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Plenarversammlung des Philosophischen Fakultätentages findet erstmalig an der Uni Osnabrück statt

20.06.2012 - (idw) Universität Osnabrück

Vom 28. bis zum 30. Juni tagt die Plenarversammlung des Philosophischen Fakultätentages erstmalig in der Universität Osnabrück. Prof. Dr. Chryssoula Kambas vom Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft erhofft sich angeregte Diskussionen: »Unser Fachbereich ist in dieser hochschulpolitisch wichtigen Vereinigung seit vielen Jahren aktiv. Wir alle freuen uns, in diesem Sommer erstmals Gastgeber für die Plenarversammlung sowie für die vom Fakultätentag eingeladenen Gäste zu sein.« Die interessierte Öffentlichkeit ist zur Auftaktveranstaltung am 28. Juni um 19.15 Uhr in der Aula des Schlosses herzlich eingeladen. Der Philosophische Fakultätentag ist die fächerübergreifende hochschulpolitische Vertretung der Geistes, Kultur und Sozialwissenschaften an deutschen Universitäten. Das Gremium vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber den Hochschulleitungen, den Ländern und der hochschulpolitischen Öffentlichkeit. Die Plenarversammlungen finden halbjährlich im Juni und November statt. Veranstalter sind reihum die Mitgliederfakultäten. Die Plenarversammlungen geben insbesondere während der Eröffnungsveranstaltung der veranstaltenden Hochschule die Gelegenheit zu hochschulpolitischen Akzentsetzungen. Bei dem Treffen in Osnabrück stehen die Wahlen zum Vorstand des Fakultätentages auf der Tagesordnung. »Wir erhoffen uns von dieser Plenarversammlung wichtige Impulse für unsere weitere hochschulpolitische Arbeit und eine noch bessere Wahrnehmung unserer für die Zukunft der Wissenschaft zentralen Anliegen in der Öffentlichkeit«, so der Sprecher des Gremiums, Prof. Dr. Tassilo Schmitt.

Ein besonderer Höhepunkt des diesjährigen Treffens ist ein Vortrag am 28. Juni um 19 Uhr in der Schlossaula. Der Präsident der Universität Hamburg und Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Dieter Lenzen, spricht zu dem Thema »Lehrausbildung in Deutschland Lost in Translation?«.

Prof. Lenzen, 1947 geboren, studierte Erziehungswissenschaften, Philosophie sowie Deutsche, Englische und Niederländische Philologie. Nach seiner Promotion im Jahr 1973, war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für das nordrhein-westfälische Kultusministerium tätig. 1975 nahm er eine Professur an der Universität Münster an und war somit der jüngste Hochschullehrer seiner Zeit. 1978 folgte er einem Ruf auf eine Professur an die Freie Universität Berlin, Arbeitsbereich Philosophie der Erziehung. Es folgte eine Gastprofessur an der Universität Tokio, und 1994 weitere an den Universitäten von Hiroshima, Kyoto, Osaka sowie an den Universitäten Stanford und Columbia.

Von 1994 bis 1998 war der Wissenschaftler Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft und von 1999 bis 2003 erster Vizepräsident der Freien Universität Berlin, deren Präsident er seit dem 15. Juni 2003 war. Seit März 2010 ist er Präsident der Universität Hamburg. Prof. Lenzen gilt als ein Kritiker der Bologna-Reform. In einem von ihm verfassten Artikel »Hochschulen sind keine Fertigungsstraßen Neun provokante Anmerkungen zum Bologna-Prozess« in der vom DHV herausgegebenen Zeitschrift Forschung & Lehre schreibt er: »Das neue System bringt keine Erleichterung, sondern vervielfältigt die Prüfungsangst.«

Mit Blick auf die Kultusministerkonferenz zum Zentralabitur im Herbst 2012, werden die Vizepräsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, sowie Prof. Dr. Gerhard Wolf, Vorsitzender des Philosophischen Fakultätentages, kurze Stellungnahmen abgeben. Prof. Wolf wird dabei die Ergebnisse einer Umfrage zur Studierfähigkeit deutscher Studienanfänger in den Geisteswissenschaften berücksichtigen.

Zur Plenarversammlung werden etwa 60 Gäste erwartet, darunter Vertreter der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der HRK, Abgesandte anderer Fakultätentage, der Deutsche Hochschulverband und Evaluationsagenturen. Ebenfalls erwartet werden Vertreter der Universität Osnabrück sowie der Stadt Osnabrück.


Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Chryssoula Kambas, Universität Osnabrück
Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück (Irene Brink, Sekretariat IfG, E-Mail: ibrink@uni.osnabrueck.de) jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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