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Achtung: Sperrfrist bis 6. Juni 2002, 18.00 Uhr - Wirtschaftsimpulse aus den Hochschulen Brandenburg

06.06.2002 - (idw) Universität Potsdam

Technologietransferpreis 2002 in der Universität Potsdam verliehen

"Braucht die Wirtschaft Hochschulpatente?" Diese und andere wichtige Fragen rund um das Thema "Gewerblicher Rechtsschutz im Technologietransfer Hochschule - Wirtschaft" konnten auf dem 2. TechnologieTransferTag Brandenburg am 6. Juni 2002 in der Universität Potsdam nicht abschließend beantwortet werden. Aber die rund 100 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, von Verbänden und Kammern diskutierten auf der gemeinsamen Veranstaltung des Netzwerkes der Hochschultransferstellen "IQ Brandenburg", der Technologie Stiftung Brandenburg und der neu gegründeten Patentverwertungsagentur "Brainshell" bei der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) GmbH über ein Thema, das an den Hochschulen, nicht nur in Brandenburg, immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Seit der Novellierung des Arbeitnehmererfindungsgesetzes vor drei Monaten sowie durch die gezielte Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist die Verwertung gewerblicher Schutzrechte brandaktuell. Wie der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg, Dr. Wolfgang Vogel, in seinem Grußwort betonte, soll es künftig mit Hilfe der Technologietransferstellen an den Hochschulen und von professionellen Patentverwertungseinrichtungen gelingen, deutlich mehr Produkte und Verfahren "invented in Brandenburg" auf den Markt zu bringen und damit insbesondere der Region und ihren Unternehmen dringend benötigte wirtschaftliche Impulse zu geben.
Durch die Unterstützung des Bundes und des Landes bekommen Brandenburgs Wissenschaftler an den Hochschulen zunächst befristet für rund zwei Jahre sämtliche Patentierungskosten finanziert, um ihre neuesten Forschungsergebnisse zu schützen, vorausgesetzt diese verfügen über das erforderliche wirtschaftliche Potenzial. Ende 2003 werden "Brainshell" und die eigens von sieben Hochschulen gegründete "Verwertungsoffensive Brandenburg" eine erste Bilanz ziehen. Die große Chance wollen sich alle beteiligten Partner nicht entgehen lassen. Dabei machen natürlich ein neues Produkt, eine neue Technologie nicht an den Landesgrenzen halt.
Eva Schulz und ihr Verwertungsteam bei "Brainshell" peilen in enger Kooperation mit den Universitäten und Fachhochschulen vor allem zukunftsträchtige internationale Märkte an. Das Bundesforschungsministerium und das Deutsche Patent- und Markenamt erwarten eine deutliche Zunahme von Patentanmeldungen der Hochschulen in den nächsten zwei Jahren, wie deren Vertreter in Potsdam betonten.
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion zum Thema "Braucht die Wirtschaft Hochschulpatente - Anforderungen an eine professionelle Patentverwertung der Hochschulen?" mit Vertretern aus Unternehmen und Hochschulen, von Transfereinrichtungen sowie Rechts- und Patentanwälten verliehen Dr. Etta Schiller und der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur, Dr. Christoph Helm, als Kuratoriumsmitglieder der Technologie Stiftung Brandenburg den zum zweiten Male ausgelobten und mit 10.000 Euro dotierten Technologietransfer-Preis 2002.
Die 1998 gegründete Technologie Stiftung Brandenburg mit Sitz in Potsdam ist eine gemeinnützige Einrichtung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung, insbesondere auf dem Gebiet der innovativen Technologien, der Forschung und Entwicklung sowie im Bereich Technologie- und Wissenstransfer zwischen innovativen Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen des Landes.
Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr zwei Transferprojekte, an denen die Technische Fachhochschule Wildau und die Universität Potsdam sowie Unternehmen der Region beteiligt waren.
Das deutsch-polnische Entwicklungsteam um Prof. Dr. Bernd Henschel von der TFH Wildau, die Richtsteig Anlagentechnik GmbH & Co. KG und das Institut für Logistik und Lagerwirtschaft Poznan entwickelte ein völlig neues Produkt zur automatischen Erfassung, Erkennung, Selektierung und mit integriertem Materialfluss für Weiss-, Braun- und Grünglas sowie zur Erkennung von Fremdstoffen für eine neue Generation von Entsorgungscontainern.
Das Interdisziplinäre Forschungszentrum für Dünne Organische und Biochemische Schichten (IFZ DOBS) der Universität Potsdam mit seinem Koordinator, Dr. Burkhard Schulz, und die Allresist Gesellschaft für chemische Produkte zur Mikrostrukturierung mbH Strausberg entwickelten gemeinsam mit dem Institut für Dünnschichttechnologie und Mikrosensorik e.V., Teltow neue Hochleistungspolymere für die Anwendung in der Mikrosystemtechnik. Gemeinsam konnte die Überführung neuer polymerer Resistmaterialien von der Laborsynthese in den kleintechnischen Maßstab realisiert und die Markteinführung vorbereitet werden.

Hinweis an die Redaktionen:

Weitere Auskünfte erteilen die Sprecher des Netzwerkes IQ Brandenburg, Dr. Wilfried Lamm, Tel.: 0331/977-1119, E-Mail: lamm@rz.uni-potsdam.de und Dr. Christian Zehner, Tel.: 03375/508-125.
Informationen zu IQ Brandenburg sind auch unter http://www.IQ-Brandenburg.de abrufbar.
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