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Nach Günter Grass traut sich Sabrina Janesch an Danzig heran / Romane sind eifersüchtige Wesen"

23.08.2012 - (idw) Stiftung Universität Hildesheim

Sabrina Janeschs Roman trägt Danziger Luft in sich. Die Absolventin des Studiengangs Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus der Universität Hildesheim hat eine Zeit lang in Polen gelebt. Dort ist Ambra entstanden. Der Roman erscheint in diesen Tagen.
Zum Schreiben eines Romans brauche ich zwei riesengroße Luxusgüter Zeit und die Freiheit, sie mir zu nehmen, berichtet Sabrina Janesch über ihre Schreibprozesse. Das heißt ganz konkret: Jeden Tag am Text arbeiten. Auch am Wochenende und auch, wenn schönes Wetter ist. Romane sind schrecklich eifersüchtige Wesen. Nach Günter Grass hat sich kein deutschsprachiger Schriftsteller mehr an Danzig herangetraut. In ihrem neuen Roman Ambra geht die junge deutsch-polnische Autorin Sabrina Janesch das Wagnis ein, so Andreas Platthaus in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Ich habe es immer so empfunden, dass ich über eine andere Stadt schreibe, andere Phänomene, als Grass es getan hat. In den über fünfzig Jahren, die seit der Veröffentlichung der Blechtrommel vergangen sind, hat sich so ungeheuer viel auf der Welt und in Danzig getan. So gesehen mag es sich noch um denselben Ort handeln, mit derselben Geschichte und denselben geographischen Daten aber die Dimension ist längst eine andere, berichtet Sabrina Janesch am Donnerstag.

Nach ihrem Debütroman Katzenberge, der über den deutschsprachigen Raum hinaus Beachtung fand, erscheint in diesen Tagen im Aufbau Verlag der Roman Ambra. Der Roman erzählt eine deutsch-polnische Familiengeschichte. Kinga Mischa trifft im Herbst in einer fernen Stadt ein. Nur ein Bernstein (Ambra) erinnert die junge Frau an ihren verstorbenen Vater, ein immer weiter vererbtes Familienschmuckstück, in dem eine Spinne eingeschlossen ist. In der Stadt trifft Kinga auf ihre polnische Verwandtschaft. Die Familie arrangiert sich trotz aller Konflikte mit ihrem Zuwachs, bis plötzlich zwei Menschen verschwinden, die Kinga sehr nahe standen.

Zum Schreiben eines Romans brauche ich zwei riesengroße Luxusgüter Zeit und die Freiheit, sie mir zu nehmen, berichtet Sabrina Janesch über ihre Schreibprozesse. Das heißt ganz konkret: Jeden Tag am Text arbeiten. Auch am Wochenende und auch, wenn schönes Wetter ist. Romane sind schrecklich eifersüchtige Wesen.

Ob sie Rituale und Eigenarten beim Schreiben pflegt? Auf meinem Schreibtisch befindet sich nichts außer meinem Laptop. Dahinter steckt wohl die Hoffnung, etwas von der Ordnung, der Klarheit und der Aufgeräumtheit möge sich auf meine Arbeit übertragen. Meiner Konzentration bekommt es jedenfalls ganz gut, sagt die 27-Jährige.

Das Studium an der Universität Hildesheim war eine ideale Vorbereitung auf den Literaturbetrieb. Viele Seminare sind mir in bester Erinnerung geblieben. Wir haben soviel ausprobiert, soviele Rollen durchgespielt. Außerdem habe ich viele Menschen kennengelernt, die mir auf meinem Weg noch oft wiederbegegnet sind, und konnte häufig von diesen Kontakten profitieren, erinnert sich Janesch. Was kann man Studienanfängern raten? Vielleicht, immer auch bei sich zu bleiben, bei seinem Thema, bei seinem Schreiben trotz aller Kritik und allen Projekten. Das gerät leicht aus den Augen.

Die deutsch-polnische Schriftstellerin wurde 1985 in Gifhorn geboren und studierte von 2004 bis 2009 Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Stiftung Universität Hildesheim sowie Polonistik an der Universität Krakau. 2011 wurde sie mit dem Nicolas-Born-Debütpreis durch das Land Niedersachsen ausgezeichnet. 2010 erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, las in Klagenfurt beim Ingeborg-Bachmann-Preis und war Stipendiatin des Stuttgarter Schriftstellerhauses. Seit ihrem Diplom arbeitet sie als Schriftstellerin und Publizistin.

NEUERSCHEINUNG:
Sabrina Janesch
Ambra
Gebunden mit Schutzumschlag, 372 Seiten
Aufbau Verlag
August 2012
978-3-351-03500-6
22,99 Euro

Rezensionsexemplare erhalten Sie bei Frau Silke Ohlenforst, Presseleitung des Aufbau Verlags (Tel. +49 (0)30.2839.42 31, E-Mail: ohlenforst[at]aufbau-verlag.de).

KREATIVES SCHREIBEN UND KULTURJOURNALISMUS STUDIEREN
Das Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Stiftung Universität Hildesheim gehört neben dem Deutschen Literaturinstitut Leipzig, dem Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und dem Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst in Wien zu den vier einzigen Universitäts- Instituten im deutschsprachigen Raum, an denen Studentinnen und Studenten umfassend und im Rahmen eigens dafür konzipierter Bachelor- und Master- Studiengänge in Theorie und Praxis des Kreativen und Literarischen Schreibens unterrichtet und ausgebildet werden.
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Weitere Informationen: http://www.sabrinajanesch.de - Informationen über Romane und den Werdegang von Sabrina Janesch http://www.uni-hildesheim.de/kulturcampus - Studieren mir Spielraum auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim Anhang
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