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Schmerzmanagement-Konferenz in Osnabrück

11.10.2003 - (idw) Fachhochschule Osnabrück

Schmerz ist ein weit verbreitetes und doch oft nicht ernst genommenes Problem. Dabei hat mindestens jeder zweite Krankenhauspatient Schmerzen, bei jedem dritten handelt es sich sogar um starke bis stärkste Schmerzen. Auch in Hospizen und Pflegeheimen sieht die Lage nicht viel besser aus.

Vielen Patienten könnten Schmerzen erspart bleiben, wenn die Erkenntnisse der modernen Schmerztherapie konsequent umgesetzt würden. Mangelndes Wissen und falsche Überzeugungen seitens der Pflegenden, Ärzte und Patienten behindern den adäquaten Umgang mit Schmerz. Nun will das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) an der Fachhochschule Osnabrück das Übel an der Wurzel packen und veranstaltet am 15. Oktober eine Konsensus-Konferenz zum Thema "Schmerzmanagement" in der Osnabrücker Stadthalle.

Eine namhafte Expertenarbeitsgruppe hat im Laufe dieses Jahres einen Expertenstandard entworfen, der auf nationalen und internationalen Forschungsergebnissen basiert und mit Pflegekräften aus dem deutschsprachigem Raum diskutiert werden soll. Die Veranstaltung ist mit 450 angemeldeten Teilnehmern ausgebucht. Die Mehrzahl bilden Pflegekräfte aus allen Bereichen der Gesundheitsversorgung. Aber auch Ärzte, Vertreter der Spitzenorganisationen und Verbände, Verbraucherschützer, Wissenschaftler und Politiker nehmen an der Konferenz teil. Mit Hilfe des Expertenstandards wollen sie gemeinsam Klarheit über den spezifischen Beitrag und Verantwortung der Pflege bei der Schmerzerfassung und -behandlung bei Patienten mit akuten und tumorbedingten chronischen Schmerzen schaffen.

Nach der abschließender Bearbeitung des Entwurfs wird der Expertenstandard vom DNQP veröffentlicht und modellhaft an 20 ambulanten und stationären Einrichtungen der Gesundheitsversorgung eingeführt.

Die Konsensus-Konferenz ist Teil eines vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung geförderten Projekts des DNQP an der Fachhochschule Osnabrück zur Entwicklung, Konsentierung und Implementierung von fünf Expertenstandards in der Pflege. Es sind: "Dekubitusprophylaxe", "Entlassungsmanagement", "Schmerzmanagement", "Sturzprophylaxe" und "Kontinenzförderung". Kooperationspartner der Fachhochschule Osnabrück für die Erarbeitung dieser Expertenstandards, die alle sorgfältig erarbeitet, intensiv diskutiert und schließlich in der Praxis umgesetzt werden, sind die Universität Witten/Herdecke, die Evangelische Fachhochschule Darmstadt, das Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln, die Charité Universitätsmedizin Berlin/Campus Benjamin Franklin und die Fachhochschule Esslingen.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter Tel.: 0541/969-2004, E-Mail:
j.schemann@fh-osnabrueck.de oder www.dnqp.de.
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