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Professor Christian Sohler von der TU Dortmund erhält ERC Starting Grant

21.09.2012 - (idw) Technische Universität Dortmund

Die Beherrschung riesiger Datenmengen ist das Spezialgebiet von Christian Sohler. Als Anerkennung und zur Förderung seiner exzellenten Forschungsleistung mit Blick auf die Strukturanalyse sehr großer Netzwerke erhält der Informatiker, der seit 2009 eine Professur an der Technischen Universität Dortmund innehat, jetzt ein ERC Starting Grant in Höhe 1,4 Millionen Euro. Mit den Starting Grants fördert der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) vielversprechende Forschende am Beginn ihrer Forscherkarriere. Zu den sehr großen Netzwerken, die Christian Sohler untersucht, zählen zum Beispiel der Webgraph, der sämtliche Verbindungen zwischen den Seiten des World Wide Web beschreibt, oder auch sogenannte Freundschaftsgraphen sozialer Netzwerke wie Facebook. Die Analyse der Struktur solcher Netzwerke wird in vielen Wissenschaftsfeldern benötigt und stellt eine große Herausforderung für die Informatik dar. Heutige Algorithmen sind aufgrund der Größe der Netzwerke und der Komplexität der zugrunde liegenden Probleme nur selten in der Lage, eine komplette Netzwerkanalyse durchzuführen. Die Datenmengen im Netz wachsen schneller als die Kapazitäten der Rechner, erklärt Christian Sohler. Daher versucht man aktuell, derartige Netzwerke mit Hilfe zufälliger Stichproben zu analysieren. Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten ERC Starting Grant Sublinear Algorithms for the Analysis of Very Large Graphs forscht Christian Sohler daher nach geeigneten Methoden, um zufällige Stichproben aus einem Netzwerk zu ziehen, und geht zudem der Frage nach, wie man das Ergebnis dieser Stichproben interpretiert. Unser Ziel ist dabei, ein mathematisches Werkzeug zu entwickeln, mit dem man die Struktur großer Netzwerke untereinander vergleichen kann, erklärt Christian Sohler.

Die vor diesem Hintergrund entwickelten Algorithmen sind mit Blick auf ganz unterschiedliche Bereiche einsetzbar: Eine interessante Fragestellung könnte zum Beispiel sein, ob sich die Struktur von Facebook, das heißt das Muster der Verbindungen der Nutzer untereinander, in demokratischen Staaten von der in Diktaturen unterscheidet, so der Informatiker. Sofern es Unterschiede gibt, ließen sich daraus wiederum eventuell Rückschlüsse auf den Meinungsbildungsprozess ziehen.

Kontakt:
Prof. Dr. Christian Sohler
Lehrstuhl Informatik 2
Technische Universität Dortmund
Telefon: (0231) 755 6940
E-Mail: christian.sohler@tu-dortmund.de function fbs_click() {u=location.href;t=document.title;window.open('http://www.facebook.com/sharer.php?u='+encodeURIComponent(u)+'&t='+encodeURIComponent(t),'sharer','toolbar=0,status=0,width=626,height=436');return false;} html .fb_share_link { padding:2px 0 0 20px; height:16px; background:url(http://static.ak.facebook.com/images/share/facebook_share_icon.gif?6:26981) no-repeat top left; } Share on Facebook
Weitere Informationen: http://www.cs.tu-dortmund.de/nps/de/Home/
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