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Wie geht man mit den Risiken neuen Wissens um?

15.10.2003 - (idw) VolkswagenStiftung

Internationale Tagung am 22. und 23. Oktober 2003 in Bielefeld

Vom 22. bis 23. Oktober 2003 findet in Bielefeld - unterstützt von der VolkswagenStiftung - das Symposium "Problems and Strategies of Applied Science" statt. Im Mittelpunkt der Diskussion von Experten aus Kanada, Dänemark, Deutschland und den USA stehen der Umgang mit Wissen und Werten und die zunehmende Ökonomisierung der Wissenschaft in der Wissensgesellschaft.
(Nähere Informationen auch unter http://www.uni-bielefeld.de/iwt/wissen/psas.html.)

Wie wirkt sich der Umgang mit "Wissensrisiken" auf das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft aus? - Eine der Hauptfragen, die in Bielefeld diskutiert werden sollen. So befürchten viele, dass durch neue technologische Anwendungen, beispielsweise im Bereich der Gentechnologie, der Mensch immer mehr zum Objekt der von der Wissenschaft zur Verfügung gestellten Gestaltungsmacht wird. Daraus entstehende Konflikte verlangen nach neuen Strategien der Problemlösung, ebenso nach neuen Institutionen. Zudem wird die Umsetzung unsicheren Wissens riskanter. Computersimulationen als pragmatische Formen der Wissensproduktion eröffnen dabei neue Möglichkeiten - auch dies wird Gegenstand der Diskussionen sein.

Weiterer zentraler Programmpunkt des Symposiums ist die "Privatisierung des Wissens". In der Wissensgesellschaft wird Wissen nicht mehr nur in der akademischen oder industriellen Forschung, sondern in spezialisierten Branchen der Wissensdienstleistungen produziert. Dieses Wissen entzieht sich aber der gesellschaftlichen Überprüfung und wird stattdessen durch Wirtschaftsunternehmen und private Nutzungsinteressen kontrolliert.

Das Symposium (Programm siehe unten) wird von der Stiftung im Rahmen ihrer Initiative zu den "Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften" gefördert und ausgerichtet von Professor Dr. Peter Weingart vom Institut für Wissenschafts- und Technikforschung der Universität Bielefeld in Kooperation mit der Zentralen Einrichtung für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsethik der Universität Hannover. Interessierte Journalistinnen und Journalisten wenden sich bitte an Marco Mertens von der Universität Bielefeld (Kontakt siehe unten).

Mit Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften beschäftigen sich Experten auch in einem gemeinsamen Symposium des Zentrums für Literaturforschung Berlin und der VolkswagenStiftung am 24. und 25. Oktober 2003 in der Berlin-Brandenburgischen-Akademie der Wissenschaften. Darüber informieren wir Sie in unserer morgigen Pressemitteilung vom 15. Oktober 2003.

Problems and Strategies of Applied Science - an international symposium on the epistemic strategies of applied science. October 22th - 23th, 2003, Bielefeld University.
(Supported by the Volkswagen Foundation, Hannover, within the program "Key Issues in the Humanities")


Wednesday, 22nd October, 2003

9:30: Welcome Address (Peter Weingart)
9:45: Introduction to the VW-Research Group (Project Members)
11:15: Coffee Break

Section I: Risks of Knowledge and its Application
11:45: Robert G. Best
12:45: Lunch
15:00: Peter Wiedemann
16:00: Coffee Break

Section II: Privatization of Knowledge and Societal Disposal
16:30: Merle Jacob
17:30: Dinner


Thursday, 23rd October, 2003

Section II: Privatization of Knowledge and Societal Disposal (cont'd)
9:30: James R. Brown
10:30: Coffee Break

Section III: Conflicts Between Designing Power and Value Fixation of Applied Science
11:30: Felix Thiele
12:30: Lunch

Section IV: General Knowledge and Specific Forms of Application
15:00: Michael Hauhs
16:00: Coffee Break

16:30: Rainer Hegselmann
17:30: General Discussion / End

Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter
http://www.volkswagenstiftung.de/presse-news/presse03/14102003.htm

Kontakt

VolkswagenStiftung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Christian Jung
Telefon: 05 11/83 81 - 380, E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

Kontakt Symposium

Marco Mertens, Universität Bielefeld
Institut für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT)
Postfach 10 01 31, 33501 Bielefeld
Telefon: 05 21/106 - 46 58, E-Mail: marco.mertens@uni-bielefeld.de
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