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Pressemitteilung: Gesundheit aus der Röhre

16.10.2003 - (idw) Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Ganzkörper-Gesundheits-Check: Innovation in der Röntgendiagnostik der Radiologischen Klinik Freiburg

Wer über seine Gesundheit genau Bescheid wissen will, schaut beim Uniklinikum Freiburg zukünftig nicht in die Röhre - er legt sich vielmehr in die Röhre. Die Abteilung Röntgendiagnostik der Radiologischen Klinik am Universitätsklinikum Freiburg verfügt seit kurzem über einen neuen Ganzkörper-Computertomogra-phen (CT) und über die Möglichkeiten der Ganzkörperkernspin-tomographie (MRT). Gerät und Verfahren wurden heute in einer Pressekonferenz den Medien vorgestellt.

Eine Besonderheit dieser neuesten CT-Generation sind Unter-suchungszeiten von weit unterhalb einer Sekunde pro Einzel-schicht. Dies und die Aufrüstung der völlig strahlungsfreien Kernspintomographie zur Ganzkörperuntersuchung eröffnen allen Interessierten und Patienten für die individuelle Gesund-heitsvorsorge, aber auch für die Tumor - Vor- und Nachsorge, völlig neue Möglichkeiten.

Die Kernspintomographie ist ein bildgebendes Verfahren ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen. Die Entwicklung der Kernspintomographie wurde mit dem diesjährigen Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Die Ganzkörperkernspintomographie stellt eine bisher nur an wenigen Stellen mögliche Weiterentwicklung dieser Untersuchungsmethodik dar. Bisher wurden einzelne Körperabschnitte untersucht, eine Gesamtkörperuntersuchung war durch technische Beschränkungen nicht möglich.

Durch Innovation ist es nunmehr möglich, von der Schädelbasis bis in den Bereich der Unterschenkel in einem Untersuchungsgang den gesamten Körper abzubilden. Die Untersuchungszeit von ca. 20 Min. ist für jeden Patienten oder Gesundheitsinteressierten gut tolerabel.

Mit der Ganzkörperkernspintomographie können krankhaften Veränderungen des Lymphsystems und insbesondere der Lymphknoten nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden.
Auch Erkrankungen des Skelettsystems, insbesondere entzündliche Veränderungen, Tumorabsiedlungen, aber auch Traumafolgen können erkannt werden.

Die Technik hilft bei der Suche nach unbekannten Tumoren im Bereich des Halses, des Brustraumes und der Extremitäten sowie der Organe des Oberbauches, Leber, Milz und Nieren.

Das Verfahren ist derzeit nicht geeignet, um im gleichen Unter-suchungsgang den Magen-Darm-Trakt zu untersuchen. Hierfür sind spezielle Untersuchungssequenzen erforderlich.


Kontakt:

Prof. Dr. Mathias Langer
Direktor der Abteilung Röntgendiagnostik
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg
Tel.: 0761 270 3806
Mail: langer@mrs1.ukl.uni-freiburg.de
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