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Tagung aktualisiert Daniel Bell30.05.2012 - (idw) Hamburger Institut für Sozialforschung
Daniel Bell ist ein Klassiker der gegenwartsdiagnostisch aufgeschlossenen Soziologie. Die Universität Kassel, die Universität Hamburg und das Hamburger Institut für Sozialforschung widmen ihm eine Tagung.
Daniel Bell ist ein Klassiker der gegenwartsdiagnostisch aufgeschlossenen Soziologie. Er wird häufig zitiert, aber man hat vergessen, wie er gearbeitet hat. Die Universität Kassel, die Universität Hamburg und das Hamburger Institut für Sozialforschung nehmen unter der Überschrift "Daniel Bell als Theoretiker der Gegenwartsgesellschaft" dessen Form, Soziologie zu betreiben, ernst.
Bell gehörte zu einer Gruppe von "öffentlichen Intellektuellen", die die Weltwirtschaftkrise als Kinder und Heranwachsende miterlebt hatten und unter dem Eindruck von Roosevelts "New Deal" standen, der ihnen gezeigt hatte, wie wichtig Deutungen für den Prozess der Wiederaufrichtung einer Gesellschaft sein können.
Bell hat die Begriffe und Stichworte geliefert, die nicht nur in der Soziologie nach wie vor zur Gegenwartsdiagnose herangezogen werden. Ihm verdanken wir die erste systematisch argumentierende Soziologie der Wissensgesellschaft. Er hat im diesem Rahmen einer Deutung der von professionellen Dienstleistungen lebenden "Neue Mitte" der Gegenwartsgesellschaft vorgelegt. Er hat die kulturellen Widersprüche eines zur Massenkonsumgesellschaft sich entwickelnden Kapitalismus benannt und er hat bereits am Beginn des Kalten Kriegs die "geistige Situation der Zeit" nach dem Ende der Ideologien zu Bewusstsein gebracht. Was heute unter dem Schlagwort der "öffentlichen Soziologie" diskutiert wird, findet in Daniel Bell einen Meister.
Mit einem öffentlichen Vortrag des Soziologen Prof. em. John W. Meyer am 7. Juni 2012 im Hamburger Institut für Sozialforschung wird die Tagung eröffnet. Meyer, ein Schüler Bells, der zurzeit Gast der Universität Hamburg ist, wird Bell als einen der großen Theoretiker unserer Gegenwartsgesellschaft vorstellen.
Die wissenschaftlichen Organisatoren der nicht-öffentlichen Tagung sind Prof. Dr. Heinz Bude (Hamburger Institut für Sozialforschung), Prof. Dr. Anita Engels (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Georg Krücken (Direktor des Internationalen Zentrums für Hochschulforschung [INCHER], Universität Kassel).
Sollten Sie Rückfragen haben, oder ein Gespräch mit den Organisatoren führen wollen, wenden Sie sich gerne an:
Dr. Regine Klose-Wolf
Hamburger Institut für Sozialforschung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mittelweg 36
20148 Hamburg
Tel. 040 41 40 97 12
Presse@his-online.de
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Weitere Informationen:
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