Neue Beschichtung für Körperimplantate15.10.2003 - (idw) Universität Wuppertal
Die JE PlasmaConsult GmbH hat in Kooperation mit dem Forschungszentrum für Mikrostrukturtechnik (fmt) der Universität Wuppertal die perfekte biokompatible Beschichtung für Körperimplantate entwickelt.
Wuppertaler Forscher um Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Jürgen Engemann haben eine extrem dünne, diamantähnliche Kohlenstoffschicht ("DiaStentTM") entwickelt, die jetzt von der JE PlasmaConsult GmbH medizintechnisch abgesichert und zur Marktreife gebracht wurde. Bei Anwendung in der Medizintechnik handelt sich um die Beschichtung von metallischen "Stents", das sind Spiraldrahtprothesen zur Offenhaltung von Adern, die beispielsweise eine Herz-Bypass-Operation ersparen können. Die Aufgabe der Stents dient der dauerhaft stabil bleibenden Optimierung der Grenzfläche von Körpergewebe und (unbelebtem) Implantat. Bei den bisher verwendeten Systemen gibt es häufig Komplikationen durch die Wechselwirkung des Materials mit den Innenflächen der Adern. DiaStentTM umschließt die Stents, vermeidet durch seine Glätte das "Ankratzen" der Adern und reduziert damit entscheidend das Entzündungsrisiko. Weiterhin verhindert die patentierte Beschichtung das Eindringen von Metallatomen des Edelstahlgeflechts in den Körper, erhöht also die so genannte Bioverträglichkeit. Das soeben mit einem Innovationspreis ausgezeichnete Projekt verknüpft gleich zwei Innovationen: Eine Plasmaquelle, mit der Abscheidungen dünnster Funktionsschichten möglich sind, und zum anderen die erfolgreiche Nutzung der Plasmatechnologie in der Medizintechnik.
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