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Die aktuelle FQS-Schwerpunktausgabe "Doing Biographical Research"

14.10.2003 - (idw) Freie Universität Berlin

Die aktuelle FQS-Schwerpunktausgabe "Doing Biographical Research" (Vol. 4, Nr. 3) ist seit September 2003 online unter http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs-d/inhalt3-03-d.htm kostenlos abrufbar. Herausgegeben von Gerd Riemann, der auch ins Thema einführt, bietet die Ausgabe interessante Arbeiten eines breiten internationalen und interdisziplinären Spektrums qualitativer Forschungsfelder: Neben sieben Aufsätzen zum Themenschwerpunkt werden acht Einzelbeiträge, neun Literaturbesprechungen und zwei Tagungsberichte von Sozialwissenschaftler(inne)n aus acht Ländern und sieben Disziplinen veröffentlicht.

FQS 4(3) enthält neben psychologischen und erziehungswissenschaftlichen Analysen medizinische, linguistische und kultur- und politikwissenschaftliche Beiträge von deutschen, polnischen, japanischen, amerikanischen, kanadischen, dänischen, südafrikanischen und südamerikanischen Wissenschaftler(inne)n - unter anderem Fallstudien zu Arbeitsmigration (Franceschini; Gültekin/Inowlocki/Lutz; Kazmierska; Mizuno; Treichel/Schwelling), Problemlösefähigkeiten in der Anästhesie (Buerschaper u.a.), mediatisierte Paarkommunikation (Döring/Dietmar), Stigma-Inkarnation bei HIV-Betroffenen (Varas-Diaz/Toro-Alfonso) oder Erkundungen zum männlichen Kinderwunsch (von der Lippe/Fuhrer). Die Rezensionen aktueller Forschungsliteratur bieten einen Überblick über relevante Neuerscheinungen (u. a. zur sozialwissenschaftlichen Krebsforschung, zur Forschung über fremdenfeindliche Gewalttäter), und es wird über die Tagungen "Alltag im Aufbruch" (Köln, 28.-30.5.2003) (Allolio-Näcke) und "Neue Medien und Arbeitswelt" (Bonn, 26.-28.9.2002) (Seifert) berichtet.
FQS steht für "Forum qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research" (ISSN 1438-5627) und ist eine mehrsprachige (deutsch, englisch, spanisch) Online-Zeitschrift, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die verschiedenen qualitativen Forschungsfelder international und interdisziplinär miteinander zu verknüpfen.
1999 an der Freien Universität Berlin ins Leben gerufen, wird das Projekt inzwischen von der DFG gefördert und ist in relativ kurzer Zeit zur international führenden elektronischen Publikation im Feld qualitative Sozialwissenschaften geworden. Seit Januar 2000 wurden in 13 Schwerpunktausgaben knapp 450 Artikel veröffentlicht. Bis September 2003 wurden insgesamt 3.262.802 HTML-Dateien und 662.636 PDF-Dateien heruntergeladen.
Der Erfolg von FQS ist zum einen der Güte der Veröffentlichungen geschuldet (sichergestellt durch Peer Review und muttersprachliches Lektorat), zum anderen der konsequenten Nutzung des Internet für die Präsentation und Distribution wissenschaftlicher Informationen. FQS ist der Open Access-Bewegung verpflichtet, die mit Initiativen wie der Budapest Open Access Initiative (http://www.soros.org/openaccess/), der Public Library of Science (http://www.publiclibraryofscience.org/) und der Scholarly Publishing and Academic Resources Coalition (http://www.arl.org/sparc/) gegen überteuerte Verlagspolitiken und gegen den Vorwurf elektronischer "junk science" steht: Begutachtete und qualitativ hochwertige elektronische Veröffentlichungen sollen kostenfrei online zugänglich gemacht werden, weil dieser Informationsweg schnellere und aktuellere Ergebnisse hervorbringt als traditionelles Printpublizieren und weil er letzterem in seiner Reichweite und mit seinen Möglichkeiten der Durchdringung und Vernetzung nationaler und internationaler Diskursfelder überlegen ist. Ursprünglich in den amerikanischen Naturwissenschaften angesiedelt, wird "Open Access"- mittlerweile auch in den deutschen Informations- und Naturwissenschaften diskutiert (siehe exemplarisch die Mailingliste inetbib, http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/ und die von der Max-Planck-Gesellschaft geplante Tagung "Open Access to the Data and Results of the Sciences and Humanities" (http://www.zim.mpg.de/openaccess-berlin/index.html). Mit dem Projekt German Academic Publishers (http://www.gap-c.de/) fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Entwicklung technischer Komponenten für den elektronischen Publikations-Workflow und die Netzwerkbildung zu "Open Access". FQS ist in diesem Zusammenhang ein fortgeschrittenes sozialwissenschaftliches Beispiel, das für die Perspektiven steht, die eröffnet werden, wenn Wissenschaftler(innen) überall auf der Welt gemeinsam an einem Zeitschriftenprojekt arbeiten bzw. es nutzen können.

Weitere Informationen:

Dr. Katja Mruck - FQS / qualitative-research.net

Freie Universität Berlin
Fachbereich Erziehungswissenschaften und Psychologie, WE 90
Habelschwerdter Allee 45
D - 14195 Berlin

E-Mail: mruck@zedat.fu-berlin.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:
http://www.qualitative-research.net/fqs/fqs.htm
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