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Universität Kassel: Erstmals wird Förderpreis für "Ernährungskultur" verliehen

15.10.2003 - (idw) Universität Kassel

Universität Kassel: Erstmals wird Förderpreis für "Ernährungskultur" verliehen
Kultur und Ernährung als Einheit

Kassel. Erstmals wird der 'Förderpreis Ernährungskultur' am 17. Oktober in der Universität Kassel verliehen. Der Förderpreis wurde dem Fachgebiet "Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur" der Universität Kassel von der Johannes Fehr GmbH & Co KG gestiftet. Der mit 5. 000 Euro dotierte Preis will jährlich innerhalb des deutschsprachigen Raums wissenschaftliche Arbeiten und praxisorientierte Projekte auszeichnen, die den Leitgedanken der Ernährungskultur entsprechen und Impulse für die Verbraucherbildung geben. Der Leitgedanke der Ernährungskultur sieht Kultur und Ernährung als eine Einheit und will zu einem sorgsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen (Boden, Luft, Wasser, Pflanzen, Tiere, Mensch) bei der Herstellung in der Landwirtschaft, Verarbeitung und beim Konsum beitragen. Die eingereichten Arbeiten werden dabei von einer neunköpfigen Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verbrauchervertretung bewertet, die auch die Leitgedanken zur Ernährung entwickelte.

Ausgezeichnet mit dem Förderpreis Ernährungskultur 2003 wird das "Bio-Catering Marbachshöhe" aus Kassel sowie Ines Hentschel für ihre Diplomarbeit im Produkt-Design zum Thema "Verkaufsstelle für Bioessen - Bio im Biss", die an der Kunsthochschule der Universität Kassel entstand.

Initiiert wurde der Förderpreis Ernährungskultur vom neu gegründeten Fachgebiet Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur im Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel. Den Studierenden der Agrarwirtschaft wird so ermöglicht, eine Verknüpfung zum Markt und seinen Verbrauchern bereits während des Studiums herzustellen. Mit diesem von Prof. Dr. Angelika Meier-Ploeger geleiteten Fachgebiet baute der Witzenhäuser Fachbereich seine ökologisch ausgerichteten Lehr- und Forschungsgebiete weiter aus.

Der Bezug der Johannes Fehr GmbH & Co KG zum Thema Ernährungskultur ergibt sich aus dem Bemühen des Unternehmens, regionale Nährstoffkreisläufe etwa durch Bioabfallkompostierung zu unterstützen. Da regionale Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln wichtige Komponenten der Ernährungskultur sind, verbinden sich hier die Interessen der Firma, insbesondere im Bereich der regionalen Wertschöpfungsketten (kurze Wege in der Erzeugung, Verarbeitung, Verzehr und Abfallvermeidung und -verwertung) mit der Ernährungskultur. Durch die finanzielle Förderung wissenschaftlicher Arbeiten und praxisorientierter Projekte im Themenbereich Ernährungskultur zeigt die in Lohfelden / Landkreis Kassel ansässige Firma Johannes Fehr GmbH & Co KG ein großes regionales Engagement in Zeiten globaler Märkte.

Zugleich fördert die Ernährungskultur regionale Vermarktungsstrukturen für Lebensmittel, für die eine zeitgemäße handwerkliche Verarbeitung besonders wichtig ist. Damit stärkt die Ernährungskultur die soziale und ökologische Einbindung des Menschen in die Region und verbessert die gesellschaftliche Lebensqualität. Ernährungskultur verbindet Nützliches mit ästhetisch und sinnlich Erfassbarem in der Landschaft und auf dem Teller.


Anmerkung für die Redaktionen:
Die Veranstaltung findet am 17. Oktober ab 17 Uhr im Gießhaus der Universität Kassel, Mönchebergstraße 5, in Kassel statt.

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Info: Universität Kassel
Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften
Prof. Dr. Angelika Meier-Ploeger
tel (05542) 98 1712
fax (05542) 98 1713
email amp@wiz.uni-kassel.de

Johannes Fehr GmbH & Co.KG
Otto-Hahn-Str. 11
34253 Lohfelden
tel (0561) 51101-14
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