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Wehrmachtsausstellung:Universität untersucht Wirkung der Bilder auf das Gedächtnis

18.10.2003 - (idw) Universität Dortmund

Mit einer Reihe von Vorträgen, Diskussionen und Ausstellungen schaltet sich auch die Universität Dortmund gleich zum jetzigen Beginn des Wintersemesters in die wissenschaftliche Auseinandersetzung zu den Themen der Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944" ein. Im Mittelpunkt der ersten Vorlesungswoche des Wintersemesters steht am Donnerstag (23.10.03) ein Studientag mit dem Titel "BildGedächtnis".

Der Studientag beginnt um 12:00 Uhr im Hörsaal E 5 der Universitätsbibliothek am Vogelpothsweg 76 auf dem Campus Nord der Universität.

Der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Walter Grünzweig und die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Barbara Welzel laden zu sechs Vorträgen und einer Lesung ein, in denen es immer im Rolle und Funktion der Bilder geht, die ihren Platz im Gedächtnis der Menschen gefunden haben. Als Propaganda, Verführung, Menetekel oder Mahnmal...
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Hier die Vorträge und ihr Beginn:

12:00 Uhr - Dr. Nils Büttner, Kunsthistoriker: "Den Heldentod gestorben. Formen und Funktionen bildlicher Dokumentation des Todes 1914-1918".
13:00 Uhr - Dr. Ursula Tjaden, Fotografie-Dozentin: "Wir haben es nicht gewusst. Ein Beitrag zur Pressefotografie während des Nationalsozialismus".
14:30 Uhr - Dr. Chrisoph Ribbat, Bochum, Amerikanist: "Der Täter im Blick. Amerikanische Journalisten und die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse".
15:15 Uhr - Änne Söll, Kunsthistorikerin: "Die Sichtbarkeit des Krieges. Die Rolle digitaler Bilder im Ersten Golfkrieg".
16:15 Uhr - Prof. Dr. Bernd Schönemann, Historiker: "Visualität als Lernfalle?" Vom Nutzen und Nachteil der Bilder beim Aufbau von Geschichtsbewusstsein".
17:00 Uhr - Prof. Dr. Barbara Welzel, Kunsthistorikerin: "Kunst und Gedächtnis"
Der Studientag schließt ab 18:30 Uhr mit einer Lesung: "Fotos schießen: Zu Peter Henischs Neufassung des 'Vaterromans' - Die kleine Figur meines Vaters". In seinem jetzt neubearbeiteten Roman reflektiert der Wiener Autos Peter Henisch die Rolle seines Vaters Walter, der ein prominenter Wehrmachtsfotograf war.
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Ab Montag: Ausstellung und Diskussionen

Vom 20. bis 31.Oktober zeigt Prof. Dr. Sollbach im Foyer der Universitätsbibliothek ein Gegenbild des Vernichtungskrieges im Osten. Er hat Fotos und Erinnerungen von Kindern und Schülern gesammelt, die im Ruhrgebiet Opfer des Bombenkrieges geworden sind. Die Ausstellung wird am Montag um 11 Uhr eröffnet.

Ebenfalls um die Wirkung der Bilder geht es bei einer Veranstaltung der Evangelischen Studierendengemeinde, die sich am Mittwoch (22.10.) um 20:00 Uhr im Haus Lindemannstr. 68 in einer Diskussion mit dem Thema "Wochenschau und Wehrmacht - Propaganda an der Heimatfront" auseinandersetzt.

Bereits am Mittwochmittag haben die Studierenden Gelegenheit, mit Graf Heinrich von Einsiedel über die Rolle und das teilweise widersprüchliche Selbstverständnis der Wehrmacht zu diskutieren: "Wehrmacht im Widerstand" ist von 12:15 bis 13:45 Uhr im Haus Emil-Figge-Str. 50, Hörsaal 2, das Thema eines Gesprächs mit dem ehemaligen Jagdflieger. Eingeladen hat die Fakultät Kulturwissenschaften.
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Formeln, Bomben, Raketen

Um oft eher geheime Entwicklungen geht es bei den Kriegen der Vergangenheit und der Gegenwart, wenn von Waffentechnik die Rede ist. "Formeln, Bomben und Raketen. Naturwissenschaft und Krieg in Geschichte und Gegenwart" - dieses eher selten beleuchtete Kapitel will der Physiker Dr. Rüdiger Altmann mit einem Vortrag aufhellen. Termin: Mittwoch, 22.10.03 um 17:00 Uhr im Hörsaal 2 des Hörsaalgebäudes II auf dem Campus Nord der Universität.

Ein weiterer Höhepunkt der wissenschaftlichen Debatte zur Dortmunder Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht" ist an der Universität vom 29. bis 31. Oktober geplant. Dann befasst sich ein Symposion in 14 Vorträgen mit dem "Faschismus in Texten und Medien: Gestern - Heute - Morgen? (KC)

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Weitere Information: Klaus Commer, Ruf 0231-755-4811,
Mail klaus.commer@uni-dortmund.de
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