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Akademischer Festakt, 10. Oktober 2003 - Auszeichnungen und Preisträger

14.10.2003 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Auf dem akademischen Festakt anlässlich des Jubiläums "50 Jahre Hochschulstandort Magdeburg - 10 Jahre Otto-von-Guericke-Universität" werden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie eine ausländische Studentin ausgezeichnet.

Otto-von-Guericke-Forschungspreis 2003

Der Otto-von-Guericke-Forschungspreis geht in diesem Jahr an Prof. Dr. med. habil. Thomas F. Münte. Der Wissenschaftler wird für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der kognitiven Neurowissenschaften mit dem Forschungspreis geehrt. Dieser Preis wird jährlich für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen und ist die höchste Auszeichnung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird von der Commerzbank-Stiftung gestiftet.

Im Jahr 1999 nahm Thomas Münte den Ruf auf die neu geschaffene Professur für Neuropsychologie an der Fakultät für Naturwissenschaften der Magdeburger Universität an. Diese Professur spielt eine Schlüsselrolle bei der Realisierung de Magdeburger Modells der Psychologie-Ausbildung, das neben den klassischen psychologischen Themen besonderen Wert auf die neurowissenschaftlichen Aspekte der Psychologie in Forschung und Lehre legt. Diese Professur nimmt eine Brückenfunktion zwischen der Psychologie und neurowissenschaftlichen Initiativen im Bereich der Medizinischen Fakultät ein. Münte arbeitet in Projekten der beiden Sonderforschungsbereiche der Medizin sowie in dem vom BMBF geförderten Center for Advanced Imaging mit. Darüber hinaus ist er in drei von der DFG geförderten Forschungsschwerpunkten und einem bilateralen mit den Niederlanden Projekt involviert. Er trägt entscheidend zur nationalen und internationalen Vernetzung der neurowissenschaftlichen Forschung in Magdeburg bei.

Prof. Münte (Jahrgang 1960) studierte Medizin und Neurowissenschaften in Göttingen und San Diego/USA, promovierte und habilitierte an der Medizinischen Hochschule Hannover. Von 1996 bis 1998 war er Gastprofessor am Department of Cognitive Science der University of California, San Diego. 2001 wurde Thomas Münte gemeinsam mit einem Industriepartner vom BMBF mit dem Innovationspreis für biomedizinische Technik ausgezeichnet. Gegenstand des Projektes ist die Entwicklung eines Systems zur Augenbewegungsanalyse bei neurologischen und psychiatrischen Störungen. Er ist Autor zahlreicher Publikationen im In- und Ausland (Nature, Nature Reviews Neuroscience, Journal of Neuroscience). Seine aktuellen Forschungsthemen umfassen Prozesse der Sprachwahrnehmung und -produktion, Untersuchung der neuralen Plastizität bei professionellen Musikern sowie von exekutiven (steuernden und planenden) Hirnfunktionen.

Auszeichnung mit dem Dissertationspreis 2003

Für ausgezeichnete Ergebnisse im Rahmen seiner Promotion wird Dr. rer. nat. Till Riemann, Fakultät für Naturwissenschaften, der Dissertationspreis 2003 verliehen. Gewürdigt werden seine Forschungsleistungen zum Thema "Optische Mikro-Charakterisierung selektiv gewachsener Gruppe-III-Nitride". Der Preis wird jährlich einmal verliehen. Er ist mit 1.500 Euro dotiert und wird ebenfalls von der Commerzbank-Stiftung gestiftet.

Auszeichnung mit dem Fakultätspreis 2003

Für den besten Absolventen bzw. die beste Absolventin kann jährlich der Fakultätspreis vergeben werden. Der Preis wird von der Fakultät verliehen und ist mit 500 Euro dotiert. Die Preisträger erhalten eine silberne Ehrenmedaille, gestiftet von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Mit dem Fakultätspreis 2003 werden ausgezeichnet:

Dr. phil. Johannes Angermüller, Fakultät für Geistes- Sozial- und Erziehungswissenschaften
Thema: "'Propheten' und 'Humanisten' Sciences humaines-Konjunktur und intellektuelles Feld in Frankreich (1960 bis 1980) in der struktural-pragmatischen Diskursanalyse"

Dr. rer. pol. Jeanette Brosig, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
Thema: "Untersuchungen zum individuellen Entscheidungsverhalten: Experimentelle Analyse der Wirkungen unterschiedlicher Kommunikationsmöglichkeiten und Entscheidungsverfahren"

Dr. rer. nat. Matthias Köppe, Fakultät für Mathematik
Thema: "Exakte Primal-Algorithmen für allgemein ganzzahlige und gemischt ganzzahlige Optimierungsprobleme"

Dr.-Ing. Olaf Spinczyk, Fakultät für Informatik
Thema: "Aspektorientierung und Programmfamilien im Betriebssystembau"

Dr.-Ing. Matthias Todte, Fakultät für Maschinenbau
Thema: "Prognose der mechanischen Eigenschaften von Aluminium-Gussteilen durch numerische Simulation des Erstarrungsprozesses"

Dr.-Ing. Kathleen Mihlbachler, Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik
Thema: "Enantiomerentrennung durch kontinuierliche Gegenstromchromatographie"

Dr.-Ing. Antje Orths, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Thema: "Multikriterielle, optimale Planung von Verteilungsnetzen im liberalisierten Energiemarkt unter Verwendung von spieltheoretischen Verfahren"


Otto-von-Guericke-Stipendium

Auf dem Festakt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg am 10. Oktober 2003 wird erstmals das Otto-von-Guericke-Stipendium der Landeshauptstadt Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg vergeben.
Mit diesem Stipendium soll gezielt eine ausländische Studentin bzw. ein ausländischer Student für ein Jahr gefördert werden. Die Verleihung des Stipendiums dokumentiert die Weltoffenheit der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts und trägt in seiner Außenwirkung zur Hervorhebung der Attraktivität und der Verbesserung des Außenbildes des Universitätsstandortes bei, heißt es in dem 2002 abgeschlossenen Vertrag zwischen Landeshauptstadt und Universität.

Mit diesem Stipendium wird Yuliya Kalabukhova, Studentin im Studiengang Management der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, ausgezeichnet. Das Stipendium ist mit 6.000 Euro dotiert und wird aus Haushaltsmitteln der Stadt finanziert.

Yuliya Kalabukhova (Jahrgang 1977) studiert seit 1999 an der Magdeburger Universität. Sie verfügt über exzellente analytische Fähigkeiten, ist sehr fleißig und erweist sich als ausgezeichneter Teamplayer, heißt es in der Laudatio. Sie hilft beratend bei der Kooperation mit der Partneruniversität Donezk, an der sie ihren ersten akademischen Abschluss erwarb. Sie ist eine wesentliche Stütze des internationalen Studienbetriebes und eine exzellente Botschafterin zwischen den Nationen und Kulturen, so die Beurteilung durch ihre Professorin Birgitta Wolff, Lehrstuhlleiterin Betriebswirtschaftslehre, insbes. Internationales Management.

Yuliya Kalabukhova hat ausgezeichnete Leistungen, ihren Bachelor in Management schloss sie mit der Note 1,9 ab. "Die Entscheidung für Magdeburg habe ich damals ganz gezielt getroffen, da mich das Studienprogramm und die internationale Ausrichtung der Universität überzeugt haben. Meine hohen Erwartungen wurden zum Teil sogar übertroffen", begründet sie ihre Wahl für die Magdeburger Universität.

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