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Was leistet die Universitätsmedizin?

19.06.2012 - (idw) MFT Medizinischer Fakultätentag e.V.

Medizinische Forschung führt zu echter Innovation und dient den Menschen. Sie schafft einen echten Mehrwert und damit auch neue Arbeitsplätze. Die Universitätsmedizin benötigt jedoch gerade für die Aus- und Weiterbildung sowie für die schwierigsten medizinischen Behandlungsfälle oder Epidemien eine ausreichende Finanzierung.

Medizinische Innovationen entstehen in der Universitätsmedizin

Medizinische Forschung dient in besonderer Weise dem Menschen. Deshalb muss sie "einen selbstverständlichen, nicht nur dem klinischen Alltag abgerungenen Platz in unseren Universitäten haben", so Prof. Jürgen Mittelstraß, der Vorsitzende des Österreichischen Wissenschaftsrates in seinem Eröffnungsvortrag auf dem 73. Ordentlichen Medizinischen Fakultätentag in Göttingen. Durch die Innovationen schaffen die Fakultäten auch die Voraussetzung für eine Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten auf höchstem Niveau.

Auswirkungen nach zehn Jahren DRG für die Universitäten

"Wichtige Fächer, wie die Endokrinologie, verschwinden seit Einführung der DRG aus dem stationären Spektrum", bemerkt Prof. Heyo Kroemer, Präsident des MFT Medizinischen Fakultätentages. "Der von der Universitätsmedizin betriebene Aufwand für die Aus- und Weiterbildung aber auch für den nachhaltigen wissenschaftlichen Fortschritt wird nicht ausreichend vergütet." Nicht leistungsgerecht finanziert sind auch die bei den Universitätskliniken anfallenden Fälle von schwerstkranken Patienten, komplizierten Krankheiten oder Epidemiefälle. Hier sind neue Finanzierungsmodelle gefordert. Die Gesellschaft braucht gerade in Extrem- und Krisenfällen eine leistungsstarke Universitätsmedizin.

Die Hochschulmedizin als Motor für neue Arbeitsplätze

Die Universitätsmedizin verfügt über ein erhebliches Wirtschaftspotential. Die Wertschöpfung im Gesundheitswesen erbringt nach Prof. Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, einen erheblichen Anteil an der Gesamtwirtschaftsleistung in Deutschland. Prof. Peter Oberender, Universität Bayreuth, betonte, dass die Hochschulmedizin in der gesamten Bruttowertschöpfung deutlich unterschätzt werde. Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Dresden, belegte, dass das Universitätsklinikum Dresden Einnahmen erwirtschaftet und Arbeitsplätze schafft, die als Nettowertschöpfung den Landes- und Investitionszuschuss deutlich übersteigen. Die Mittel der Länder für die Universitätsmedizin führen somit zu einem weiteren Wertzuwachs.

Der Tagungsband von Prof. Richter kann im Herbst beim MFT bestellt werden. Die Vortragsfolien sind bereits jetzt von der MFT-Homepage abrufbar: http://www.mft-online.de/info-center/fakultaetentage

Am 30. und 31. Mai 2013 feiert der Medizinische Fakultätentag seinen hundertsten Geburtstag bei der Gründungsfakultät in Halle/Saale.

Kontakt:
MFT Medizinischer Fakultätentag e.V.
Alt-Moabit 96, 10559 Berlin; Tel.: 030/6449 8559-0; E-Mail: berlin@mft-online.de

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