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»Gesellschaft mutig und aktiv gestalten«: Jacobs University verabschiedet Absolventenjahrgang 2012

08.06.2012 - (idw) Jacobs University Bremen

Am 8. Juni 2012 feierte die Jacobs University den Studienabschluss ihres 9. Absolventen-Jahrgangs, der »Class of 2012«. Die 371 jungen Menschen 184 Bachelor-, 109 Master- und 78 PhD-Absolventen aus 64 Nationen konnten ihre Zeugnisse erstmals in dem neuen, vom international renommierten Architekten Max Dudler entworfenen Sports & Convention Center auf dem Jacobs Campus in Empfang nehmen. In insgesamt 44 verschiedenen Studienfächern erzielte der Jahrgang erneut eine bundesweit herausragende Absolventenquote von 94,8 %. Festrednerin der Graduation 2012 war Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des WZB Wissenschaftszentrums für Sozialforschung in Berlin. WICHTIGER HINWEIS:
Aktuelle Fotos der Graduation, die Festrede und weitere Presseinformationen sind am Freitag, den 8. Juni 2012, ab 16.00 Uhr als Download verfügbar unter: http://www.jacobs-university.de/graduation2012/presse

Rund 1500 Gäste, unter ihnen der Architekt Max Dudler, Vertreter der Bremer Bürgerschaft und des Bremer Senats sowie das Board of Governors und die Gesellschafter der Jacobs University, waren in dem neuen Sport- und Veranstaltungszentrum zusammengekommen, das nach ca. 11 Monaten Um- und Ausbau weitgehend fertiggestellt ist und zukünftig neben Jacobs-Events auch für Kooperationen mit regionalen Sportvereinen und für externe Veranstaltungen genutzt werden kann.

Prof. Dr. Joachim Treusch, Präsident der Jacobs University, lobte die »Class of 2012« für ihre ausgezeichneten akademischen Leistungen, vor allem aber für ihr unermüdliches Engagement in der internationalen Campus-Gemeinschaft: »Unsere Universität wäre nicht so erfolgreich, wenn unsere begabten Studenten uns nicht immer wieder herausforderten, das gemeinsame Leben und Arbeiten auf unserem multinationalen Campus zu optimieren. Vor allem diese spezielle Jacobs-Kultur jenseits des Hörsaals ist es, die uns von anderen exzellenten Universitäten unterscheidet.«

Umso mehr freue es ihn, so Treusch weiter, dass mit dem neuen Sports & Convention Center (SCC) Raum für viele neue Möglichkeiten der Begegnung in Sport, Kultur und Wissenschaft geschaffen wurde für die Campus-Gemeinschaft ebenso wie für Gäste aus Bremen und der Region sowie Kongressgäste aus der ganzen Welt. »Nichts kann unsere Vorstellung einer Universität des 21. Jahrhunderts besser versinnbildlichen, als die Klarheit und lichterfüllte Funktionalität von Max Dudlers Raumvisionen. Das SCC setzt mit der weiteren Öffnung des Jacobs Campus ein positives Signal für den dynamischen Aufbruch in die zweite Dekade unserer noch jungen Universität«, so der Universitätspräsident.

Zugleich nutzte Joachim Treusch die Gelegenheit, der Festgesellschaft seinen Nachfolger im Präsidentenamt vorzustellen, der am Vortag vom Aufsichtsrat der Jacobs University gewählt worden war: »Anfang nächsten Jahres wird Prof. Dr. Heinz-Otto Peitgen, derzeit Leiter des Fraunhofer MEVIS Instituts für Bildgestützte Medizin und Aufsichtsratsvorsitzender der MeVis Medical Solutions AG, die Präsidentschaft der Jacobs University übernehmen. Der international renommierte Mathematiker, mehrfach ausgezeichnete Unternehmensgründer und langjährige Wahl-Bremer ist eine hervorragende Wahl! Wir freuen uns alle sehr, ihm die Führung dieser einzigartigen Institution anzuvertrauen, und wir sind überzeugt, dass er ihre Entwicklung mit vielen wertvollen Impulsen weiter erfolgreich vorantreiben wird.«

Die Lebenslaufsoziologin und Graduation-Festrednerin Prof. Dr. Jutta Allmendinger ermutigte die »Class of 2012«, sich auf ihrem zukünftigen Lebensweg nicht durch Stereotype einengen zu lassen: »Ihr habt den Ehrgeiz, rasch in ein verantwortungsvolles Berufsleben zu starten. Ihr schätzt Freunde und Familie und plant, irgendwann, selbst Kinder zu haben. Dies alles zu vereinbaren, ist nicht leicht und kann oft nur gelingen, wenn sowohl Männer als auch Frauen den Mut haben, klassische Rollenerwartungen zu durchbrechen, Nein zu sagen zum Weg des geringsten Widerstandes und vor allen Dingen berufliche wie private Entscheidungen immer gemeinsam mit dem Partner zu treffen. So gestaltet Ihr Euer eigenes Leben aktiv und die Gesellschaft gleich mit«, so die Präsidentin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung.

