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Medizingeschichte des Juliusspitals in Würzburg

16.10.2003 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Neu erschienen ist ein Buch zur Medizingeschichte des Würzburger Juliusspitals. Da dieses lange Zeit eng mit der Uni Würzburg verknüpft war, ist der Band über weite Strecken auch eine Geschichte der Universität.

Als "seine lieben Kinder" bezeichnete Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn die beiden großen Würzburger Stiftungen, die noch heute seinen Namen tragen: das 1576 gegründete Juliusspital und die 1582 gestiftete Hochschule. Beide Einrichtungen verbindet eine lange gemeinsame Geschichte: Fast dreieinhalb Jahrhunderte lang war die Medizinische Fakultät der Alma Julia zu Gast im Juliusspital. Erst in den 1920er-Jahren zogen die Universitätskliniken ins neu errichtete Luitpoldkrankenhaus nach Grombühl um.

War das Juliusspital in seiner Anfangsphase ein Asyl für Alte, Gebrechliche, Arme, Pilger und Waisenkinder, wurde es um 1800 zu einem modernen Armenkrankenhaus, in dem die Studenten von ihren Professoren am Krankenbett unterwiesen wurden. Mediziner wie die aus der Ärztedynastie Siebold, der Internist Schönlein, der Chirurg Textor oder der Pathologe Virchow machten Universität und Spital für Studenten aus ganz Europa attraktiv: Zu dieser Zeit genoss die Medizinische Fakultät Weltruhm.

Die nun erschienene "Medizingeschichte des Juliusspitals" ist daher über weite Strecken eine Medizingeschichte der Universität. Der Würzburger Medizinhistoriker Dr. Andreas Mettenleiter hat das Schicksal des Spitals von den Anfängen bis in die Gegenwart nachgezeichnet. Vom Staub der Archive, in denen der Autor zahlreiche bisher unbekannte Schätze heben konnte, ist dem Werk nichts anzumerken: Mit Augenzwinkern macht er die Skandale von gestern zu amüsanten Anekdoten von heute, mit sachgerechten Erklärungen die bahnbrechenden Entdeckungen der Vergangenheit zu neu erlebter Wissenschaftsgeschichte.

Andreas Mettenleiter: "Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte", herausgegeben vom Juliusspital 2001, 849 Seiten, 79,90 Euro, ISBN 3-933964-04-0.

Hinweis für Journalisten und Redaktionen: In der Pressestelle der Uni Würzburg sind leider keine Rezensionsexemplare vorhanden. Bitte wenden Sie sich direkt an das Juliusspital Würzburg, T (0931) 393-0, E-Mail:
info@juliusspital.de
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