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Jahrestagung der Schopenhauer-Forschungsstelle 2012

12.06.2012 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Der Schlüssel zur Erkenntnis des Wesens der Welt Schopenhauers Verhältnis zu Hermeneutik und Existenzphilosophie Die Jahrestagung der Schopenhauer-Forschungsstelle befasst sich in diesem Jahr mit dem Verhältnis Schopenhauers zu Hermeneutik und Existenzphilosophie. Unter dem Titel Schlüssel zur Erkenntnis des Wesens der Welt treffen sich Schopenhauer-Forscher und an der Philosophie Schopenhauers Interessierte am 28. und 29. Juni in Mainz, um sich mit eher unbekannten Seiten der Philosophie Schopenhauers zu beschäftigen. Die Veranstaltung findet an den beiden Tagen im Haus am Dom in Mainz statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Mit seiner Lehre, dass der Mensch nur über seine eigene leibliche Existenz Zugang zu seinem Wesen hat, dass dieses innere Wesen der Wille ist, der einerseits absolut frei ist, andererseits in sich zerrissen und niemals zu befriedigen ist, mit der Rede davon, dass der Mensch in die Welt hineingeworfen ist und dass die Grundstimmung alles Lebenden die Furcht ist, gilt Arthur Schopenhauer (1788-1860) als Ahnherr der Existenzphilosophie, auch wenn die bedeutendsten Vertreter derselben, Kierkegaard, Heidegger und Sartre, dieser Verbindung mehr oder weniger reserviert gegenüberstanden. Indem Schopenhauer den Willensbegriff bewusst als einen Schlüssel zum Verständnis des Wesens an sich der Dinge einsetzt und mit seiner Philosophie nicht den Anspruch auf eine Erklärung der Welt aus Gründen, sondern auf eine Deutung oder Entzifferung der Welt verbindet, hat er auch Grundgedanken der Hermeneutik vorweggenommen. Schließlich gibt es auch Bezüge zur Phänomenologie des 20. Jahrhunderts, insbesondere im Zusammenhang mit der Philosophie des Leibes. Auf der Tagung soll diesen bisher noch wenig untersuchten Bezügen nachgegangen werden, die nicht nur auf eher unbekannte Seiten der Philosophie Schopenhauers aufmerksam machen, sondern auch dem philosophischen Verständnis der menschlichen Existenz und der Welt neue Aspekte eröffnen können.

Die Schopenhauer-Forschungsstelle an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wird finanziell von der Dr. Walter und Dr. Gertrud Pförtner-Stiftung und durch die Schopenhauer-Gesellschaft e.V. unterstützt.

Veranstaltungsort:
Haus am Dom
Liebfrauenplatz 8
D 55116 Mainz

Anmeldung:
Erbacher Hof
Akademie des Bistums Mainz
Postfach 1808
D 55008 Mainz
Fax: 06131-257 525
E-Mail: ebh.akademie@bistum-mainz.de

Weitere Informationen:
Schopenhauer-Forschungsstelle
Philosophisches Seminar
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-20259
Fax +49 6131 39-26393
E-Mail: schopenhauer@uni-mainz.de
http://www.schopenhauer.philosophie.uni-mainz.de/
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