Die erstklassige Ausbildung an der Jacobs University, die nicht einmal den Vergleich mit ihrer eigenen Alma Mater, der Harvard University, scheuen müsse, sei die beste Grundlage, diese Herausforderungen zu meistern, so Allmendinger weiter, die als Aufsichtsratsmitglied seit acht Jahren die Entwicklung der Bremer Privathochschule begleitet. »Ihr seid jedoch nicht nur Botschafter der Jacobs University, sondern zuallererst auch Vertreter Eures Heimatlandes. Behaltet daher immer auch Eure Herkunft im Blick und fragt Euch, wie Ihr dort die Gesellschaft voranbringen könnt!«, gab Allmendinger den frischgebackenen Absolventen mit auf den Weg.

Im Namen der Absolventen wendeten sich Anne Leiser, Vertreterin der Bachelors, und der Vertreter der Master- und PhD-Absolventen, Mohammad Faisal, an die Festgesellschaft.

»Ich hätte nie geglaubt, dass man sich in drei Jahren so stark weiterentwickeln kann, aber die Jacobs University hat das bei uns allen fertig gebracht«, eröffnete Anne Leiser ihre Rede. Mit den hohen akademischen Anforderungen zu Recht zu kommen, sei dabei nur ein Aspekt, so die 23-jährige Deutsche weiter, die heute ihr Bachelor-Zeugnis in »International Relations and Behavior« erhielt. »Was wir hier vor allem gelernt haben, ist Wertschätzung: der vielen Möglichkeiten auf dem Campus zu leben und zu lernen, besonders aber auch der kulturellen Vielfalt.« Wo sonst werde man Teil einer großen interkulturellen Familie, die einen so akzeptiere, wie man ist? Wo sonst lösten sich althergebrachte kulturelle Spannungen, wie etwa zwischen Indern und Pakistani, vollkommen im Nichts auf?

»Eigentlich ist es ein Wunder, dass so eine Universität, so ein Utopia tatsächlich existiert und wir hier unseren Abschluss machen konnten! Die Welt ist vielleicht noch nicht so weit wie die Jacobs University, aber wir Jacobs-Absolventen sind bereit, es mit der Welt aufzunehmen«, rief Anne ihren Kommilitonen zu.

»Auch ich habe wahnsinnig viel dazugelernt«, sagte Mohammad Faisal aus Pakistan, Master-Absolvent im Fach »Smart Systems«. Dass die Jacobs University die beste Entscheidung in seinem Leben gewesen sei, liege aber nicht nur an den großartigen Professoren. »Ich bin hier vor allem deswegen zu einer klügeren und besseren Person geworden, weil ich von so vielen wunderbaren Menschen umgeben war, die einen nicht aufgrund von Nationalität und Religion beurteilen, sondern allein nach Persönlichkeit und Charakter. Die sich ganze Nächte um die Ohren schlagen, nur um einem beim Lernen zu helfen oder alles stehen und liegen lassen, um einen Freund zum Arzt zu begleiten.«

Die Jacobs University habe den Anspruch, Führungskräfte von morgen auszubilden, so der 24-Jährige weiter. »Ich bin davon überzeugt, dass die, die heute ihren Abschluss erhalten, genau das sind. Aber nicht, weil das auf dem Lehrplan steht, sondern weil die Campus-Kultur Menschen mit großer Leistungsbereitschaft sowie einem besonderen Verantwortungsgefühl und interkulturellen Verständnis formt.«


Nach der Übergabe der Zeugnisse ergriff Petar Perkovic, Präsident der Jacobs University Alumni Association, das Wort. »Ihr habt allen Grund, stolz auf Euch zu sein: Ihr habt ein Zeugnis von einer der besten Universitäten Europas in der Tasche, Ihr sprecht mindestens drei Sprachen und seid randvoll mit wertvollen multikulturellen Erfahrungen«, so der 30-jährige Serbe, der 2004 als Mitglied des Pionier-Jahrgangs seinen Bachelor-Abschluss erhalten hatte und heute im Bereich der internationalen Personalentwicklung bei Mars Inc. in Verden tätig ist. »Aber lasst Euch den Erfolg nicht zu Kopf steigen! Im Gegenteil: Das Privileg der Ausbildung, die Ihr hier erhalten habt, legt die Mes
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