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Exzellenzinitiative: Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt Exzellenzcluster CNMPB16.06.2012 - (idw) Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität
Exzellenzcluster Nanoscale Microscopy and Molecular Physiology of the Brain (CNMPB) im Rahmen der Exzellenzinitiative in Göttingen bewilligt
(cnmpb/umg) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat haben in einer Pressekonferenz am Freitag, dem 15. Juni 2012, den Antrag auf das Exzellenzcluster Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns, CNMPB (Nanoscale Microscopy and Molecular Physiology of the Brain) bewilligt. Die Förderung wurde bei der Präsentation der Ergebnisse der zweiten Programmphase der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder bekannt gegeben. Mit dieser Entscheidung wurde auch einer Verlängerung des DFG-Forschungszentrums Molekularphysiologie des Gehirns (CMPB), das die Grundlage für das Exzellenzcluster bildet, über die dritte Förderperiode hinaus zugestimmt.
Die DFG würdigt mit der Bewilligung die bereits in den vergangenen Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit des CMPB und des in der ersten Phase der Exzellenzinitiative gegründeten Exzellenzclusters Mikroskopie im Nanometerbereich. Zudem stärkt die Bewilligung des CNMPB maßgeblich die erfolgreiche Verstetigung des Göttingen Research Campus als Standort exzellenter Wissenschaft in Deutschland.
Der Antrag auf Einrichtung eines Exzellenzclusters und auf eine gemeinsame Fortsetzung der Förderung mit dem DFG-Forschungszentrum unter dem Titel CNMPB überzeugte durch einen translationalen Forschungsansatz. Im Fokus steht die weitere Erforschung optischer Technologien und die Entwicklung neuer bildgebender Verfahren sowie deren Anwendung in den Neurowissenschaften und der Neurologie am Göttingen Research Campus.
Die zentrale Vision des CNMPB besteht darin, die neusten revolutionären Entwicklungen auf dem Gebiet der hochauflösenden Mikroskopie weiter voranzutreiben, um die plastischen Funktionsweisen von Netzwerken spezialisierter Nervenzellen im menschlichen Gehirn zu erforschen und auf dieser Grundlage therapeutische Konzepte zu entwickeln, sagt einer der drei Sprecher des CNMPB, Prof. Dr. Dr. Detlev Schild (Direktor Abteilung Neurophysiologie und Zelluläre Biophysik der Universitätsmedizin Göttingen). Dieser Ansatz wird insbesondere zum Verständnis der molekularen Prozesse beitragen, denen neurodegenerative und psychiatrische Störungen zu Grunde liegen. Die Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse soll die diagnostischen und therapeutischen Strategien zur Prävention und Behandlung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen, wie Morbus Parkinson, dem Rett-Syndrom und der Schizophrenie, weiterentwickeln.
Mit der positiven Evaluierung des CNMPB festigt die DFG die enge Allianz zwischen dem Exzellenzcluster und dem DFG-Forschungszentrum. Dies schafft einen idealen Rahmen für eine schlagkräftige Kombination aus technologischer Innovation und direkter Anwendung in den Neurowissenschaften bis hin zur Klinik, so CNMPB-Sprecher Prof. Dr. Mathias Bähr (Direktor der Abteilung Neurologie der Universitätsmedizin Göttingen). Besonders hervorzuheben sind hier die bahnbrechenden Erfolge in der Anwendung der STED-Mikroskopie, die von Prof. Dr. Stefan W. Hell (CNMPB-Sprecher, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Abteilung NanoBiophotonics) entwickelt wurde.
Mit der Einrichtung des CNMPB wird die Leistung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bestätigt, die bereits seit Jahren auf exzellentem Niveau forschen. Der Göttingen Research Campus kann stolz sein auf diese außergewöhnliche Expertise, die weltweite Beachtung findet, sagt Prof. Dr. Michael P. Schön, komm. Sprecher des Vorstandes der Universitätsmedizin Göttingen. Die UMG stellt die meisten Einrichtungen innerhalb des CNMPB und hat die Sprecherfunktion inne.
Das CNMPB zeichnet sich durch eine vielfältige und interdisziplinäre Zusammenarbeit der Universitätsmedizin Göttingen mit anderen Fakultäten der Universität und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Göttingen wie den Max-Planck-Instituten für Biophysikalische Chemie und für Experimentelle Medizin, dem European Neuroscience Institute Göttingen (ENI), dem Institut für Multiple-Sklerose Forschung (IMSF), dem Göttinger Zentrum für Molekularbiologie sowie dem Deutschen Primatenzentrum aus.
Auch in der neuen Förderperiode werden Studierende, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler von dem umfassenden interdisziplinären Forschungsspektrum profitieren, das durch die Einrichtung neuer Professuren und Nachwuchsforschergruppen weiter gestärkt werden soll.
WEITERE INFORMATIONEN
Exzellenzcluster Nanoscale Microscopy and Molecular Physiology of the Brain (CNMPB)
Dr. Heike Benecke Wissenschaftliche Koordinatorin
Humboldtallee 23, 37073 Göttingen
Telefon 0551 / 39 7065, Fax: 0551 / 39 91246
heike.benecke@med.uni-goettingen.de
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Weitere Informationen:
http://www.cmpb.de
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