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Gerd Bucerius-Förderpreise Freie Presse Osteuropas 2012 in Hamburg verliehen24.05.2012 - (idw) ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Auszeichnung für Olga Romanova, Khadija Ismyilova, Valeri Karbalevitch, sowie die Magazine DOSH und Ukrainskiy Tizhden
Im Hamburger Rathaus wurden heute die russische Journalistin Olga Romanova, Moskau, die aserbaidschanische Journalistin Khadija Ismayilova, Baku, der belarussische Journalist Valeri Karbalevitch, Minsk, das kaukasische Magazin DOSH und das ukrainische Wochenmagazin Ukrainsky Tizhden, Kiew, mit dem Gerd Bucerius-Förderpreis Freie Presse Osteuropas 2012 ausgezeichnet.
Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius verleiht die Auszeichnungen von insgesamt 70.000 alljährlich seit dem Jahr 2000 an mutige, standhafte, kluge Journalisten, die unabhängig berichten und sich trotz Repressionen und Drohungen nicht in ihrer Arbeit beirren lassen. Seit 2004 vergibt die Hamburger ZEIT-Stiftung die Preise zusammen mit der norwegischen Stiftung Institusjonen Fritt Ord, Oslo.
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz unterstrich in seiner Begrüßungsrede: Die institutionelle Garantie, eine eigene Meinung nicht nur äußern zu dürfen, sondern sie auch ungehindert verbreiten zu können, ist eine der größten Errungenschaften der Moderne. Ohne sie ist Demokratie nicht denkbar. Diese Erkenntnis wird in immer mehr Ländern eingeklagt werden. In viel mehr Ländern als noch vor einer halben Generation ist aus der Hoffnung eine institutionelle Garantie geworden. Und auch dort, wo Rückschläge zu beobachten sind, wird sich eine Rückkehr zur staatlichen Gängelung der Medien nicht dauerhaft durchsetzen.
In seiner Laudatio Freiheit ist Freiheit fragte der russische Schriftsteller und Dramatiker Vladimir Sorokin: Gibt es genügend freie, starke Worte in der Zeit des entwickelten Putinismus? und ergänzte: Um bei der Bevölkerung des heutigen Russland ein ziviles Gefühl zu wecken, reicht die Freiheit des Wortes allein nicht aus dazu müssten die Menschen die kollektive Angst vor der Staatsmacht in sich überwinden können.
Olga Romanova ist eine der profiliertesten Journalistinnen der russischen Hauptstadt und Kolumnistin der New Times, das kaukasische unabhängige Magazin DOSH ist einzigartig in seiner Berichterstattung über die Kaukasus-Regien, Valeri Karbalevitch aus Minsk ist der führende politische Beobachter der Zeitung Swobodnyje nowosti, das Wochenmagazin Ukainskiy Tyzhden aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew tritt entschieden für einen proeuropäischen Kurs ein, Khadija Ismayilova aus Baku ist eine der wichtigsten investigativen Journalistinnen in Aserbaidschan.
Nähere Informationen zu den Preisträgern unter www.zeit-stiftung.de, Fotos von der Preisverleihung herunterladbar unter www.zeit-stiftung.de Presse/Downloads
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ZEIT-Stiftung, Frauke Hamann, Bereichsleiterin Kommunikation, Tel. 040 41336871, E-Mail: hamann@zeit-stiftung.de.
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