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Krebserkrankungen bei Kindern - Internationale Fachveranstaltung

23.10.2003 - (idw) Universität des Saarlandes

Der neue Direktor der Abteilung für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie der Unikliniken des Saarlandes Professor Dr. Norbert Graf lädt am 3. und 4. November 2003 nach Homburg/Saar ins Hotel Schlossberg zur zweiten Embryonalen Tumortagung der Deutschen Gesellschaft für Kinderonkologie (GPOH) ein.

Erwartet werden über 100 Krebsforscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Namhafte Vertreter der deutschsprachigen Kinderonkologie werden Vorträge halten. Parallel zu der Tagung wird Professor Dr. Christian Rübe, Direktor der Abteilung für Strahlentherapie, am 4. November eine Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Pädiatrischen Radioonkologie leiten, zu der Vertreter der Deutschen Strahlentherapeuten kommen werden.

Bei Kleinkindern ist Krebs bereits die zweithäufigste Todesursache. Die Wissenschaftler erhoffen sich daher von den Fachveranstaltungen wichtige Impulse im Kampf gegen die bösartigen Erkrankungen. Vorgestellt und diskutiert werden Ergebnisse aktueller Studien der Krebstherapie.

Im Zentrum der Tagung stehen verschiedene Tumorarten, die sich aus embryonalen Zellen entwickeln: das Neuroblastom, eine bösartige Erkrankung der Nebennieren, die bei 40 % der Kinder erst zum Zeitpunkt diagnostiziert wird, wenn bereits Metastasen bestehen. 90 % der Patienten sind bei Diagnosestellung jünger als sechs Jahre; Hepatoblastome, das sind bösartige Lebertumoren, an denen Kleinkinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren erkranken; Retinoblastome, Tumoren der Netzhaut, die meist bei Kindern unter fünf Jahren auftreten.

Professor Dr. Norbert Graf leitet zur Zeit außerdem eine neue Studie zu Wilmstumoren, das sind bösartige Erkrankungen der Nieren. In Deutschland erkranken jährlich etwa 100 Kinder am Wilms-Tumor. 70 Prozent der neu erkrankten Kinder sind unter fünf Jahre alt. Die Heilungschancen sind gut: Bis zu 90% der kleinen Patienten werden wieder gesund. Doch einige müssen dafür gravierende Spätfolgen am Herzen in Kauf nehmen. Mit Hilfe einer neuen Therapie-Optimierungsstudie sollen nun diese Nebenwirkungen verringert werden.

Kontakt für Pressevertreter:

Professor Dr. Norbert Graf, Direktor der Abteilung für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie der Unikliniken des Saarlandes, Tel. (06841) 162-8397 oder -8399, Fax (06841) 162-8302, E-Mail: norbert.graf@uniklinik-saarland.de
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