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Preis für Kautschuk-Untersuchungen geht nach Osnabrück

10.07.2012 - (idw) Hochschule Osnabrück

Die Deutsche Kautschuk-Gesellschaft prämiert die Master-Arbeit einer Absolventin der Hochschule Osnabrück

Auf der Deutschen Kautschuk-Tagung in Nürnberg treffen sich jährlich Fachleute aus aller Welt, um sich an vier Tagen über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Auf dieser Fachtagung, die in diesem Jahr rund 190 Fachvorträge und eine Fachmesse mit über 200 Ausstellern umfasste, verleiht die Deutsche Kautschuk-Gesellschaft (DKG) traditionell Förderpreise an Nachwuchswissenschaftler für herausragende Abschlussarbeiten auf dem Gebiet der Kautschuktechnologie. Unter den Preisträgern ist diesmal auch Christina Schwarze. Die Absolventin des Masterstudiengangs Angewandte Werkstoffwissenschaften an der Hochschule Osnabrück erhielt den mit 1.500 Euro dotierten zweiten Förderpreis.

In ihrer Abschlussarbeit hat die gebürtige Lübbeckerin eine neue Methode zur Untersuchung der Struktur ungefüllter Kautschuk-Netzwerke entwickelt und damit wesentlich zu einem besseren Verständnis der Netzwerkstruktur von Elastomeren beigetragen. Elastomere sind vernetzte Polymerwerkstoffe, die aus Kautschuken hergestellt und im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Gummi bezeichnet werden. Das bekannteste Elastomerprodukt sind Autoreifen, aber auch für viele andere technische Anwendungen stellen Elastomere unverzichtbare Spezialwerkstoffe dar. Die Struktur des Kautschuksnetzwerks ist für Gummi von ganz entscheidender Bedeutung zum Beispiel wenn es darum geht, den Rollwiderstand von Autoreifen zu verringern oder deren Haltbarkeit und Lebensdauer zu erhöhen.

Die genaue Bestimmung der Netzwerkstruktur von Elastomeren ist eine schwierige Aufgabe, die bisher nur mit aufwändigen und sehr teuren Methoden der chemischen Analytik gelöst werden konnte, erklärt Prof. Dr. Norbert Vennemann, der die Masterarbeit von Christina Schwarze wissenschaftlich betreut hat. Mit der neuen Untersuchungsmethode, die unsere Absolventin entwickelt hat, können sowohl quantitative Aussagen über die Anzahl der Vernetzungsstellen als auch qualitative Aussagen über die Art der Netzbrücken gemacht werden und das alles bei relativ geringem Aufwand und in kurzer Zeit. Dadurch ist die neue Methode auch alltagstauglich und für industrielle Anwender geeignet, lobt Prof. Vennemann. Überzeugt von der wissenschaftlichen Relevanz dieser Arbeit, empfahl er sie zur Förderung der Deutschen Kautschuk-Gesellschaft. Auch die DKG-Jury war davon überzeugt und würdigte die Masterarbeit aus Osnabrück mit dem zweiten Förderpreis.

Heute entwickelt die 30-Jährige bei BASF in Lemförde neuartige Schaumstoffe und blickt dankbar auf die Jahre an der HS Osnabrück zurück. Mein Studium hat mich super auf den Job vorbereitet. Besonders viel gebracht haben mir neben der Theorie auch die vielen Praktika mit allem, was dazugehört. Selber Versuche durchführen, Ergebnisse auswerten und das Ganze am Ende vernünftig dokumentieren genau damit hat man dann anschließend im Beruf ja auch zu tun. Und der macht mir viel Spaß, so Schwarze, die in Osnabrück zunächst den Bachelor in Kunststoff- und Werkstofftechnik und dann den Master in Angewandten Werkstoffwissenschaften erworben hat. Noch bis zum 15. Juli können sich Interessierte um einen Studienplatz in diesen Programmen bewerben: http://www.ecs.hs-osnabrueck.de Studium.


Der erste DKG-Förderpreis ging an Sebastian Lemmich von der Hochschule Würzburg, den dritten Preis teilten sich Jens van Haag von der RWTH Aachen und Stefan Neumüller von der Hochschule Rhein-Main. Mehr Informationen zur Deutschen Kautschuk-Gesellschaft gibt es im Internet: http://www.dkg-rubber.de. jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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