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Adipositas-Jahrestagung 2003: Operative Hilfe bei extremem Übergewicht

18.10.2003 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Adipositas-Jahrestagung Deutschland - Österreich - Schweiz
16. bis 18. Oktober in Salzburg

Über sechs Millionen Deutschen leiden unter starkem bis extremem Übergewicht - Adipositas. Die Folgen für die Gesundheit sind beträchtlich. In den USA beispielsweise sind 31 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen adipös. Die Krankheit ist ein großes Problem für die nationalen Gesundheitssysteme. Denn Bluthochdruck, Gelenk- oder Herzerkrankungen und Diabetes sind nur einige der zahlreichen Folgeerkrankungen von Adipositas. Doch nach großen internationalen Studien schaffen es gerade einmal drei Prozent der Adipösen ihr Gewicht mit beispielsweise Diät und Bewegungstherapie zu reduzieren. Als eine wirkungsvolle Möglichkeit kommt die operative Verkleinerung des Magens in Betracht. Welche Patienten für eine Operation in Frage kommen und welche chirurgischen Eingriffe erfolgreich sind, diskutieren Experten auf der Adipositas-Jahrestagung Deutschland - Österreich - Schweiz, die vom 16. bis 18. Oktober im Salzburger Kongresszentrum stattfindet.

Adipositas kann zu schwerwiegenden Krankheiten führen. Abnehmen wird für extrem übergewichtige Personen mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 40 aus medizinischen Gründen zum Muss. Die operative Therapie ist für extrem Übergewichtige eine effektive Methode, ihr Gewicht zu reduzieren und damit Folgeerkrankungen zu vermeiden. Studien belegen eine Erfolgsquote von 60 bis 70 Prozent. Voraussetzungen für den Eingriff ist ein seit Jahren bestehendes Übergewicht, das sich beispielsweise durch Diäten nicht reduzieren lässt.

Bei allen operativen Eingriffen wird ein kleiner Teil des Mageneingangs durch ein Band vom Hauptteil des Organs abgetrennt. Der so entstandene Vormagen hat nur ein kleines Füllungsvermögen. Bei einer geringen Nahrungszufuhr, dehnt sich die Magenwand und erzeugt ein Sättigungsgefühl für den gesamten Magen. Eine Änderung der gewohnten Ernährungsweise ist für Patienten durch die Verkleinerung des Magens unabdingbar: Sie müssen ihre Nahrungszufuhr einschränken und länger kauen, da größere Speisebrocken den engen Kanal zwischen Vormagen und Magen verschließen könnten. Auch dürfen sie nicht auf breiige Nahrung umstellen oder kalorienhaltige Getränke zu sich nehmen. Beides gelangt sofort durch die enge Öffnung, die den Vormagen vom restlichen Magen abtrennt, und verhindert so eine Gewichtsreduktion. Die chirurgischen Verfahren beseitigen nicht die Ursache des extremen Übergewichts. Sie stellen lediglich eine Hilfe dar, das Übergewicht zu reduzieren. Am Freitag, 17. Oktober findet im Rahmen der Jahrestagung ein Streitgespräch mit dem Titel "Selektion und Nachbetreuung in der Adipositaschirurgie" statt. Zusätzlich beschäftigt sich am Freitag das Symposium "Interdisziplinärer Ansatz bei operativer Therapie" mit diesem Thema. Die Experten sprechen in beiden Veranstaltungen über die Vor- und Nachteile der chirurgischen Behandlung sowie über verschiedene operative Methoden, Änderung des Essverhaltens und die Nachbetreuung der Patienten.

AKKREDITIERUNG:
__ Ich werde die Adipositas-Jahrestagung persönlich besuchen.
__ Ich kann leider nicht teilnehmen. Bitte schicken Sie mir das Informationsmaterial für die Presse zu.

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Pressestelle Adipositas-Jahrestagung
Bettina Mack
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel +49 (0) 711 89 31 488
Fax +49 (0) 711 89 31 566
E-Mail: info@medizinkommunikation.org
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