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RUB-Campusmuseum präsentiert Teile seiner Sammlung

19.07.2012 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Die Sammlung Moderne der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität beteiligt sich erneut an einem Projekt der RUHR KUNST MUSEEN. Im Sommer und Herbst 2012 widmet sich der im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 gegründete Zusammenschluss von 20 Ruhrgebietsmuseen dem Schwerpunkt Performance/Aktion/Prozessualität. Während die Ausstellungen beispielsweise im Folkwang Museum, im Ostwall Museum oder im Museum Bochum erst im August beginnen, legt das Campusmuseum bereits am 20. Juli los. Als Teil des Schwerpunktes haben die Museumsmacher dort eine Sammlungspräsentation zum Thema Anti-Illusion. Objekte. Prozesse installiert. Sie ist bis zum 11. November zu sehen (Mo-Fr 11-17 h, Sa., So. und feiertags 11-18 h; Eintritt frei).

Markanter Schwerpunkt der Sammlung

Die Ausstellung Anti-Illusion. Objekte. Prozesse zeigt einen markanten Schwerpunkt der Sammlung Moderne. Der FAZ-Kritiker Albert Schulze Vellinghausen legte 1967 mit einer Schenkung konstruktiv-konkreter und gestisch-abstrakter Kunst den Grundstock. Eine Stiftung des Zeitungsverlegers Paul Dierichs ermöglichte in den Siebzigerjahren den Ausbau der Sammlung. So konnten Werke von Alberto Giacometti, Richard Serra, Anthony Caro, Nicola Carrino, Guiseppe Spagnulo, Norbert Kricke, Yaacov Agam, George Rickey, Frank Stella, Jan J. Schoonhoven, Thomas Lenk und James Reineking erworben werden Plastiken und Objekte, die den Illusionismus traditioneller Kunst kritisch befragen und mit dem Ziel eines Ausstiegs aus dem Bild den Objektstatus ihrer Werke analysieren.

Auseinandersetzung mit dem Raum

Bei einem Rundgang durch die Sammlung wird sichtbar, auf welche Weise sich Maler wie Lucio Fontana, Gotthard Graubner oder Frank Stella mit der Krise der Leinwandmalerei auseinandergesetzt und den Illusionsraum der flachen Leinwand überwunden haben. Jan J. Schoonhovens Reliefs und Donald Judds Spezifische Objekte setzen sich mit dem wirklichen Raum auseinander, Richard Serras Right Angle Prop zeigt, wie sich zwei Formen gegenseitig stabilisieren und Werke von Gerhard von Graevenitz und Ernst Herrmanns untersuchen sich verändernde Beziehungen von Objekt, Raum und Betrachter. Darüber hinaus zeigen Arbeiten von George Rickey, Yaacov Agam, Joseph Beuys und Günther Uecker, dass die bildende Kunst in den 60er- und 70er-Jahren eine zeitliche Dimension gewinnt: Künstler überschreiten die alten Gattungsgrenzen. Sie interessieren sich für die realen, physischen Bedingungen ihres Handelns und fordern einen Betrachter, der sich aktiv wahrnehmend und auch körperlich präsent, wie die Arbeit Alberto Giacomettis Diego beispielhaft zeigt, am Werk beteiligt. Die Ausstellung Anti-Illusion. Objekte. Prozesse veranschaulicht, dass der Umbruch in der Kunst der Sechziger und Siebziger und die damit verbundene Hinwendung zur Objekthaftigkeit und Prozessualität für die Sammlung von zentraler Bedeutung ist.

Weitere Informationen

Dr. Friederike Wappler, Wissenschaftliche Leiterin, Kunstsammlungen der RUB/Campusmuseum. Sammlung Moderne & Situation Kunst, Kunstgeschichtliches Institut, Tel. 0234-3227271
friederike.wappler@rub.de

Angeklickt
Sammlung Moderne
http://kusa-rub-moderne.de/

Redaktion: Arne Dessaul jQuery(document).ready(function($) { $("fb_share").attr("share_url") = encodeURIComponent(window.location); });

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