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TU Berlin: Kurt Kutzler ist neuer Präsident

05.06.2002 - (idw) Technische Universität Berlin

Konzil wählte heute neue Universitätsleitung

Die TU Berlin hat ein neues Führungsteam. Das Konzil der TU Berlin wählte heute im 1. Wahlgang und mit sehr großer Mehrheit einen neuen Präsidenten sowie die drei Vizepräsidenten. Prof. Dr. Kurt Kutzler übernimmt das Präsidentenamt, das er bereits seit dem krankheitsbedingten Rücktritt durch Prof. Dr. Hans-Jürgen Ewers im Januar 2002 vertrat.
Diese große Mehrheit für das neue Führungsteam stärkt die Universität gerade in Zeiten prekärer finanzieller Schwierigkeiten. Die große Einigkeit zeigt die Entschlossenheit, gestärkt in die kommenden Finanzverhandlungen mit dem Berliner Senat zu gehen und weitere universitäre Reformschritte rasch anzugehen.

Professor Dr. Kurt Kutzler wurde vom Konzil zum Präsidenten der TU Berlin mit 47 Ja-Stimmen (31 wären notwendig gewesen), 10 Nein-Stimmen und 2 ungültigen Stimmen gewählt.

Gewählt wurden auch die drei Vizepräsidenten. Das Amt des 1. Vizepräsidenten wird Professor Dr.-Ing. Jörg Steinbach (48 Ja, 8 Nein, 3 ungültig) übernehmen, dessen Ressort die Bereiche Lehre und Studium sowie Berufungsangelegenheiten umfassen wird.
Professorin Dr.-Ing. Luciënne Blessing wird als 2. Vizepräsidentin (49 Ja, 5 Nein, 5 ungültig) für Forschung und Internationales zuständig sein. Die Bereiche Lehrerbildung, wissenschaftliche Weiterbildung und wissenschaftlicher Nachwuchs werden durch die 3. Vizepräsidentin Ulrike Strate-Schneider (50 Ja, 8 Nein, 1 ungültig) betreut.

"Ihnen tritt heute eine komplette Leitungsmannschaft entgegen", sagte Kurt Kutzler heute vor dem Konzil, "die hier kandidierenden vier Personen eint der Wille, in schwierigen Zeiten die Technische Universität in eine erfolgreiche und gesicherte Zukunft zu führen."
Der Generationswechsel unter den Professoren der TU Berlin erzwinge eine personelle Erneuerung in nie gekanntem Ausmaß. "Mit einer verantwortungsvollen Berufungspolitik werden wir in den nächsten Jahren die Fundamente für Spitzenleistungen in Forschung und Lehre legen, neue und aktuelle Forschungsschwerpunkte einrichten. Mit einer erfolgreichen Berufungspolitik soll die TU trotz harter Konkurrenz unter den deutschen technischen Universitäten wieder die erste Position einnehmen", formulierte der neue TU-Präsident die Ziele. Nach innen werde eine hohe Qualität der Neuberufenen zu sichern sein, nach außen werde die TU Berlin für die nötigen finanziellen Unterstützungen werben.
"Wir werden eine unzweifelhaft kritische Lage nicht mehr bewältigen", so Kurt Kutzler über die schwierige Finanzlage des Landes Berlin, "indem wir niederkauern und über das klagen, was uns widerfährt oder noch widerfahren könnte. Nur überlegtes, zielgerichtetes Handeln führt uns in eine gute Zukunft. Deswegen lassen Sie uns gestalten statt zu klagen."

Die Amtszeit des Präsidenten beträgt vier Jahre, die der Vizepräsidenten zwei Jahre.

Prof. Dr. Kurt Kutzler (geb. 1941): 1973 wurde der Mathematiker und Physiker Kurt Kutzler als Professor an das Institut für Mathematik der TU Berlin berufen. In den 80er Jahren stand er dem damaligen Fachbereich als Dekan vor. In der Zeit von 1987 bis 1989 sowie von 1991 bis 1993 bekleidete er das Amt des 1. Vizepräsidenten der TU Berlin, das er seit April 1999 bis dato wieder inne hatte. Zu seinem Ressort gehörten die Themenfelder Entwicklungsplanung, Berufungsangelegenheiten und Forschung. Überregional engagiert sich Kurt Kutzler seit August 2000 als einer der sieben Vizepräsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) im Präsidium der HRK, zuständig für den Bereich Planung und Organisation und in dieser Funktion Leiter der Ständigen Kommission für Planung und Organisation.


Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach (geb. 1956): Der dreifache Vater hat seit 1996 den Lehrstuhl Anlagen- und Sicherheitstechnik an der Fakultät Prozesswissenschaften der TU Berlin inne. Mehrere Jahre war er zuvor Mitarbeiter der Schering AG, u. a. als Leiter des Referats für Anlagensicherheit. Er war sowohl Prodekan wie auch Dekan des Fachbereiches Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Werkstoffwissenschaften der TU Berlin.
Seit April 2001 bekleidet er das Amt des Studien- und Prodekans der Fakultät Prozesswissenschaften (hervorgegangen aus Fachbereich 6 Verfahrenstechnik, Umwelttechnik, Werkstoffwissenschaften und Fachbereich 15 Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie), der er zuvor auch als Dekan vorstand. Innerhalb des Reformprozesses an der TU Berlin hat die Fakultät Modellcharakter, beispielsweise bei der Einführung der Budgetierung oder eines einheitlich strukturierten, modularisierten Grundstudiums.


Prof. Dr.-Ing. Luciënne Blessing (geb. 1960): Die in den Niederlanden geborene Wissenschaftlerin und zweifache Mutter nahm Ende 2000 einen Ruf an die TU Berlin an. Hier betreut sie das Fachgebiet Konstruktionstechnik und Entwicklungsmethodik am Institut für Konstruktion, Mikro- und Medizintechnik. Nach ihrem Studium lehrte und forschte sie u.a. an der Universität Twente. Die Analyse von Konstruktions- und Entwicklungsprozessen im Labor wie auch in der Industrie sowie die Verbesserung von Produktentwicklungsmethoden gehören zu ihren Forschungsschwerpunkten. Diese konnte sie u. a. als Senior Research Associate an der Universität Cambridge (UK) vertiefen.


Ulrike Strate-Schneider (geb. 1950): Die Erziehungswissenschaftlerin und Mutter eines Sohnes ist seit 1993 Leiterin des " Berliner Modells: Ausbildung für nachberufliche Aktivitäten - BANA" an der TU Berlin. Nach ihrem Studium mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung war sie an der Freien Universität und Technischen Universität Berlin als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Persönliche Referentin der Vizepräsidenten und Zentrale Frauenbeauftragte waren die weiteren Stationen an der TU Berlin. Ulrike Strate-Schneider ist Mitglied in zahlreichen Organisationen, die sich mit Weiterbildung beschäftigen und ebenso langjähriges Mitglied im Konzil der TU Berlin.


Die ausführlichen Lebensläufe und Pressefotos der neuen Universitätsleitung finden Sie unter: www.tu-berlin.de/presse/pi/2002/vp-wahl.zip (Fotos: Weiß/TU Berlin).

Die komplette Rede von Prof. Dr. Kurt Kutzler lesen Sie im Internet.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern Dr. Kristina R. Zerges, Pressesprecherin der TU Berlin, Tel.: 030/314-22919 oder -23922, E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de
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