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Hochschule Pforzheim: Institut für Werkstoffe und Werkstofftechnologien gegründet

06.08.2012 - (idw) Hochschule Pforzheim

Wie stark können Fahrdrähte an Bahnstrecken belastet werden? Sind Metallschäume in der Medizin einsetzbar? Diesen und weiteren Fragen widmet sich das neu gegründete Institut für Werkstoffe und Werkstofftechnologien an der Hochschule Pforzheim (IWWT). Unter der Leitung von Professor Dr. Norbert Jost erforscht das siebenköpfige Team Eigenschaften bekannter aber auch gänzlich neuer Werkstoffe, analysiert und prüft die Materialien und optimiert werkstoffrelevante Fertigungsprozesse. Das Institut wurde Ende des Sommersemesters 2012 aus der Taufe gehoben. Kupfer ist ein stark leitender Werkstoff. Daher hat es in der Elektroindustrie eine Vorrangstellung, bei der insgesamt ein sehr breites Spektrum an Kupferwerk-stoffen zum Einsatz kommt. Kupfer wird zu Kabeln, Seilen, Drähten, Schienen, Bändern und anderen elektrisch leitenden Bauteilen der Elektrotechnik verarbeitet. Die Leitfähigkeit kann durch verschiedene Legierungen optimiert werden ein Forschungsschwerpunkt des IWWT. Doch neben der elektrischen Leitfähig-keit muss bei der Anwendung vermehrt auf die physikalischen Eigenschaften geachtet werden. Wie stark sind Kabel an Hochgeschwindigkeitstrassen der Bahn belastbar? Wie weit können die Drähte gestreckt werden, ohne dass es zu Einbußen der Leitfähigkeit kommt? Leistungs- und sicherheitsrelevante Fragen, denen das Werkstoffkunde Team an der Hochschule Pforzheim auf den Grund geht.
Um Werkstoffe gezielt und ressourcenschonend einsetzen zu können, ist ein umfangreiches Wissen über deren Eigenschaften nötig. Industrie und Handwerk in der Region Nordschwarzwald haben im Bereich Werkstoffkunde vielfach eine lange Tradition. Eigenständige Forschungseinrichtungen und Labore der Industrie wurden allerdings in den vergangenen Jahrzehnten eher ab- als aufgebaut. Mit der Einrichtung der Fakultät für Technik an der Hochschule Pforzheim ent-wickelte sich seit 1996 ein Forschungsschwerpunkt im Bereich der Werkstoffkunde. Das hervorragende Netzwerk der Mitarbeiter in Wissenschaft und Industrie ist mitverantwortlich für den langfristigen Erfolg dieses Schwerpunktes, der seit Juli 2012 den Grundstein für das IWWT legt.
Das IWWT forscht rund um das Thema Werkstoffe. Analyse und Prüfung metal-lischer oder polymerer Werkstoffe gehören genauso zum Aufgabengebiet wie die Entwicklung und Optimierung von Werkstoffen. So arbeitet das drittmittelfi-nanzierte Institut an der Hochschule Pforzheim außerdem an der hochinnovativen Werkstoffgruppe der Metallschäume, die bundesweit nur an wenigen Orten produziert werden können. Der offenporige Stoff, der durch seine große Oberfläche zu vielfachen Anwendungen im Bereich Wärmetauscher verleitet, könnte durch seine Eigenschaften auch in der Medizin Anwendung finden. Diese und weitere Möglichkeiten werden zurzeit in einem Forschungsprojekt eruiert.
Mit den weiteren Kompetenzfeldern Stanz- und Kunststofftechnik rundet das IWWT sein Portfolio ab. Professor Dr. Matthias Golle, der seit 2009 die Stiftungsprofessur Stanztechnik an der Hochschule inne hat, zielt mit seiner Forschungsarbeit auf eine deutliche Standzeiterhöhung von Schneidewerkzeugen, die bei der Herstellung von Bauteilen auf schnelllaufenden Pressen zum Einsatz kommen. Professor Dr. Gerhard Frey beschäftigt sich mit der Optimierung von Spritzgussprozessen bei Kunststoffen.
Mit der Gründung des IWWT setzen wir ein deutliches Zeichen, so Dr. Norbert Jost. So werde dem Thema Werkstoffe, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, Rechnung getragen, stellt der Leiter des Instituts fest. Das Thema Werkstoffe bekommt mit dem Institut einen festen Platz an der Hochschule, in der Stadt und in der Region, fasst auch Professor Dr. Martin Erhardt, Rektor der Hochschule, die Aufgaben der Neugründung zusammen. Erstmals tritt das IWWT mit dem ersten Pforzheimer Werkstofftag nach Außen in Erscheinung. Diese Plattform, die in Kooperation mit weiteren Partnern an der Hochschule Pforzheim am 12. September 2012 stattfindet, soll in regelmäßigen Abständen alle Interessierten der Werkstoffkunde zusammenführen. function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook


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