wir etwas so tun, wie wir es tun, haben die an sich gängige Selbstreflexion des wissenschaftlichen Suchens bereichert und uns neue Sichtweisen eröffnet. Gerade dadurch lebt die Universität, wie schon Karl Jaspers, bezogen auf den geistigen Austausch mit den Studierenden, hervorhob."

"Erfolg ist es auch, wenn diese Zielgruppen feststellen, wie eng Wissenschaft mit den Fragen des Alltags zu tun hat. Erfolg ist, wenn wir umgekehrt von breiten Schichten der Bevölkerung Anerkennung erhalten, dass wir uns um diese Fragestellungen bemühen, versuchen Lösungen aufzuzeigen und - nicht zuletzt - versuchen, unsere Studentinnen und Studenten in einem ähnlich umfassenden Weltverständnis auszubilden."

Deshalb sei es der Universität im Rahmen des SWR UniForums auch ein Anliegen gewesen, den vor dem Abitur stehenden Schülerinnen und Schülern den Zugang zur Universität zu erleichtern und mit einem Schülertag das ganze Spektrum der Ruperto Carola darzustellen. In den Instituten und Kliniken der Ruprecht-Karls-Universität sowie nahe stehenden außeruniversitären Forschungsstätten wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum, Max-Planck-Instituten, dem European Media Lab und Unternehmen wie BASF, SAS oder HeidelbergCement seien heute etwa 3000 Schülerinnen und Schüler in Workshops engagiert. "Eine enorme Zahl von Interessierten, die sich ein Bild von den Wissenschaften machen wollen" (Hommelhoff).

"Wenn wir bei der Adressierung unserer Zielgruppen des SWR UniForums von 'sehr breiter Öffentlichkeit' reden und die Formulierung 'für Jung und Alt' benutzen, so ist dies nicht substanzlos und leichtfertig dahergesagt." An diesem Wochenende begrüßt die Universität über 800 Kinder bei der Ruprecht-Karls-Kinderuniversität, die sie, gemeinsam mit der Rhein-Neckar-Zeitung, nun erstmalig ausrichtet. "Das 'Abenteuer Zukunft', so der Slogan des Tigerenten-Clubs, gehen die Jüngsten in unserer Gesellschaft wie die älteste Universität Deutschlands mit Neugier gleichermaßen und immer wieder ein."

Mit der Rhein-Neckar-Zeitung habe die Universität einen Medienpartner gewonnen, der es ermöglichte, die Kinderuniversität in lokalem und regionalem Rahmen umzusetzen. Der Südwestrundfunk erschließe durch seine Partnerschaft sein noch größeres Sendegebiet. "Beiden möchte ich an dieser Stelle den großen Dank der Universität Heidelberg aussprechen. Wir danken allen Beteiligten und freuen uns, für diese großartige Veranstaltung als Gastgeber auftreten zu dürfen."

Weitere Infos gibt es im Internet unter http://www.swr-uniforum.uni-hd.de/ .

Rückfragen bitte an:

Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse
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