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Europäische Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften startet im Juli

06.06.2012 - (idw) Universität Leipzig

Vom 23. bis 31. Juli findet nach 2009 und 2010 die 3. Europäische Sommeruniversität in den Digitalen Geisteswissenschaften "Kulturen & Technologien" an der Universität Leipzig statt. Unterstützt wird sie von der VolkswagenStiftung und dem europäischen Fachverband für Digital Humanities,Association for Literary and Linguistic Computing. Bewerbungen für die neuntägige Veranstaltung mit Workshops, täglichen öffentlichen Vorlesungen, regelmäßigen Projektpräsentationen, Postersitzungen und zwei Podiumsdiskussionen sind noch bis zum 15. Juni möglich. Informationen zur Bewerbung um einen Platz in einem der Workshops sind unter www.culingtec.uni-leipzig.de/ESU_C_T/ zu finden. Die öffentlichen Vorlesungen werden sich aus der Sicht der Geisteswissenschaften, ihrer Art und Weise zu arbeiten und ihrer spezifischen Art von Daten Fragen widmen, die sich aufgrund der Entwicklung Virtueller Forschungsinfrastrukturen für die Geisteswissenschaften stellen. Ausgerichtet wird die Sommeruniversität zum dritten Mal von Prof. Dr. Elisabeth Burr vom Institut für Romanistik. Die Veranstaltung richtet sich an 75 Teilnehmer aus Europa und darüber hinaus. Sie ist gedacht für Studierende am Ende des Hauptstudiums oder von Masterstudiengängen, für Graduierte, Doktoranden und Postdoktoranden aus den Geisteswissenschaften, den Ingenieurwissenschaften oder der Informatik sowie für Lehrende, Bibliothekare und technische Assistenten, die sich theoretisch, experimentell oder praktisch mit der Anwendung von computergestützten Methoden und Analyseverfahren in den verschiedenen Bereichen der Geisteswissenschaften in Bibliotheken und Archiven auseinandersetzen oder auseinandersetzen wollen.

Die Workshops fokussieren deshalb grundständige Fragestellungen wie die Textauszeichnung, die Untersuchung von literarischen Stilen mittels statistischer Methoden oder die Analyse von Sprach- und kunstgeschichtlicher Korpora. Zudem werden Workshops zur Nutzung einer virtuellen Forschungsinfrastruktur oder zur Annotation von Video, Audio, Prosodie, Syntax und Pragmatik angeboten. Auch ein Workshop zum Projektmanagement ist Teil des Programms. Mit der Ausschreibung der Sommeruniversität ist auch ein Aufruf zur Präsentation von Projekten verbunden. Besonders von den an der Sommeruniversität teilnehmenden Nachwuchswissenschaftlern wird erwartet, dass sie ihre Projekte vorstellen. Zusätzlich ist die Vorstellung von drittmittelgeförderten Projekten in den digitalen Geisteswissenschaften, in der Informatik und in den Ingenieurwissenschaften geplant.

Im Rahmen der Sommeruniversität finden zwei Podiumsdiskussionen statt. Eine davon wird sich um Virtuelle Forschungsinfrastrukturen, die den Geisteswissenschaften dienen, drehen. Die andere wird Sommerschulen der Digitalen Geisteswissenschaften gewidmet sein.

Die Sommeruniversität setzt sich das Ziel, einen Raum zu schaffen, der zum Diskutieren, Erwerben und Ausbauen von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Methoden und Technologien anregt, die im Bereich des Humanities Computing, das heißt der Anwendung von computergestützten Methoden und Tools in den Geisteswissenschaften im weitesten Sinne, eine zentrale Rolle spielen. Diese bestimmen zunehmend auch die Arbeit in den Geistes- und Kulturwissenschaften, in Verlagen, Bibliotheken und Archiven. Die Beschäftigung mit diesen Methoden und Technologien will sie in den größeren Kontext der Digital Humanities stellen, die nach den Konsequenzen und Implikationen der Anwendung solcher computationeller Methoden und Tools auf Artefakten aller Art fragen. Zudem will sie Einblicke in die komplexe Natur geisteswissenschaftlicher Daten und die Herausforderung ermöglichen, die diese für die Informatik und Ingenieurwissenschaften und deren Weiterentwicklung darstellen.

Die VolkswagenStiftung, die die Sommeruniversität mit bis zu 107.600 Euro fördert, habe ihre Bewilligung mit der Erwartung verknüpft, dass die Universität Leipzig die Summer School in Digital Humanities "Culture & Technology" verstetigt, sagte Burr. Durch das Sponsoring konnten die Teilnahmegebühren ihr zufolge drastisch reduziert werden. Zudem können Reisestipendien vergeben werden.

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Weitere Informationen:
Prof. Dr. Elisabeth Burr
Institut für Romanistik
Telefon: +49 341 97-37413
E-Mail: elisabeth.burr@uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~burr jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });


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